Jugendliche nutzen RSS anders

A culture of feeds: syndication and youth culture geht auf die unterschiedliche Nutzung von RSS Feeds ein und sieht vor allem, dass derzeit die Tools an den Bedürfnissen vieler User vorbeigehen.

LJ Friends Feeds look a lot more like IM than email, unlike most feed readers. Posts are just aggregated in a reverse-chronological ordering and you page through the various posts. There are no checkboxes, no little red numbers that tell you you didn’t read everything. You can easily scan. Unlike their adult counterparts who seem to add and never delete, youth talk about removing people from their LJ friends list if they’re annoying, if they don’t talk much anymore, etc. Because of the overhead of reading LJ friends‘ lists, there is a desire to only retain those who are of actual interest. Youth are not grabbing institutional feeds; they’re not reading name-brand journalists just for show; things like Kottke and Boing Boing mean nothing to them. The only strangers they seek are those of genuine interest, those who are like them. Youth use LJ/Xanga like they use IM – to keep in constant touch with their intimate community.

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The future of syndication that folks at Web2.0 are professing is really structured around information organization and access. It’s about people who are addicted to content, people who want to be peripherally aware of some discussions that are happening. It is not about people who use these tools to maintain an always-on intimate community. There is a huge cultural divide occurring between generations, even as they use the same tools. Yet, i fear that many of the toolmakers aren’t aware of this usage divide and they’re only accounting for one segment of the population.

Für mich ist LiveJournal sowieso ein Phänomen, aber die Nutzung der RSS Feeds nur um den Stand der Dinge im Freundeskreis abzuklappern wäre mir nie in den Sinn gekommen. Wenn viele User RSS wirklich so nutzen, dann sind in der Tat viele Tools komplett an einem grossen User-Segment vorbei entwickelt worden. Letztendlich würde das aber auch bedeuten, dass für viele User der Community-Apekt bei Weblogs eine viel grössere Rolle spielt und die Aussenwirkung eines Weblogs eher vernachlässigt wird.

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4 Antworten auf „Jugendliche nutzen RSS anders“

  1. Als 16-jähriger Schüler kenne ich keinen in meinem Freundeskreis der in irgendeiner Form RSS-Feeds abonniert hat. ICQ ist derzeit wichtigstes Kommunikationsmittel.

  2. Dass der Community-Aspekt wichtig ist, sieht man auch daran, dass selbst die alten Hasen irgendwann ein Gemeinschaftsblog aufmachen. Ist halt cooler mit so ein paar Leuten um sich rum.

  3. Was heißt Jugendlich? Ich bin 24 und lese fast keine Blogs/Journals von ‚öffentlichen Personen‘ (abgesehen von wilwheaton.com, den ich als RSS auf meiner friendslist habe :)).
    Ich nutze meine Friendslist zu 80%, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, um zu sehen, wie es ihnen geht. Ich nutze mein Journal, um Freunde zu informieren, wie es in meinem (Privat)Leben derzeit läuft.
    Und so nutzt ein Großteil der LJ-User Livejournal. Und die sind nicht alle jugendlich, ich z.B. habe viele Leute/Freunde auf meiner Liste, die auch gut und gerne 10 Jahre älter sind als ich.
    Viele Leute habe ich über LJ erst kennen gelernt, einige habe ich dort hingebracht… mit vielen hätte ich ohne LJ wirklich keinen Kontakt mehr, was ich schade fände. Ich ’schaff‘ es nicht mal, regelmäßig weblogs zu lesen, zu denen ich ‚einzeln‘ hingehen muss.

    Ja, ich bin ein LJ-Junkie und das seit über 3,5 Jahren :) Und ich glaube, das wird auch noch lange so bleiben.

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