WLAN on Rails

Heiko berichtet enthusiastisch vom Railnet, einem Jointventure der Bahn und T-Mobile, das am 11. März verkündet und dann für WLAN im ICE sorgen soll. Das klingt gut, auf den Preis bin ich gespannt.

Ich fahre wenig Bahn und wenn, dann von Hamburg nach Berlin. Sobald ich die ehemalige Grenze passiere, kann ich das mit dem Telefonieren komplett vergessen und beginne alle meine Anrufe mit „ich bin gleich weg!“, was ein „mach es kurz, Keule!“ impliziert. Ich kann noch nicht mal meinen Kollegen per SMS auf die Nerven gehen, von Email ganz zu schweigen. Wenn ich jetzt WLAN habe, wie weit komme ich dann? Kann ich dann in einem grossen WLAN gucken, wer alles wunderbare Windows-Freigaben hat, oder komme ich gar bis in dieses sagenumwobene Internetzwerk von dem alle reden?

Ich kann noch nicht mal in der Hamburger U-Bahn telefonieren, da glaube ich nicht, dass die beiden Zukunftsunternehmen Bahn und T-Mobile WLAN in einem fahrenden Schnellzug so hinbekommen, dass man es nutzen kann.

Aber ich lasse mich gerne überraschen, und wenn ich als interessanten Nebeneffekt künftig im ICE nach Berlin telefonieren kann, dann wäre ich zufrieden.

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7 Antworten auf „WLAN on Rails“

  1. Also in manchen Flugzeugen der Lufthansa hat man auch schon WLAN und auch an manchen Flughäfen. Kostet aber leider was. In manchen Flughäfen, die kein kostenloses WLAN anbieten (funktioniert gut!!!) der USA hat auch die telekom ihr WLAN. Ansonsten sollte man wohl lieber VPN nutzen

  2. Ich mutmaße mal, dass die das Netz selber aus der Oberleitung ziehen, eine Funkverbindung zum Zug halte ich für zu urealistisch die Unternehmen dafür zu inkompetent.
    Auf der Fahrt von Düsseldorf nach Wuppertal gibt es mindestens 3 Löcher in der Funkverbindung, von UMTS ganz zu schweigen.
    Und habe ich da gerade gelesen, dass man es als fein empfindet, wenn die Vouchers der Bahnhöfe gelten?
    60 Minuten für 3,95? und ich kann ab dem ersten Login die Uhr nicht mehr anhalten?
    Sich abzocken lassen und Spaß dabei? Seltsame Welt.

  3. Hot Spot Surfen kostet bei der Telekom 13 ¢/min – auch nix für den Normalbürger.

    Haben die nicht auch Festnetztelefon im Zug? Sonst mit den Funklöchern, da kan man das auch cachen, dann merkt man so gut wie nix.

  4. Warum willst du denn eine Glasfaser einziehen? Moduliere doch lieber ein Signal auf. Das funktioniert bei powerline und beim Babyphone schon seit geraumer zeit, warum sollte es für die Oberleitung unmöglich sein?
    Falls realiserbar auff jeden Fall günstiger, als eine Antennen an den Gleisen entlang zu legen und stabiler als jeder anders geartete Funk.

  5. Hrm, einziehen will ich keine Glasfaser. Viel zu viel Bewegung in der Oberleitung ;).

    Das aufmodelieren kam mir auch in den Sinn. Hab es aber wieder verworfen, da dafür meines erachtens zuviel aufwand an den Zügen selber betrieben werden müsste. Besonders die 16 2/3 Hz würden mir Kopfbrechen bescheren ;). Unmöglich ist das bestimmt nicht, nur wirtschaftlich nicht interessant denke ich.

    Ich tippe auf eine Lösung mittels GSM, UMTS oder Wimax (oder das, was mal Wimax werden will).

  6. Ja, über die 16 2/3 Hz bin ich bei dem Gedanken auch etwas gestolpert, glaube aber kaum, dass die tatsächlich hinderlich sind. Einzig die hohe Spannung lässt die Hardware wohl enorm wachsen :)

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