Sasser ist ein Offenbarungseid für Microsoft

Bill Gates Pie FaceEin 18-Jähriger aus Niedersachsen legt weltweit Rechner mit einem kleinen Virus lahm. Wie peinlich ist das bitte für eine Riesenfirma wie Microsnot, die seit Jahren predigt, wie wichtig Sicherheit für sie sei. Was passiert eigentlich, wenn nicht nur 18-Jährige aus Niedersachsen nach Sicherheitslücken gucken, sondern erfahrene Coder mit richtig viel krimineller Energie oder wenigstens extremen finanziellen Bedürfnissen? Tanzen dann Windows-Rechner weltweit den Neustart-Limbo? Passieren dann weltweit Daten-GAUs in Reihe? Die Reaktion von M$ wird sicherlich eine Eröhung der Marketing-Ausgaben sein, irgendwas muss man ja tun.

[via: Yahoo! Nachrichten – 18-Jähriger aus Niedersachsen entwickelte Internet-Wurm „Sasser“]

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4 Antworten auf „Sasser ist ein Offenbarungseid für Microsoft“

  1. Na super heftig :).
    Trotz aller Microsoft Antipathie: aus einem veröffentlichten Patch eine Schadroutine basteln die ungepatchte Systeme befällt ist ja nun wirklich nicht sonderlich schwer.
    Und das in jedem Code Fehler stecken können ist ja nunmal Fakt.

    Ledeglich wie man mit diesen Fehlern und deren Behebung umgeht ist ein Punkt wo Microsoft ans Bein gepinkelt werden kann ;).

  2. also ich finde auch, das gerade sasser nun wirklich ein äußerst schlechtes beispiel ist.
    das versagen ist nicht microsoft anzuhängen, sondern alleine den – scheinbar vielen – unfähigen admins, die nicht in der lage sind innerhalb von zwei wochen einen patch einzuspielen.
    klar, bevor man einen patch auf produktivservern einspielt, muss man erst die verträglichkeit etc. testen, aber dafür sollten zwei wochen nun wirklich reichen.
    und wenn dann die IT nicht in der lage ist, das eigene netz wirksam zu schützen, ist das ein armutszeugniss. ja ich weiss, mit hat man roadwarrior, home-office und leute, die ihren laptop mit heimnehmen, ist das nicht ganz trivial, aber dann stecke ich die halt in eine DMZ und muss sehen, wie ich gefahren rausfiltern kann.
    bei kleinen unternehmen kann ich das ja noch irgendwie verstehen, da fehlt einfach das geld für eine gute IT-abteilung, aber ab dem mittelstand sollte eine einfache kostenrechnung jede geschäftsführung überzeugen.
    aber wahrscheinlich muss wohl echt jemand bösartige würmer schreiben, bis einige leute anfangen aufzuwachen.
    (die generelle problematik mit der patch-geschwindigkeit bei microsoft hab ich mal außen vor gelassen)

  3. Der Schuldige ist gefasst. Ein grandioser Fahndungserfolg von Microsoft-Mitarbeitern, deutschen und amerikanischen Behörden – manche berichten, sogar das FBI sei beteiligt gewesen. Microsoft zahlt den ?Informanten? ein Kopfgeld von $ 250.000. Alle können…

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