Anti-Patriot

Dank Herrn Ramsauer habe ich heute ein neues Wort mitsamt Definition gelernt: Anti-Patriot.

Der parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, hatte Schröder vorgeworfen, er besuche in der Normandie keinen deutschen Soldatenfriedhof. Ramsauer sagte der „Bild“-Zeitung: „Wenn er an einem deutschen Soldatenfriedhof vorbeigeht, ohne einen Kranz niederzulegen, ist er für mich ein Anti-Patriot. Sein Vorgehen ist eine Beleidigung für die vielen Bundeswehrsoldaten, die diese Gräber pflegen, und für alle deutschen Kriegerwitwen.“[T-Online – Nachrichten]

Die Geste, einen Soldatenfriedhof zu besuchen und dort den Toten von acht Nationen, darunter auch 800 Deutschen, zu gedenken, halte ich für weitaus grösser als den Besuch eines Friedhofs deutscher Soldaten. Man kann über den Sinn und Zweck von Besuchen auf Soldatenfriedhöfen sicherlich streiten, aber hier täten die Konservativen gut daran, einfach mal ihre Schnauze zu halten. Schröder macht deutlich, dass die Nachkriegszeit endgültig vorbei ist und dass es gilt, die Zukunft gemeinsam zu gestalten, und das ist gut so.

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