Heul doch, Ole!

Nico —  23.02.2004

Ole von Beust schmollt und zuckt vor einem TV-Duell zurück:

Nachdem er von den Jusos als „faulster Bürgermeister, den Hamburg je hatte“ beschimpft wurde, sagte Ole von Beust das für Mittwoch geplante Fernsehduell mit seinem SPD-Kontrahenten beleidigt ab. Der SPD mangele es an Sachlichkeit, befand der Mann, der seine Kampagne ganz auf seine Person zugeschnitten hat. [Spiegel: Von Beust kneift vor TV-Duell]

Wie armselig ist das denn? Da macht die CDU einen Wahlkampf, der einzig und allein die Person Ole von Beust zum Thema hat. Wenn dieser dann (noch dazu von einer Jugendorganisation) kritisiert wird, dann heisst es: „Das Maß ist voll. Das lasse ich mir nicht länger bieten.“ Ole von Beust kneift, weil der von der CDU als farblos eingeschätzte Mirow in den letzten Monaten deutlich an Profil gewonnen hat und in den TV-Runden deutlich besser als von Beust abschnitt.

Komm Ole, streng dich an, pauk mal Fakten, dann kannst Du auch ein paar Fragen beantworten, so schwer ist das doch nicht! Danach kannst Du Dir dann auch den Rest der Woche frei nehmen, von mir aus auch gerne länger!

[Update] Mehr dazu auch bei NDR Online:

Nach Ansicht von Richard Hilmer, Geschäftsführer von Infratest dimap könnten die Wähler die Absage des TV-Duells als Zeichen von „Drückebergerei und Schwäche“ werten.

Allerdings.

44 responses to Heul doch, Ole!

  1. … in der direkten politischen Auseinandersetzung mit seinem Kontrahenten Thomas Mirow? Mit dem offensichtlich fadenscheinigen Argument, die bösen Jusos hätten ihn in einem Flugblatt als „faulsten Bürgermeister, den Hamburg je hatte“ verunglimpft, sagt…

  2. Ohne jetzt in politische Diskussion verfallen zu wollen (mir ist es nämlich ziemlich egal, ob Ole oder Tommy in Hamburg das Sagen haben): Eine sachliche Kritik sieht anders aus.

  3. meinst Du mich oder die Jusos oder von Beust mit „sachliche Kritik sieht anders aus“?

  4. Da muß ich Johannes recht geben. Was ja selten vorkommt :-)
    Die Broschüre mit dem „faulsten Bürgermeister, den Hamburg je hatte“ wurde ausgerechnet an Nachtarbeiter verteilt!

    Und nun sach mal ehrlich, Nico: Hat das nicht irgendwie BILD-Niveau? Plumpe Stimmungsmache in bester Springer-Manier. Argumente sind das nicht und hat mit Themenwahlkampf, den Ihr ja führen wollt, auch nix zu tun.

    Es nervt mich überhaupt, daß die SPD immer häufiger auf den Adelstitel oder das (in meinen Augen ehemals) gute Aussehen des Bürgermeisters anspielt. Habt Ihr das nötig?

    Wie ich sowieso zunehmend angeöööödet bin vom blinden Aktionismus, den die SPD in unsere heimelige kleine Blogosphäre trägt. Du kennst meine politische Einstellung nehme ich an, aber das wollte ich schon seit einiger Zeit mal sagen. War mir allerdings nicht mal einen eigenen Eintrag wert.

  5. Sannie, ich bin weder im Wahlkampfteam der SPD, noch bei den Jusos, ich spreche hier nur für mich. Und wenn die CDU kein anderes Thema als von Beust hat, dann muss sie auch hinnehmen, dass die Person Ole von Beust kritisch betrachtet wird.

    Blinden Aktionismus sehe ich eigentlich weniger, sondern eher den Versuch, mit pointierten Aktionen über Blogs mit den Wählerinnen und Wählern zu kommunizieren.

    Deine politische Einstellung kenne ich nicht im Detail, sondern kann sie höchstens anhand Deines Blogs ableiten, aber so schlimm scheint sie nicht zu sein.

  6. > Blinden Aktionismus sehe ich eigentlich weniger

    Ich sehe Beißreflexe und bin gelangweilt. Dabei liebe ich Politik! Aber warum wird sie auf Landesebene immer so pupsig betrieben?

    Den Bürgermeister als Person oder seine Positionen anzugreifen ist ein Unterschied, der nicht mehr gemacht wird. Kein Stil. Keine Brillianz.

