Schill gnadenlos vom Band

Nico —  29.02.2004

Hamburg (lpd) – In einem Akt gnadenloser Verzweiflung rief heute morgen die automatisierte Telefonterroranlage von Ronald Schill beim langjährigen Genossen Nico Lumma an. Ein Dialog wurde sicherheitshalber nicht gesucht, stattdessen die bekannten Halbwahrheiten und Parolen verbreitet. „Mir schmeckt mein Frühstück jetzt nicht mehr, ich gehe erstmal SPD wählen und frühstücke dann weiter,“ so ein sichtlich genervter Nico Lumma.

10 responses to Schill gnadenlos vom Band

  1. Bei mir hat Schill nicht angerufen. Muss ich noch bis 18 Uhr warten?

  2. wer Schill wählen will, muss bis 18:00 warten und darf dann zum Wahllokal gehen. Alle anderen dürfen schon früher wählen gehen.

  3. Laut Wahlgesetz ist am Wahltag keine Werbung mehr erlaubt.

  4. Hansjörg: Eine solche Regelung finde ich im Bürgerschaftswahlgesetz nicht. Kannst Du Deine Quelle/Fundstelle dafür nennen?

  5. Hmm. Stimmt. Wäre Politik wie Sport, könnte man Schill jetzt disqualifizieren. Kennt sich jemand im Wahlrecht so gut aus, das er sagen könnte, was für Sanktionen bei Verstössen gegen das Wahlgesetz vorgesehen sind?

  6. Ich bin gespannt wie heute die Hamburgwahl ausgeht. Offensichtlich nicht sehr zielgerechnet hat heute noch Ronald Schill per Telefoncomputer nicht sehr zielgerichtet Hamburger Wähler angerufen. So versaute er heute Morgen dem ?Genossen Lumma? (Mitverantwo…

  7. Nochmal nachgeschaut. Im Bundeswahlgesetz heißt es wörtlich: jede Beeinflussung der Wähler durch Wort, Ton, Schrift oder Bild in den Wahllokalen oder davor ist am Wahltag verboten

  8. Das Bundeswahlgesetz gilt aber eben nur für Wahlen auf Bundesebene.
    Der entsprechenden Hamburger Verfahrensanweisung entnehme ich anderes: Unmittelbar vor Kirchen, Friedhöfen, Fachbehörden, Bezirks- und Ortsämter sowie Polizeidienststellen ist Werbung verboten — mit Ausnahme der Wahllokale am Wahltag. Demnach wären Plakate von Wahllokalen ausdrücklich erlaubt. Als Vorwahlzeit gilt laut Merkblatt die Zeit bis einschließlich Sonntag 18 Uhr. Ein Verbot von Infoständen am Wahltag finde ich ebensowenig.

  9. Ronald B. Chilli-Chil Baeng Baeng telefonspammt Hamburger Blogger. [1] [2] [3] [4] [5]

  10. Ist eh nur Haarspalterei…
    Im Bürgerschaftswahlgesetz steht der gleiche Satz nur fehlt das „davor“.

    Plakatwerbung „in und an dem Gebäude, in dem sich der Wahlraum befindet sowie unmittelbar vor dem Zugang zu dem Gebäude“.