SPD und der Frühjahrsputz

Schröder und Scholz hatten es nicht verstanden, der Partei die anstehenden Reformen zu verkaufen und dem wurde heute Rechnung getragen. Schröder war sicherlich der Parteivorsitzende, der am wenigsten Interesse an eben diesem Amt hatte. Müntefering erscheint als deutlich geeigneter, den Spagat zwischen der guten alten Sozialdemokratie und der Realität zu verkörpern.

Scholz war als Generalsekretär bemüht. Impulse in die Partei hinein blieben allerdings aus und die Rolle als Sprachrohr der Partei wurde mit dem Charme eines Scharfrichters wahrgenommen.

Die Partei hat eine grosse Aufgabe vor sich. Es gilt, die Austritte der letzten 10 Jahren zu stoppen und wieder mehr Leute für die Partei zu begeistern. Dies wird nur mit einer Strukturreform gelingen, bei der vor allem die antiquierte Form des „Politikmachens“ an die Freizeitgestaltung der Menschen angepasst wird. Mit Mitteln aus dem Kaiserreich kann man kaum frische Köpfe gewinnen.

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3 Antworten auf „SPD und der Frühjahrsputz“

  1. Anpassung antiquierter Form des „Politikmachens“ an die Freizeitgestaltung der Menschen ?

    Was meinst Du denn damit ??

  2. Wieso sollte man als frischer Kopf zur SPD gehen? SPD Ortsverbände haben doch garkein bock auf junge und neue Leute. Die jungen Leute sind halt eher grün oder gelb.

  3. @bjoern: wenn man selber Politik machen will, dann muss man spätestens um 17 Uhr Feierabend oder einen äusserst verständnisvollen Arbeitgeber haben. Ausserdem ist es ratsam, seine Freunde nur in der Politik zu finden, denn ansonsten bleibt für diese wenig Zeit. So könnte ich munter weiter Punkte aufzählen, die mich davon abhalten, in einem Ortsverein meiner Wahl Politik zu machen. Wenn ich mal Zeit finde, schreibe ich mal eine längere Kritik an der Organisationsform der deutschen Parteien…

    @Marco: junge Leute sind häufig rot, finden aber keinen Zugang zur Partei, aus dem von dir genannten Grund.

    @Hansjörg: Schon okay, gibt schlimmeres. :)

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