    > so schlimm scheint sie nicht zu sein

    :-) Nein, _so_ schlimm ist sie nicht, aber immerhin so, daß ich in dieser Stadt nicht weiß, wen ich wählen sollte: Die Sozis können jedenfalls noch schön ein paar Jahre harte Oppositionsbänke drücken, die GAL kann man aus eben dem Grund nicht wählen, die FDP… wtf?? Ole setzt falsche Prioritäten, der Rest ist unwählbar. Und wo bleib ich da? Zuhause?

  7. mist, das wäre jetzt die richtige frage für die antwort: wähl mich! aber ich kandidiere ja nirgends…

    zuhause bleiben ist jedenfalls uncool, das stärkt nur die falschen. wähl lieber die SPD, wenn du willst, das in den nächsten jahren hier in der stadt das richtige passiert.

  8. Ich meinte die „Kritik“ der Jusos. Aber das hat Sannie ja schon richtig erkannt. :-)

  9. also, Herr del Mar schreibt viel, wenn der Tag lang ist. Nur weil die CDU jegliche Reform verschleppt, bzw. die der rot-grünen Bundesregierung über den Bundesrat verwässert wo sie nur kann, bedeutet das nicht, dass sie die wählbarere Alternative ist. Die SPD macht momentan Reformen, die schon in den 80ern hätten gemacht werden müssen. Sicherlich ist die Umsetzung nicht immer 100% perfekt, aber das ist immer noch besser als das Aussitzen a la CDU.

    Um mal wieder auf Hamburg zurückzukommen: die CDU ruht sich auf den Lorbeeren der SPD aus, gerade im Bereich Wirtschaftspolitik. Auf dem Feld der Sozial- und Bildungspolitik sehen wir hier allerdings Pleiten, Pech und Pannen, gepaart von Schutt und Asche, und das nach nur 2 Jahren. Respekt.

    Was willst Du denn wählen, wenn nicht rot-grün? Regenbogen?

  10. @Sannie: Kann ich absolut nachvollziehen – Deine Haltung!

    @Nico: ?wähl lieber die SPD? hätte ich früher auch gesagt ? kann aber leider wirklich nicht mehr dahinter stehen? Na Ja ? zum glück darf ich in Hamburg nicht wählen. Werde mir das ganze im Fernsehen ansehen und jammern.

  11. Schön, daß ihr hier über mich redet.
    Nico glaubt noch der Reformenprogaganda. Es sind aber keine Reformen, es sind Verschlechterungen für die Leute, die sich nicht wehren können.

    Geld ist mehr als genug da. Alleine die Einführung der neuen Versichertenkarte soll 1 Mrd. kosten.
    Krippenplätze satt könnte das auch heißen.

    Die Politik ist nichts ohne die Medien. Die Medien gehören der Wirtschaft. Also muß die Politik das machen, was die Wirtschaft will. Nicht was gut fürs Volk wäre.

    Wieder ein langer Tag.
    Ralf

  12. Thomas: nenn mir eine ernstgemeinte Alternative.

  13. Habe das Gefühl, daß gute Sozi-Argumente gegen Ole nicht der SPD sondern der FDP zugute kommen.
    Noch 5 Tage :-)

  14. Also, die Absage von Ole ist mehr als peinlich. Allerdings frage ich mich tatsächlich, ob Faltblätter (ohne das Ding schon in der Hand gehabt zu haben) mit persönlichen Verunglimpfungen nicht doch eher kontraproduktiv sind (pures Understatement meinerseits). Bei der armen Bilanz die Dör Hörr Börgermeister vorzuweisen hat, sollte man doch mit pointiert vorgetragenen Sachargumenten einen Flyer füllen können, oder?

    Ich kann Sannie übrigens gut verstehen. Ich weiss zwar schon, was ich wählen werde (Nein, nicht Ole und sicher auch nicht SPD), aber wohl dabei ist mir nicht. Und ich fürchte, wenn sich in der politischen Landschaft nicht bald was grundlegendes tut und die Wahlen nicht immer mehr zu einer Farce verkommen, wird sich das auch nicht mehr ändern.

