21. Dezember 2004

Chefredakteure und Blogs – unterschiedliche Herangehensweisen

Wir alle erinnern uns an die warmen Worte zum Thema Weblogs vom SpOn-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron:

Aber so revolutionär sind sie in vielen Dingen dann auch nicht. Seit es das Internet gibt, gibt es auch interessante Autoren, die mit ihren Homepages im Netz sind; es gibt Kolumnen oder Tagebücher, die vom üblichen Stil etwa einer Tageszeitung abweichen. Aber heutzutage muss eben alles Blog heißen. Dazu kommt, dass 99 Prozent der Blogs einfach nur Müll oder zumindest journalistisch einfach nicht relevant sind. Es handelt sich um eine interessante Entwicklung, die aber den Journalismus nicht grundsätzlich verändern wird.

Heute morgen gab es dann eine ganz andere Reaktion auf Weblogs. Eine Mail von der Wirtschaftswoche mit dem Hinweis: “Der Chefredakteur will bloggen, können Sie das heute noch einrichten?” Wir können, und der Chefredakteur der Wirtschaftswoche bloggt nun auch: Standpunkt… – der erste Artikel lautet Nietzsche ist tot. Herzlich Willkommen!

Ähnliche Artikel:

  1. M$ und die Blogs Lange vermutet, oft spekuliert, nun wird es offiziell: M$ gibt Gas in Sachen Weblogs und...
  2. Nachlese FIWM Veranstaltung zu Blogs und Business Gestern abend war die Veranstaltung des FIWM zum Thema “Business Weblogs: Wie sehen die Geschäftsmodelle...
  3. 30.001 Blogs Blogstats.de hat gerade die magische Zahl von 30.000 Weblogs überschritten. Noch im April 2003 zählten...

Post comment as twitter logo facebook logo
Sort: Newest | Oldest

ich tippe mal auf urlaub...

Nachdem es fuer den ersten Eintrag so schnell gehen musste ist es jetzt aber ganz schoen ruhig geworden. Seit dem ersten Eintrag ist ausser einer angeregten Diskussion in den Kommentaren ... rein gar nichts mehr passiert.

Hat er schon wieder die Lust am Bloggen verloren?

A new, worthwile mentioning blog adorns the german landscape: that of nobody less than (respected business weekly) Wirtschaftswoche's editor-in-chief, Stefan Baron. His first post packs an intellectual punch, including notions of "Nietzsche is dead" a...

Nico Lumma: Chefredakteure und Blogs unterschiedliche Herangehensweisen. Der
Chefredakteur der Wirtschaftswoche hat einen Standpunkt... passend zum Fest auch einen
Religi u00c3u00b6 sen. Schwere Kost f u00c3u00bc r einen strenggl u00c3u00a4 ubigen Atheisten wie mich. Dennoch: weofi...

Hmm, interessantes erster Artikel von Herrn Baron, kommt mir nur irgendwie seltsam bekannt vor... Ach ja, richtig: das ist das Editorial aus der Wirtschaftswoche vom 16. Dezember...

Copy & Paste sind manchmal schon echt praktisch, oder ? ;-)

Markus, da gebe ich dir grundsu00c3u00a4tzlich recht. Nicht jeder wird mit dem Format zurechtkommen, aber das macht auch nichts, es gibt ja genu00c3u00bcgend andereFormate, die genutztwerden ku00c3u00b6nnen. Ein Blogzwang besteht noch nicht. :)

das journalisten und ihre chef-redakteure das weblog als ausdrucksform fu00c3u00bcr sich entdecken, ist grundsu00c3u00a4tzlich erfreulich. wir wollen mal hoffen, dass auch dieser chefredakteur im laufe der praxis entdeckt, dass die genuine anwendungsform eines weblogs nicht die zweitauswertung von bereits gedruckten kolumnen des eigenen blu00c3u00a4ttchens ist.

die anderen kollegen aus der selben redaktion sind da teilweise schon mit gutem beispiel voran gegangen ... obwohl auch dort die frequenz arg nachgelassen hat. ich denke, vielleicht auch ein zeichen dafu00c3u00bcr, dass weblogs nicht fu00c3u00bcr jedermann eine geeignete ausdrucksform sind - auch nicht fu00c3u00bcr jeden journalisten.

Die Verlagsbranche entdeckt die Blogosphu00c3u00a4re: Stefan Baron ist Chefredakteur der WirtschaftsWoche und hat heute ein eigenes Blog auf Blogg.de gestartet: Standpunkt. Weitere Redakteure von der Wirtschaftswoche waren schneller und bloggen bereits seit ein...

Also da spinn ich mir doch einmal eine Verschwu00c3u00b6rungstheorie zurecht.

Die Bildzeitung betu00c3u00a4tigt sich seit neuestem als Bibelverleger.

Dieser Blog wird trotz Co-Autorenschaft von der (Online-)Zeit empfohlen.

Die Wirtschaftswoche harrt via blogg.de und Chefredakteuer einer religiu00c3u00b6sen Erneuerung Europas, ich nehme an man braucht zur Disziplinierung der Arbeitnehmer jetzt auch wieder die Schrecken der Religion..

Die Presse ist wohl schon voll dabei und jetzt folgen die Blogs.

Herr Busch und der Papst regieren und wie.

lol

mikel