Schröder und Scholz hatten es nicht verstanden, der Partei die anstehenden Reformen zu verkaufen und dem wurde heute Rechnung getragen. Schröder war sicherlich der Parteivorsitzende, der am wenigsten Interesse an eben diesem Amt hatte. Müntefering erscheint als deutlich geeigneter, den Spagat zwischen der guten alten Sozialdemokratie und der Realität zu verkörpern.
Scholz war als Generalsekretär bemüht. Impulse in die Partei hinein blieben allerdings aus und die Rolle als Sprachrohr der Partei wurde mit dem Charme eines Scharfrichters wahrgenommen.
Die Partei hat eine grosse Aufgabe vor sich. Es gilt, die Austritte der letzten 10 Jahren zu stoppen und wieder mehr Leute für die Partei zu begeistern. Dies wird nur mit einer Strukturreform gelingen, bei der vor allem die antiquierte Form des “Politikmachens” an die Freizeitgestaltung der Menschen angepasst wird. Mit Mitteln aus dem Kaiserreich kann man kaum frische Köpfe gewinnen.
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