    Nur: Ein bisschen anders wird mir schon, wenn ich daran denke, das Ole das vielleicht bald alleine schaukelt. Black Hamburg. Bah! :)

    (Achnee, die CDU ist ja jetzt orange)

  15. 1. Ist das Rückziehen wg. eines JUSO-Flugblattes nur ein (hilfloses) Scheinargument. Jugendorganisationen von Partein dürfen (und müssen eigentlich auch) frecher auftreten. Deshalb haben Sie auch eine gewisse „Narrenfreiheit“. Gilt genauso für die JU, die immer wieder auf Schröder gefärbten Haaren und seine Frauengeschichten rumreitet, als auch auf die Julis, die dem im geringsten nachstehen.

    2. Wer nur sich und ein, zwei Attribute wie konsequent und engagiert auf sein Plakat draufschreibt, muss sich nicht wundern, wenn diese hinterfragt werden. Tut jeder andere bei den Wahlversprechen der SPD ja auch.

    3. Ich habe mittlerweile rund 8 Wahlkämpfe aktiv mitgemacht und finde diesen bisher einen der langweiligsten – und damit meine ich alle Parteien. Komisch, hatten wir doch eine sehr kurze aber umso heftigere Legislaturperiode. Ich hätte mir einen wirklichen Diskurs in dieser Stadt über die nächsten Jahre gewünscht. Und stattdessen Fehlanzeige. Ole wählen, Bobbycars, Black Outs und drei Typen auf einem Plakat, die keiner mehr haben will.
    Da ist der Internetwahlkampf der SPD zumindest mal was neues.

    @Pete: Träum weiter.
    @Sannie: Ich hör von Dir immer die gleichen Sprüche, ohne mal einen ernsthaften Grund.
    @Ralf: Die Versichertenkarte ist eine Sache, die auf Bundesebene entschieden wird.

  16. Schade, dass Ole kneift. Sehr schade. Ich zumindest hatte mich auf das Duell gefreut. Aber nein, spielt lieber die beleidigte Leberwurst. Sehr schade. Warum nicht *im* Duell Stellung beziehen? Warum nicht *im* Duell die Sozis wegpusten? Warum nicht mit Argumenten zurückschiessen?
    Nein, einfach kneifen. Schlecht beraten, IMHO.

  17. Ich bin froh, dass ich nicht in Hamburg wählen darf, denn ich wüsste im Moment auch nicht, was ich wählen soll – nur wen ich nicht wählen würde, das weiss ich ziemlich genau.

    Leider bin ich mir …

  18. So, mal den moorbek gelesen. Alles schön und gut. Vielleicht hätte sich der Stoiber einige Dinge tatsächlich nicht getraut (Dafür sicher andere Dinge, von denen SPD’ler nicht mal Nachts träumen. Die Frage, die sich mir spontan stellt: Ist das jetzt besser? Ist nicht genau dieses „nicht trauen“ genau das was wir an den Kohl-Jahrzehnten immer kritisiert haben? Das schöne an Reformen ist immer, das alle sie toll finden, es sei denn, es betrifft einen selber. Abbau von Subventionen? Klasse, aber bitte nicht meine!

    Über die Umsetzung der „Reförmchen“ durch Rot/Grün kann man wiederum sehr geteilter Meinung sein. Von den meisten Themen habe ich einfach zu wenig Ahnung, um da ernsthaft mitreden zu können.

  19. Alle sprechen darüber, wir haben es ;-) Der Text des Flugblattes, welches die Jusos in der Nacht zum Samstag verteilt haben. Michael Neumann und ich waren an der Verteilung am Taxistand am Hachmannplatz beteiligt und wir haben viel Zuspruch von…

  20. @ Hans-Hörg
    > Jugendorganisationen von Partein dürfen (und müssen eigentlich auch) frecher auftreten

    Aber ja! Nur sollten sie zwischen Frechheit und Plumpheit unterscheiden können. Und ein bißchen Witz darf auch gern dabei sein.

    Nebenbei bemerkt geht ja nicht nur um das Flugblatt; auch Voscherau gefiel sich in der Rolle des Fleißigen und warf OvB Faulheit vor.

    > Ich hör von Dir immer die gleichen Sprüche, ohne mal einen ernsthaften Grund.

    Schau, das geht mir mit Euch genauso! Und wenn Ihr nicht aufhört, den Mann persönlich anzugreifen, kann sich meine Argumentation _dagegen_ auch kaum ändern.

    Was soll ich Dir für Gründe nennen? Weißt Du nicht mehr, warum die SPD vor zwei Jahren abgewählt wurde? Eine Partei, die so lange regiert hat, gehört für mindestens zwei Legislaturperioden in die Opposition – sie hat es sich viel zu bequem gemacht und sollte nicht durch diese Wahl bereits Legitimation erfahren. Für mich – und um meine Stimme geht es mir ja – ist das Grund genug. Schade nur, daß es eben auch keine Alternativen gibt.

