FR-Übernahme: Meinen die wirklich alle, die SPD diktiert dann die Artikel?

Nico —  15.03.2004

Anstatt dass sich die bundesdeutschen Zeitungsleser freuen, dass sich die DDVG um die FR kümmert und somit ein wenig Vielfalt auf dem Zeitungsmarkt erhalten will, gehen alle davon aus, dass die SPD hiermit versucht, die Medien gleichzuschalten.

SPIEGEL: Hat der Kanzler ein gutes Wort eingelegt? Der könnte angesichts seines angespannten Verhältnisses zur Presse eine überregionale Plattform gut gebrauchen.

Wettig-Danielmeier: Die Vorstellung, es gehe der Partei hier um politische Einflussnahme, ist doch absoluter Quatsch. Seit 1958 ist die Politik der Intervention in die Redaktionsarbeit bei SPD-Beteiligungszeitungen aufgegeben worden.

Aber wenn CDU-Bürgermeister mit Bild-Chefs gut können, dann ist das keine Meldung wert.

[via: Presse: „Ein Stück Medienvielfalt“ – Kultur – SPIEGEL ONLINE]

5 responses to FR-Übernahme: Meinen die wirklich alle, die SPD diktiert dann die Artikel?

  1. Ach ich dachte, die FR würde dann nur noch SPD Pressemeldungen drucken.

  2. Aber wenn CDU-Bürgermeister mit Bild-Chefs gut können, dann ist das keine Meldung wert.

    Natürlich nicht, die CDU-Nähe ist doch jedem bekannt, oder?

  3. ja, aber das trägt nicht wirklich zu einer ausgewogeneren berichterstattung bei.

  4. Herr Lumma, ich kann mir Ihre Aufregung unter anderen Vorzeichen bildlich vorstellen! Mit dem Chefredakteur gut zu können oder eine Zeitung mehrheitlich zu besitzen, ist ein ganz annern Schnack.

    Ich würde ja vielleicht eventuell unter Umständen mehr dazu sagen, aber im Gegensatz zur Blogosfear ist mir hier das Eingabefeld einfach zu klein…

  5. Frau Elfe, immer dieses Genöle wegen der Grösse der Kommentarfelder… ich ändere das hier mal, aber nur, wenn Sie dann auch fleissig und satzreich kommentieren.

    Mir ist bislang keine Zeitschrift oder Zeitung bekannt, an der die DDVG Anteile hält und die dadurch zu einem SPD-Organ geworden ist. Es ist zudem immer ein Bestreben der DDVG gewesen, Minderheitsbeteiligungen einzugehen, sicherlich auch wegen der befürchteten Kritik der Einflussnahme.