„Aus Respekt vor dem Amt…“

Nico —  2.03.2004

Wie häufig hört man in letzter Zeit, dass es der Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten verböte, im Vorfeld lange Diskussionen über verschiedenste Kandidaten zu führen.

Stattdessen passiert folgendes: Angela Merkel pokert und dabei wird das Amt des Bundespräsidenten verschachert wie auf dem Fischmarkt. Es ist ein absolut unwürdiges Schauspiel, dass sich hier die bundesdeutschen Politiker liefern. Jeder Kandidat wird im Vorfeld schon mal prophylaktisch demontiert, nebenbei werden Stimmen gesammelt und dafür Gesetzespakete versprochen.

„Wieviel Präsident bekomme ich für 3 Zustimmungen im Bundesrat und einmal Entgegenkommen im Vermittlungsausschuß?“

Es geht hier nicht um den obersten Redenhalter des Staates, sondern darum, dass Frau Merkel ihr Haus bestellen will für die Bundestagswahl 2006. Dafür müssen jetzt die Reformen blockiert und die richtigen Leute weggelobt werden, damit dann für sie der Weg frei ist.

One response to „Aus Respekt vor dem Amt…“

  1. Gerade dementiert Frau Merkel, daß sie sich mit Stoiber geeinigt hätte. Gleich dementiert bestimmt noch jemand, daß sich Stoiber und Merkel überhaupt getroffen haben.

    Bundespräsidentenwahl. Ein Oberhaupt fürs Volk? Oder ein fauler Kompromiss? Ich könnte kotzen.