29. März 2005

Werbung auf Weblogs zaghaft?

Fast so schön wie die Diskussion um Weblogs und Journalismus ist die Diskussion um Weblogs und Werbung. Im PRPortal ist jetzt eine aktuelle Einschätzung der Marktlage erschienen:

Die Attraktivität von Weblogs als Werbefläche ist zwar groß, dennoch zögern vor allem die großen Werber ihre Reklame auf den Online-Tagebüchern zu platzieren. Die Zurückhaltung ist auf die Unberechenbarkeit dieses Mediums zurückzuführen, heißt es im Wall Street Journal. Das Interactive Advertising Bureau verfügt kaum über genaue Zahlen wie viel für Webblog-Werbung derzeit ausgegeben wird. Werber, die sich auf Webblogseiten trauen, müssen eine dicke Haut haben, denn die Kommentare können schlagartig ins Negative gehen.

Also, zunächst einmal ist der amerikanische Online-Werbemarkt anders als der deutsche, weshalb man Texte aus dem WSJ nur eingeschränkt auf den Markt in Deutschland oder Österreich (der Markt ist wiederum ganz anders) anwenden kann. Auf Blogg.de findet man genug Werbung, viele sagen: zu viel. Aber das ist nur eine Frage der Betrachtungsweise. Wir profitieren von vielen Netzwerkbuchungen, die dann eben auch auf Blogg.de laufen. Dazu kommen einige direkte Platzierungen auf Blogg.de, wie z.B. GoYellow oder Ebay.

Meine Einschätzung ist folgende: Negative Auswirkungen sind nicht die Befürchtung, sondern leider immer noch Unverständnis bei den Werbetreibenden, was ein Weblog ist und wieso man dort werben sollte. Weblogs bieten sog. User-generierten Content und seit den guten alten Zeiten der Massen-Homepages auf Geocities und Konsorten ist User-generierter Content gleichgesetzt mit Ramsch. Weblogs müssen erst noch bekannter werden, damit realisiert wird, dass man dort Werbung in einem Umfeld schalten kann, das vor allem von Multiplikatoren aufgesucht wird.

Die “Unberechenheit eines Mediums” ist kein wichtiger Grund, viel entscheidener ist die Clickrate und die dahinterliegende Conversionrate. Wenn die stimmt, dann wird auch gebucht und dann ist es völlig egal, wie berechenbar das Medium von den Inhalten her sein mag.

Ganz nebenbei bemerkt wüsste ich auch kein Weblog in Deutschland, dass genügend PageImpressions hätte, für die sich eine Direktbuchung lohnen würde. Insofern ist die Werbung auf Weblogs sicherlich zaghaft, allein schon mangels Masse.

Aber das wird noch. Auch auf diesem Blog und in diesem RSS-Feed, nicht dass mich jemand zaghaft nennt.

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Klar, von einigen wird das alles wieder vu00c3u00b6llig unterschu00c3u00a4tzt und das schlu00c3u00a4gt sich natu00c3u00bcrlich auch auf die Art und Weise nieder...

Das Thema Werbung in Blogs wird aktuell sehr heiu00c3u009f diskutiert. Einige Unternehmen versuchen auf plumpe Art und Weise auf Ihre Produkte aufmerksam zu machen. Das dies nicht so einfach geht, zeigen ju00c3u00bcngst einige Beispiele. Einen Ausfu00c3u00bchrlicheren Kommentar zu "Werbung in Blogs" findet Ihr auch in meinem Blog unter http//ottersbach-online.de.

Ja, das stimmt! Die Leute in den Agenturen haben nicht die geringste Ahnung, was Weblogs sind. Es sind beratungsresistente Kreaturen, die zwanghaft alles aufhu00c3u00bcbschen was aus deren Sicht aufzuhu00c3u00bcbschen ist. In den Staub mit Ihnen!

Nun ja, da hat sich die Situation zum Glu00c3u00bcck ja etwas geu00c3u00a4ndert!

