Das ist doch mal eine Pressemitteilung, wie man sich sie wünscht.
Bereits in den ersten Monaten diesen Jahres haben diverse Kündigungen von Mitarbeitern aufgrund von unerwünschter Blogging-Aktivitäten am Arbeitsplatz für Aufsehen gesorgt. Sensible Informationen, die auf diesem Wege verbreitet werden, tragen den betroffenen Unternehmen nicht selten einen gefährlichen Imageschaden zu.
Erst wird ein Spannungsbogen aufgebaut. Dann mit Statistikdaten unterfüttert:
Die von Clearswift veröffentlichten Ergebnisse der aktuelle Studie ?Email-Nutzung am Arbeitsplatz? ergaben, dass ein Anteil von 40 Prozent der Beschäftigten mit Internetzugang täglich über eine Stunde mit der privaten Nutzung unternehmenseigener Email- und Webressourcen verbringt. Vor diesem Hintergrund bergen insbesondere die immer beliebter werdenden Weblogs ernstzunehmende Risiken für Unternehmen. Unzufriedene, nachlässige oder sogar feindlich gesinnte Mitarbeiter können ihre Meinungen sowie vertrauliche Unternehmensinformationen über diesen neuen Kommunikationsweg nahezu unkontrolliert verbreiten. Der Verlust produktiver Arbeitszeit, die Weitergabe vertraulicher Informationen und Rufschädigung sind die häufigsten Folgen solcher Weblog-Postings, die bewusst oder unbewusst gegen die Interessen des Unternehmens verstoßen.
Danach wird der Fall Mark Jen und Google angeschnitten und sogleich ein Experte aus dem eigenen Haus angeführt:
?Die aktuellen Kündigungsfälle haben gezeigt, dass zwischen dem Recht auf freie Meinungsäußerung und dem Recht auf die Wahrung von Unternehmensinteressen ein Spannungsbogen existiert?, kommentiert Michael Scheffler, Regional Manager Central and Eastern Europe bei Clearswift. ?Blogging ist ein einfacher Weg für die Verbreitung von Meinungen und Daten, mit der man schnell viele Internet-Nutzer erreichen kann. Die weitergegebenen, teilweise sensiblen Unternehmensinformationen werden bei den Lesern solcher Blogs jedoch schnell als allgemein gültig eingestuft und repräsentieren nicht mehr das, was sie eigentlich sind: die persönliches Meinung ihres Verfassers,? ergänzt Scheffler.
Die präsentierte Lösung schliesslich ist das Blocken von Weblogs oder das Sperren der Posting-Funktionalität im Unternehmensnetzwerk.
Wenn man Clearswift glauben schenken will, dann ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis es Massenentlassungen wegen Bloggens geben wird. Es sei denn, man setzt Lösungen aus dem Hause Clearswift ein, oder sperrt seinen Mitarbeitern gleich den Internetzugang. FUD ist prima, vor allem wenn man auch gleich das passende Produkt für die Wahrung der Firmengeheimnisse hat.
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