    Mein erster Wahlkampf war übrigens 1976, als ich auf Papis Schultern auf dem Bargteheider Wochenmarkt CDU-Bleistifte verteilt habe. Vielleicht ist die Abneigung gegen die alte Tante ja genetisch bedingt.

  21. @Sannie:
    Der Grad ist manchmal sehr schmal. Haarwasser mit Schröders Konterfei drauf finden einige witzig ander nur plump. Trotzdem hat Herr Schröder das TV-Duell mit Stoiber gesucht.

    Persönliche Angriffe in einem Persönlichkeitswahlkampf gehören dazu. Einige schreckt das ab. Kann ich verstehen. Leider liefert Herr von Beust ja keine Inhalte auf die man reagieren könnte.

    Gründe für die Wahlniederlage der SPD: Versagen in der Inneren Sicherheit, PISA-Debakel. Zumindest waren das die Wahlentscheidenden.
    Die SPD hat es sich hier nicht bequem gemacht, sondern einiges aufgearbeitet und neue Positionen entwickelt. Hierfür stehen auch Personen wie Michael Neumann (http://www.forum-innenpolitik.de) und Britta Ernst (http://www.britta-ernst.de) glaubhaft ein.
    Für Dich können andere Punkte entscheidener gewesen sein. Hat denn die Verweildauer in der Opposition mit Wählbarkeit zu tun?

  22. @sannie: ich habe schon 1973 auf papis schultern wahlkampf gemacht und mein erstes wort war kreisdelegiertenkonferenz.

  23. Nico, bist nicht auch noch ein JUSO?
    Ich war 1973 noch Quark im Schaufenster ;-)

  24. dem papier nach ja, aber mental schon länger nicht mehr.

  25. Gerechnet nicht, aber gehofft. Und dafür gearbeitet hat Michael Neumann, er hat Schill und Wellinghausen zur Strecke gebracht.

    Das Statt-Experiment ist gescheitert, hat aber nicht so großen Schaden angerichtet.
    Bei aller Politik(er)verdrossenheit glaube ich, dass die letzte erfolgreiche Parteiengründung die Grünen waren.

    Das die Schill-Partei eine einzige Wählerverarsche war, sieht man ja an den ganzen CDU-Kadern, die sich in der Partei breit gemacht haben und gewisse Schlüsselpositionen besetzt haben.

  26. Uhm, es war Michael Neumann, der Schill zur Strecke gebracht hat? Wie hat er das denn gemacht?

  27. Der gesamte Wahlkampf ist doch eine Lachnummer. Da bürgt der eine (womit eigentlich, mit Hamburgs leeren Kassen, oder mit seinem Ehrenwort (sic!) ), der andere gibt Floskeln ab. Eins so unglaubwürdig wie das andere. Trotzdem: die SPD braucht mehr Zeit, sich zu besinnen, noch können wir die in HH nicht wieder gebrauchen. Zuviel Filz und Gemauschel in den letzten Jahren. Wählen zu gehen wird immer schwieriger, ist dennoch die Pflicht derjenigen, die das Glück haben in einer Demokratie leben zu dürfen.

  28. @ Heiko:
    > Wie hat er das denn gemacht?

    In dem er Stück für Stück die Affäre Wellinghausen hartnäckig ins Rollen gebracht hat. Oder glaubst Du, das war das Abendblatt alleine

  29. jschuessler 24.02.2004 at 13:56

    Ich kann nicht nachvollziehen, dass 44 Jahre SPD so schlecht gewesen sein sollen. Ja, die SPD hat auch viel Mist fabriziert. Sie hat aber auch wesentlich dazu beigetragen, was Hamburg heute ist: die Stadt, in der ich gerne lebe. Hamburg ist lebendig, weltoffen und schön. Das hört sich vielleicht langweilig an, ich empfinde es aber so. Gerade das Projekt HafenCity ist spannend, zukunftsweisend und der Beitrag zu Voscheraus Konzept der wachsenden Stadt. Auch wenn ich als Sozi klar parteiisch bin, kenne ich nur drei inhaltliche Argumente, die für Ole von Beust sprechen: der grüne Pfeil, die blauen Uniformen und der sympathische Ole.