Ein Werbemittel transportiert Werbung zum Verbraucher. Entweder direkt oder mit Hilfe eines Werbetru00c3u00a4gers. Wer es noch genauer wissen mu00c3u00b6chte kann sich die Definition fu00c3u00bcr ein Werbemittel im Wikipedia anschauen. Heutzutage gibt es sehr viele Mu00c3u00b6glichk...

Nachdem das Thema ja aufgrund eines Artikels im PR Portal auf einigen Blogs kursiert, unter anderem dem PR Blogger, bei Martin R

Im PRPortal erschien ku00c3u00bcrzlich ein Artikel u00c3u00bcber den Werbeeinsatz in Weblogs. Es wird zwar bei Anbietern wie BlogAds (Martin Ru00c3u00b6ll ist dort eingestiegen) ein stetiges Wachstum zu verzeichnen, jedoch trauen sich die grou00c3u009fen Werbeagenturen noch nicht so recht a

Im PRPortal erschien ku00c3u00bcrzlich ein Artikel u00c3u00bcber den Werbeeinsatz in Weblogs. Es wird zwar bei Anbietern wie BlogAds (Martin Ru00c3u00b6ll ist dort eingestiegen) ein stetiges Wachstum zu verzeichnen, jedoch trauen sich die grou00c3u009fen Werbeagenturen noch nicht so recht a

Es wird irgendwann Blogs geben, fu00c3u00bcr die man bezahlt um sie mit Vergnu00c3u00bcgen lesen zu du00c3u00bcrfen. Sie werden werbefrei sein.

Es gibt jetzt schon Blogs, die bezahlt sind und werbefrei. Langfristig werden viele kleine Hoster soetwas anbieten. Diese Blogs werden von einer relativ kleinen Klientel mit grou00c3u009fem Vergnu00c3u00bcgen gelesen und gelesen werden.

Es wird zu Recht Blogs geben, die spezielle Produkte oder Dienstleistungen besprechen und auch gleichzeitig verkaufen wollen. Solche Blogs werden von Menschen, die sich gerade fu00c3u00bcr soclhe Dinge interessieren gerne gelesen werden.

Es wird auch allgemein beworbene Blogs geben, fu00c3u00bcr all die Menschen, die auch Vera am Mittag oder Stefan Raab mit Vergnu00c3u00bcgen ansehen. Entsprechend wird der Content sein und die Lust ihn zu bewerben.

Warum soll das bei Blogs anders sein, wie im richtigen Leben? Nur weil das Blogen relativ neu scheint?

Ah, kommt, macht mal halblang. Guckt Euch die Entwicklung beim Fernsehen an....

mikel

Die Nachrichtenagentur pressetext.austria hat heute eine Meldung zum Thema Weblog-Marketing veru00c3u00b6ffentlicht, die eine Einschu00c3u00a4tzung zur Marktlage bietet:

Die Attraktivitu00c3u00a4t von Weblogs als Werbeflu00c3u00a4che ist zwar grou00c3u009f, dennoch zu00c3u00b6gern vor allem die grou00c3u009fen...

zu den Conversionrates kann ich nichts sagen, da diese von den Werbetreibenden erfasst werden.

Die Clickrate liegt gemittelt u00c3u00bcber alle Werbeformen bei 0,2-0,3%, was auf den ersten Blick recht gering aussieht, aber aufgrund der eher generellen Kampagnen doch einen guten Wert darstellt.

Wie sind denn so die Click- und Conversionrates auf Blogg.de-Blogs?

Werbung im Internet wird sich eh nicht durchsetzen.

Nico Lumma von Blogg.de sieht es differenzierter. Das ist vor allem deshalb spannend, weil hinter Blogg.de immerhin ein grou00c3u009fer Onlinevermarkter steht. Nicht nur deshalb sollte er also wissen, worum es geht, wenn er sagt:
Negative Auswirkungen sind nicht ...