Gerster und kein Ende: Machtkonstellationen in der BA

BABislang dachte ich ja immer, die nette Frau Engelen-Kefer wäre massgeblich an der Demission Gersters beteiligt, vor allem aufgrund des Interessenkonfliktes zwischen BA und DAA, aber Björn hat einige spannende Details zu Tage gefördert, die bislang munter von den Medien ignoriert wurden.

„Hier machte Herr Niebel auf ein interessantes Detail aufmerksam: seit Anfang des Jahres werden nämlich die Arbeitgeberverbände durch eine neue Person vertreten: Peter Clever !! Und dieser Herr Clever verlor, gerade den ersten Monat im Verwaltungsrat, als erste Amtshandlung sozusagen, das Vertrauen in den Chef der BA !?

Die Frage nach dem Warum klärt sich schnell, wenn man in den Lebenslauf von Herrn Clever schaut: Er war nämlich in der Ära Kohl lange Jahre im Bundeswirtschaftsministerium tätig – zuletzt (bis 1998) als Abteilungsleiter ?Arbeitsmarktpolitik / Arbeitslosenversicherung? !!

Das bedeutet, dass er bis vor ein paar Jahren genau die Massnahmen verantwortet hat, die uns in die Krise geführt haben und die Gerster nun rückgängig zu machen versuchte !!

Herr Gerster sollte also genau das zerstören, was Herr Clever, schon damals in trauter Zweisamkeit mit Frau Engelen-Kefer, aufgebaut hat !!“

Abschliessend fragt man sich natürlich, warum dies in den Medien keinerlei Beachtung gefunden hat. Ist das ein Dankeschön für viele interne Details, die in den letzten Monaten aus der BA zu den Medien durchsickerte?

[via: Bjoern’s Weblog: …politics: Die spannenden Details der „Affäre Gerster“ !!]

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3 Antworten auf „Gerster und kein Ende: Machtkonstellationen in der BA“

  1. > die Massnahmen verantwortet hat,
    > die uns in die Krise geführt haben

    Du tust gerade so, als seien die Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen, die bisher vond er BA bezahlt wurden, ein Fehler gewesen. Das sehe ich aber gar nicht so. Die Arbeitslosigkeit ist zu hoch, das hat uns in die Krise geführt.

    An Stelle der bisherigen sinnvollen Maßnahmen muß nun beinahe _jeder_ Arbeitslose das gleiche, kürzere Schwachsinnsseminar besuchen, an dem ja auch wieder irgendjemand verdient. (Vor ein paar Monaten war in einigen Blogs dazu etwas zu lesen, aber ich finde das nicht mehr.)

    Im übrigen sehe ich gar nicht, wie Arbeitgeber- oder Arbeitnehmervertreter nun profitieren sollen. Die Richtung ist durch Hartz und die Agenda vorgegeben, gleichgültig wer sich in der „Agentur“ Vorstandsvorsitzender nennen darf.

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