    In der Wirtschaftspolitik, der Bildungspolitik, der Familienpolitik und auch in Bereich der Inneren Sicherheit konnte Ole jedenfalls nicht punkten. Und deshalb drückt er sich jetzt auch.

  30. Sehe ich auch so, Martina. Jedes Wort.

    Hansjörg, Schill hat sich ganz allein zur Strecke gebracht. Der brauchte dafür niemanden. Und es trägt nicht zur Glaubwürdigkeit der SPD bei, wenn sie jetzt so tut, als sei es ihr Verdienst. Sorry.

    Fast glaube ich im Nachhinein, es war richtig, ihn solange agieren zu lassen. Das Ansehen der Stadt wird nicht dauerhaft darunter leiden und Schill ist komplett und politisch für immer erledigt. Das behaupte ich einfach, ohne irgendwelche Argumente zu haben.

    Um aber auf das Ursprungsthema zurückzukommen: Mir wäre es auch lieber gewesen, es gebe noch ein Duell. Im letzten konnte OvB nicht wirklich punkten und machte auch einen so fertigen Eindruck, daß ich wünschte, er würde das korrigieren. Allerdings, liebe Mirow-Fans, der Wähler hat das anders gesehen, da hilft auch keine Schönrederei.

  31. @ Sanní: Wenn Du die Blitzumfrage von Psephos meinst, vergiss sie oder wiege dich im Glauben, dass die irgendwas mit der Realität zu tun hat weiter. Die beherrschen nicht mal die einfachsten Grundrechenarten. Jedenfalls errab die Summe ihrer Prozentangaben eine Zahl größer 100. Und dann haben die Trottel das auch noch verteidigt mit der Aussage, es gab ja mehrere Stimmen.

  32. Sannie, ich behaupte es nicht, es ist so. Kann jeder der gewillt ist nachvollziehen. Unterhalte Dich mit Journalisten oder Deinen bekannten aus der CDU. Die werden das weitestgehend bestätigen.

    Was das letzte TV-Duell betrifft, hat selbst die BILD Mirow zum Sieger gekürt. Ich behaupte mal, dass mehr Leute die BILD anschauen, als HH1.

  33. Wählen gehen oder nicht?
    Wenn ich dasher lese glaub ich schon wieder eher nicht. Ich weiss nochtnicht ob und was ich wählen soll. Ich bin 19 Jahre alt und dies ist die erste Wahl an der ich teilnehmen soll. Die SPD macht viele schöne Versprechen aber ich glaub das nicht so. Die CDU hat Ole aber sonst auch nix. Hab das gefühl CDU und SPD können sich ledeiglich gegenseitig beschimpfen und sonst nix. Grüne und FDP in Hamburg bringen ja irgendwie nix wobei mir FDP sonst am meisten zugesagt hat. Ich glaube ich werde nicht wählen gehen.

  34. Ole von Beusts Absage schlägt weiter Wellen.

  35. @Sabine: Geh wählen, und wähl aus Deiner Sicht das geringere Übel, auch wenn es Dir schwer fällt. Wenn Du selber nicht wählst, stärkst Du nur die Parteien am Rande des politischen Spektrums. Besser noch, bring Dich selber ein! Die meisten Parteien sind mittlerweile auch für Nichtmitglieder so offen, dass man ohne weiteres in die Partei-Arbeit reinschnüffeln kann.

  36. Stimmt Nico, wählen gehen sollte man, unbedingt.
    Wenn in ganz HH so gewählt wird wie in unserer Familie, dann gibts ne Patt Situation. Alle haben gleich viel Stimmen. Stell ich mir lustig vor. Und spannend.Herrn Mirow finde ich fachlich ja gut, aber farblos ist er im Erscheinungsbild, soooo dröge, da hilft Bobbycarfahren auch nix.
    Hamburg liebe ich, genau wie jschüssler, sehr. Besonders das liberale Altona. Doch diese Weltoffenheit ist nicht SPD Verdienst, sondern das Verdienst der Hamburger.
    „Pfeffersäcke“ müssen nicht zwangsläufig borniert sein. So ist das.
    Wie wär’s mit ’ner Bloggerwahlparty? Da könnten sich dann alle abreagieren. *ggg*

  37. Ole hat wohl kaum die besten Berater. Auf die dümmloiche Juso-Anmache („der faulste Bürgermeister“) hätte v. Beusts Büro doch nur öffentlich fragen müssen, ob Thomas Mirow der selben Ansicht sei. Hätte der wohl kaum bejaht…

  38. Von Beust weigert sich den Menschen klar die Inhalte seiner Politik zu offenbaren. Das aber ist er den vielen Wählerinnen und Wählern schuldig.

