Vorm Pfiff in den Puff

Nico —  20.02.2005

Robert Hoyzer hat laut einem Bericht des Spiegels ausgesagt, dass Fußballvereine vor Spielen die Schiedsrichter zu Bordellbesuchen eingeladen haben:

Demnach sei es bis vor zwei Jahren der Normalfall gewesen, dass sich Schiedsrichter vor Fußballspielen von den Schiedsrichter-Betreuern der Vereine in Bordelle einladen ließen, berichtete „Der Spiegel“ am Samstag vorab. Konkret habe Hoyzer den Ermittlern das Regionalliga-Spiel zwischen dem FC Sachsen Leipzig und Erzgebirge Aue im Oktober 2000 genannt. Am Abend vor dem Anpfiff hätten sich zwei der angesetzten Referees und Hoyzer von einem Vereinsbetreuer zunächst in eine Table-Dance-Bar und dann in ein Bordell einladen lassen. Dort habe jeder von dem Betreuer 150 Mark bekommen, um sich zu vergnügen. Hoyzer sei für das Spiel aber nicht nominiert und nur privat in Leipzig gewesen. Dem Magazin zufolge hat Hoyzer umfangreiches Wissen über ähnliche Einladungen angedeutet. Das seien jedoch so viele, dass sie ihm nicht alle präsent seien, habe er in seiner Vernehmung gesagt. [Reuters]

Die Reaktionen stelle ich mir wie folgt vor: Entrüstung bei Schiedsrichters zu Hause. Die einen, weil sie nie eingeladen wurden, die anderen, weil die Ehefrauen sich schon immer gewundert haben, warum Männe so entspannt nach Hause kam.

Der Schiedsrichter-Skandal wird immer skuriler. Wenn alles gut geht, dann kommt heraus, dass MV nur deswegen seit Jahrzehnten in hohen Ämtern ist, weil er ähnlich wie J. Edgar Hoover über alle anderen Bescheid wusste und Beweise hatte.

One response to Vorm Pfiff in den Puff

  1. Ob MV auch ein heimlicher Transvestit ist?