Neue Linkspartei? Populismus alleine ist auch keine Lösung!

Nico —  17.03.2004

Bei der SPD dominiert die Lethargie, gepaart mit enormen Kommunikationsdefiziten, aber jetzt kommt Leben in die Bude. Nein, die Opposition wird nicht vor sich hergetrieben, es geht auch nicht um neue Konzepte oder gar das Vermitteln einer Vision hinter der Agenda 2010, sondern es geht um den Kampf gegen die Abtrünnigen.

Das drastische Vorgehen der Partei und die ausgesprochenen Parteiausschlussverfahren mögen auf den ersten Blick übertrieben wirken, sind aber letztendlich vorhersehbar gewesen. Eine Partei, die sich nicht wehrt, hat schon verloren. Anstatt sich innerhalb der SPD für eine andere Politik zu engagieren, wird hier die eigene Profilneurose auf Kosten der SPD bedient, dies wird zu Recht Konsequenzen geben.

Bei der angedachten Linkspartei geht es um Populismus pur, das ist nicht links, sondern nur das Bedienen von althergebrachten Ansprüchen. Hier fröhlich alles versprochen, was für ein wohliges Gefühl um die Herzgegend sorgt. Realitätsnähe sieht anders aus.

Die Abweichler sehen sich als Verkörperer der wahren SPD, haben allerdings als bayerische SPD-Politiker noch keinen Blumentopf gewonnen, meinen jetzt aber, ihre grosse Stunde sei gekommen.

Wer wirklich einen Arsch in der Hose hat und etwas bewegen will, der sollte dies in und mit seiner Partei machen. Abspaltungen in der Linken gab es haufenweise, gebracht hat es letztendlich nix, ausser dem Ausleben der eigenen Möchtegernwichtigkeit.