  39. @jschuessler: dass ich bestimmt wählen gehen werde, habe ich schon deutlich gemacht.
    Nein, ich brauche keinen charming boy (hab ich zuhause :-) ) nur: Mirow kommt zur falschen Zeit. Wie schon gesagt,halte ich ihn fachlich für sehr gut und integer. Leider wird er den Filz und Muff den die SPD vor Beust aufgebaut hat, ausbaden müssen. Schade. Die SPD hat sich zuviele, mit Geld verbundene Skandale geleistet, das hängt den Bürgern angesichts so leerer Kassen zum Halse raus.
    Dazu diese Strategie: ich bürge dafür. Das ist schlicht Unsinn. Er kann für gar nichts bürgen, denn er ist ja kein persönlich haftender Politiker. Anders als in der Wirtschaft müssen Politiker, wenn sie denn ob ihrer Fehlentscheidungen zurücktreten, keinerlei persönliche Härten oder Konsequenzen fürchten. Ein echter Missstand in diesem unseren Land. Siehe gerade Stolpe, mit dem Mautdesaster. Bundes- und Landespolitik zur Zeit zu trennen ist nicht möglich, die SPD hat zwar Reformen angeschoben, die aber mit so heisser Nadel gestrickt – siehe Gesundheitsreform – dass vor allem ihre Inkompetenz deutlich wurde.
    Dazu die unsäglichen Diätenerhöhungen, auch unter der SPD. Unerträglich!
    Ehrlich gesagt verstehe ich das nicht. Jeder Otto Normalbürger sieht die Fehler auf einen Blick, nur die Politiker sind offensichtlich blind, taub und geistig eingeschränkt. Ich sage gar nicht, dass Ole besser ist, besser ist es aber, erstmal nicht wieder die SPD ans Ruder zu lassen. Die muss in HH erstmal wieder lernen, wie wichtig GUTE Politik ist. Dafür gebe ich ihr gern vier Jahre.

  40. Martina, wie wichtig gute Politik ist, das haben wir alle in den letzten zwei Jahren in Hamburg erfahren müssen. Daher sollte man den bestehenden Senat auch nicht wiederwählen.

    Wenn Mirow für etwas bürgt, dann erläutert er auch, wie die Umsetzung erfolgen und vor allem finanziert werden soll. Ich halte das für ein legitimes Verfahren, zumal nicht für alles gebürgt wird, sondern eben nur einige wichtige Kernpunkte herausgegriffen werden, da dies ansonsten unglaubwürdig erschiene.

    Weitere 4 Jahre CDU-Regierung wird Hamburg kein Stück weiter bringen.

  41. @Pete:
    > Ole hat wohl kaum die besten Berater. Auf die dümmloiche Juso-Anmache („der faulste Bürgermeister“) hätte v. Beusts Büro doch nur öffentlich fragen müssen, ob Thomas Mirow der selben Ansicht sei. Hätte der wohl kaum bejaht…

    Das Büro hat gefragt, ob er sich distanzieren möchte. Das hat er NICHT getan!

  42. Dieser von Beust ist schon ein Phänomen. Mit dem Rassisten und Bestrafungsfanatiker Ronald Schill im Männerscherz vereint sein, seine Amtszeit darf durch Intrigen, Ministerentlassungen und unflätige Reden geprägt sein und er muss keine Erfolge vorweisen. Die Arbeitslosenzahl stieg kräftiger als im Bund, und Hamburg ist nicht sicherer geworden. Fahrräder werden wie eh und je geklaut, Knackis brechen munter aus, Banden lassen sich ihr Geschäft von blauen Uniformen, die einen Hauch von New York an der Alster verbreiten sollten, nicht vermiesen. Im Übrigen verstreut er Junkies über die Stadt und behandelt, Asylbewerber wie Verbrecher und runiert soziale Einrichtungen.

  43. Martin: okay, wenn das so ist hätte ich an Ole’s Stelle die live-Konfrontation mit Mirow geradezu gesucht! Er hätte ihn fragen können: Halten auch Sie mich für den faulsten Hamburger Bürgermeister und auf die sicherlich gewundene Antwort hätte ein Lächeln von Beust’s genügt und die TV-Zuschauer wären auf seiner Seite gewesen.

  44. Bushwhacker 27.02.2004 at 9:10

    Beust is good as a Mayor should…