Michael

KackstadtQualle und die eBay-Kunden

aus diesem Blickwinkel habe ich das noch gar nicht betrachtet:

Jetzt wo Karstadt und große Teile des Einzelhandels den Bach runtergehen, wo soll man da die Dinge, die man online ersteigern oder erwerben will, aus- bzw. anprobieren. Eine echte Gemeinheit, dass die so viele Filialen schließen wollen.

Vielleicht kann man ja eBay in das staatliche Notprogramm miteinbeziehen.

[via: Kleines Problem für Ebayer [ad hoc]]

“Besser Karstadt – karstadt.de” ?

Zentral auf der Hauptstrasse Mölln liegt das örtliche Karstadt-Haus, das in den letzten Jahren aussieht wie das Karstadt-Stammhaus in Wismar im Jahr 1990. Aber das Haus wird nun geschlossen, Texte wie dieser werden Vergangenheit.

KARSTADT Mölln

Herzlich Willkomen in der Till Eulenspiegel Stadt Mölln.

Gehen Sie gerne in einer persönlichen Atmosphäre stilvoll einkaufen?
Dann laden wir Sie herzlich in unsere beiden Karstadt Häuser in Möllns Zentrum ein.Wir bieten Ihnen qualitative Vielfalt und einen besonderen Gardinen Service in unserem Haupthaus.Unser Reisebüro und hochwertige Marken finden Sie in unserem Sporthaus, welches übrigens das größte im Herzogtum Lauenburg ist.In unserem Restaurant verwöhnen wir Sie nicht nur mit einem einzigartigen Ausblick auf Möllns Seen und Wälder.
Nach Ihrem Einkaufsbummel sollten Sie sich auf die Spuren Till Eulenspiegels begeben, die Sie an kulturellen und historischen Schauplätzen vorbeiführen.Und holen Sie sich Glück bei unserem Tillbrunnen auf dem Marktplatz.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Die Karstadt-Mölln Mitarbeiter

Das Karstadt-Haus ist zwar schon länger nicht mehr der Dreh- und Angelpunkt der Stadt, aber wenn dieses Haus ebenfalls wie geplant geschlossen oder verkauft werden soll, dann wird sicherlich der Leerstand in der Innenstadt von Mölln noch zunehmen. Sicherlich nicht zur Freude der Einwohner und der Touristen. Verödung der Innenstadt kann man dann live beobachten.

FDP fordert den starken Staat

Auf der Homepage von Rainer Brüderle steht unter dem Motto “Unverbesserlicher Optimist” geschrieben:

Die FDP steht für wirksamen Wettbewerb. Denn nur Wettbewerb garantiert preisgünstige und bestmögliche Produkte und Dienstleistungen und schafft Arbeitsplätze. Deshalb muss der Wettbewerb geschützt und gefördert werden. Fairer Wettbewerb funktioniert aber nur dann, wenn der Staat klare Spielregeln erlässt. Eine solche Ordnungspolitik hilft uns mehr, als 1000 Förderprogramme. Daher trete ich als Wirtschaftspolitiker für eine konsequente Liberalisierung aller Märkte ein.

Das steht im krassen Gegensatz zu der Forderung von gestern, wegen der Krise von KackstadtQualle müsse nun die Regierung handeln:

“Der Bundeskanzler muss die Lage im Einzelhandel zur Chefsache machen. Wir brauchen sofort ein Notpaket für die gesamte Branche.”

Klar, erst möglichst viele Freiheiten für die Unternehmen, gerne auch zu Lasten der Arbeitnehmer, aber wenn dann eine Firma wegen schlechtem Management in eine Schieflage gerät, dann darf der Staat einspringen. Ich denke mal, Rainer Brüderle sollte als Motto lieber “Unverbesserlicher Opportunist” wählen, da er seine Wirtschaftslieberalität je nach Lage der Dinge neu definiert.