Arroganz oder Minderwertigkeitskomplex?

Nico —  17.12.2004

Bei Kerner wird gerade nett gekocht, neben Johann Lafers, Tim Mälzer und Ralf Zacherl sind auch die beiden ungelernten Köche Sarah Wiener und Rainer Sass dabei. Ich weiss nicht, woran es liegt, aber die beiden müssen sich in einer Tour in den Vordergrund spielen und zeigen, wie toll und wichtig sie sind.

Tim Mälzer macht aus Gründen der Bequemlichkeit das Kartoffelpüree aus der Tüte. Sass und Wiener nölen rum, dass man so etwas nicht machen könne, und kriegen sich gar nicht wieder ein. Zacherl und Lafers halten sich raus, Mälzer sagt, er peppt es auf, dann ginge das auch.

Immer wieder wird rumgenölt, das Püree sei dem Menü nicht gewachsen, das ginge nicht. Sass und Wiener stellen sich immer wieder in den Vordergrund. Aber das leckere Essen kochen die anderen, ohne zu nerven.

Liegt es an der fehlenden Ausbildung zum Koch, weswegen die beiden sich ständig wichtig machen müssen? Sass gucke ich eh selten, aber jetzt gar nicht mehr. Sehr unangenehmer Auftritt, das sagt auch meine Frau, die bei sich kein metoo-Posting machen wollte und grummelnd weiterstrickt.

Die Kerner-Sendung war ansonsten sehr unterhaltsam, wie auch schon gestern mit den Köchen.

4 responses to Arroganz oder Minderwertigkeitskomplex?

  1. Ich guck eh wenn überhaupt nue Mälzer, was hilft mir das perfekte Kartoffelpüree, wenn ich ein Mälzer-Essen sogar ind er Woche komplett hinkriege, wenn ich erst spät vond er Arbeit komme? und bisher hat alles geklappt, wenn´s schmeckt ist doch ok und ausserdem haben ja in mehreren tests auch schon restaurant-tester die „Tütentomatensuppe aufgepeppt“ nicht als solche erkannt.
    Bei Köchen geht´s aber immer sehr um die Ehre und den alleinherrschaftsanspruch, glaube ich.

  2. Tim Mälzer ist mir deshalb sympathisch, weil er daran denk, dass der „normale“ Mensch selten Zeit hat, um aufwendig zu kochen. Essen muss lecker sein und nicht aufwendig.

    Für die beiden anderen besteht Kochen wahrscheinlich meistens aus Auswählen aus der Speisekarte irgendeines In Restaurant. Wobei sich „In“ meist mehr über den Preis als über die Qualität definiert. Wenn die dann noch wüssten, was in der Küche des „In“ Restaurant so alle an Fertigzeugs verwendet wird…

  3. Ich habe das nicht gesehen, aber bei Kartoffelpüree bin ich empfindlich. Ich vermute, ich hätte mich auch nicht eingekriegt.

  4. Wenn schon Kochen, dann nicht diesen künstlichen Mist. Als wäre selber Kartoffelstock zu machen eine Kunst und würde Ewigkeiten dauern.