vim regelt.

Nico —  4.06.2004

Es soll ja Leute geben, die nicht mit einem vernünftigen Editor umgehen können. Auf vi, vielmehr vim (vi improved) lasse ich nichts kommen. Der Editor ist überall installiert (jedenfalls auf ordentlichen *nix-Systemen) und kann alles, was das Herz begehrt, man muss sich nur ein paar Shortcuts merken und schon geht’s rund. Die Dokumentation ist allerdings sehr umfangreich und mit einer angepassten .vimrc macht das Editieren gleich doppelt viel Freude.

Hier ist alles, was ich ohne den Blick auf den vi-Becher kann:
esc: wechselt in den normalen Modus. Es wird zwischen dem Eingabemodus und dem normalen Modus unterschieden. Manchmal muss man auch zweimal esc drücken, bevor der Modus gewechselt wird.

i: Texteingabe am Cursor
I: Texteingabe am Zeilenanfang
a: Texteingabe hinter dem Cursor
o: Texteingabe in einer neuen Zeile unterhalb des Cursors
O: Texteingabe in einer neuen Zeile oberhalb des Cursors
yy: eine Zeile kopieren
dd: eine Zeile ausschneiden
dw: ein Wort ausschneiden
yw: ein Wort kopieren
p: einfügen unterhalb des Cursors
P: einfügen oberhalb des Cursors
v: highlighten
V. Zeilenweise highlighten
ctrl-v: blockweise highlighten
gg: zum Anfang des Dokumentes hüpfen
G: zum Ende des Dokumentes hüpfen
$: zum Zeilenende hüpfen
ctrl-F: Eine Seite vorwärts blättern
ctrl-D: Eine Seite zurück blättern
1,$s/bla/fasel/g: von Zeile 1 bis zum Ende des Dokuments alle Vorkommnisse von bla durch fasel ersetzen, auch mehrfach pro Zeile (dafür das g)
/bla: nach bla suchen
?bla: nach bla suchen, aber rückwärts
:sp dateiname.txt: screen wird gesplittet und neue datei geöffnet
ctrl-w: wechseln der splitscreen

und jetzt der besondere Kick für all diejenigen, die ihr Shell-Fenster beenden, weil sie nicht wissen, wie man vi beendet:

esc drücken, dann :q!

damit kommt man raus und speichert nicht ab.

mit esc und :wq speichert man ab und beendet dann vi.

War das jetzt soo schwer?

19 responses to vim regelt.

  1. woher kennst denn du meine besondere art vi zu beenden? ;-)

  2. Ich komme mit den SplitScreens immer durcheinander und kann mir nicht merken wie ich wechsle und neue aufmache, und mein Spickzetteln wo alles drauf steht ist immer da wo ich nicht bin.

    Achja, ZZ als Ersatz für :wq

  3. Na gut, dann schmeissen wir den vi-Becher weg bzw. überlassen ihn den Kaffetrinkern aus dem Verkauf, setzt Du Dich dann auf meinen Schreibtisch an die gleiche Stelle?

    Wo wir schonmal dabei sind, erklär doch mal, wie ich das HTML-Tag-Coloring in vi wieder hinbekomme… hatte ich schon mal vor einigen SuSE-Versionen, ist mir aber irgendwie abhanden gekommen. Grosser Meister ;)

  4. Ich würde sagen: Respekt ! Fragt sich nur, warum Du sein Klicki-Bunti-Maus-Betriebssystem verwendest ? Oder bloggst Du morgen „HOW-TO use MacOS X without a mouse“ ?! :-)

  5. @couchie: ich suche mal nach meiner vimrc, die das konnte…

    @arnim: weil im gegensatz zu anderen systemen die GUI von Mac OS X einheitlich ist und nicht jedes Programm irgendeine andere Benutzerführung hat.

  6. Im Lummaland hat Nico beschrieben, wie man vim benutzt. Dazu fällt mir mein Lieblingseditor joe ein. Ohne den geht bei mir in Sachen Linux fast garnichts. Mit vi(m) komme ich zwar notfalls klar, aber warm sind wir beiden nie geworden.

    Und weil ich bei …

  7. Also wenn wir eine Editor Schlacht starten wollen, bitte, mach ich mit.

    Ich benutze den vi. Er ist überall auf jedem Unix installiert und funktioniert, da er ohne Cursortasten auskommt mit jedem Terminal. Das war das gute am vi.

  8. vi wird sich sowieso nicht durchsetzen! Wahre Männer benutzen „ed“. ;-)

  9. nee, cat und ctrl-d :)

  10. Ach ja, anstatt 1,$s/foo/bar/g geht auch %s/foo/bar/g … und wieder ein Zeichen gespart ;).

  11. und schon hat dieses blog wieder seinen bildungsauftrag erfüllt und alle haben etwas gelernt. :)

  12. Äh, hat schonmal jemand rausgefunden, was :x macht?

  13. @ Nico: Danke für die .vimrc, „works like a charme“! :)

  14. @Stefan :x ist wie :wq, nur in einem Schritt ;)

  15. Das vi überall installiert ist ist ja das schlimme! Da installiert man nach nem jahr wiedermal irgendeinen Unix rechner und prompt sitzt man wieder vor vi, man geht aus irgendeinem grund nicht und einen anderen rechner zum surfen hat man nicht. So, was jetzt. Das ist schrecklich. Wenn’s da wenigstens eine Liste der einfachsten kommandos am unteren rand geben würde oder so.

    Und nein :wq! geht nicht immer oder auch :q! , das ist ja das schreckliche. Schrecklich, schrecklich, schrecklich.

    Aber danke für die Help liste. Hab das jetzt mal gelernt, aber in einem jahr wenn ich vielleicht wiedermal nen rechner installiere, bestimmt vergessen ;)

  16. evtl. musst du 2mal auf escape druecken, bevor Du in den normalen Modus kommst. dann wird :q! aber 100% gehen.

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