Metin Kaplan und kein Ende

Kaum steigen draussen die Temperaturen ein wenig an, bereiten sich die Politiker vpn CDU/CSU auf das Sommertheater vor. Oder aber es herrscht ein Mangel an Themen für den Europawahlkampf. Anders kann man die Hysterie um die Ausweisung Metin Kaplans nicht deuten. Die CDU will ein Gesetz zur Sicherungshaft und stellt auch den Kompromiss beim Zuwanderungsgesetzt schon in Frage, noch bevor hier der Gesetzestext vorliegt.

Ich verstehe die Hysterie nicht. Metin Kaplan, der sog. Kalif von Köln ist nur seit Jahren im Land, warum muss er jetzt unbedingt innerhalb von 5 Minuten nach einem Urteil ausgewiesen werden? Ja, sicher, doofe Panne bei der Observation und so, aber wenn nun mal ein anderes Gericht festlegt, dass Metin Kaplan noch 2 Monate bleiben darf, dann wird dies sicherlich die Republik nicht in ihren Grundfesten erschüttern. Oder gehen die CDU-Strategen im ernst davon aus, dass nach der Ausweisung Kaplans dessen Anhänger von heute auf morgen nette Menschen werden, die nichts als Frohsinn und westliche Werte im Kopf haben? „Also ich hör mir jetzt immer den Sultan von Saarbrücken an, der ist nicht so krass drauf wie der Kalif von Köln, der erzählt immer was von Toleranz und Nächstenliebe.“ – „Echt? Klingt gut. Ich finde, der Kalif von Köln sollte sich eh mal mässigen, war schon länger unzufrieden, dieser Hass führt ja auch zu nix.“ Wenn man die CDU/CSU so hört, dann muss man annehmen, Deutschland sei überlaufen von Hasspredigern und El Quaida Schläfern.

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3 Antworten auf „Metin Kaplan und kein Ende“

  1. Lustig auch, daß die Presse immer vom „Katz und Maus Spiel“ Kaplans spricht. Alle Meldeauflagen hat er bisher erfüllt. Wenn hier jemand Katz und Mauch spielt, sind es wohl die Behörden.

  2. Steht „Hassprediger“ eigentlich im Duden? Meine das Wort erst vor ein paar Wochen das erste Mal gehört zu haben. Wie schnell sowas doch Einzug in den allgemeinen Wortschatz aufgenommen wird…

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