Post von Mehdorn

Nico —  1.04.2005

Am 15.3. hatte ich ein eher unerfreuliches Erlebnis mit zwei Mitarbeitern der Deutschen Bahn. Auf meine Beschwerde per Mail kam erst einmal keine Antwort, weswegen ich am 23.3. noch einmal eine Mail an Hartmut.Mehdorn@bahn.de geschrieben hatte.

Heute kam nun die Antwort auf meine Mail an Bahnchef Mehdorn. Per Post. Vom Kundendialog der DB Personenverkehr GmbH.

Mitarbeiterverhalten bei der Deutschen Bahn

Sehr geehrter Herr Lumma,

vielen Dank für Ihr Fax vom 23. März dieses Jahres an Herrn Mehdorn, der uns gebeten hat, Ihnen zu antworten. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach.

Wir sind uns natürlich durchaus bewusst, das die Diskussion zwischen Kundenbetreuer und Fahrgast bei Unstimmigkeiten verbunden mit Fahrgeldforderungen im Zug äußerst schwierig ist und somit meist nicht zur Zufriedenheit beendet wird. Trotzdem können wir dauf die Durchsetzung der Tarifbestimmungen durch unsere Mitarbeiter nicht verzichten. Die Einhaltung der Tarifregeln ermöglicht weiterhin das Angebot kostengünstiger Tarife.

Unter den geschilderten Umständen wäre hier allerdings eine kulante Regelung sicherlich angemessen gewesen. Bedauerlicherweise hat hier unser Mitarbeiter und unsere Mitarbeiterin – auch wenn die geltenden Vorschriften korrekt angewandt wurden – das nötige Fingerspitzengefühl vermissen lassen. Das bedauern wir.

Leider sind wir nicht der richtige Ansprechpartner für Ihren Widerspruch gegen die Fahrpreisnacherhebung. Bitte senden Sie den Einspruch mit der Nennung des 16stelligen Aktenzeichens schriftlich an

DB Personenverkehr GmbH
DB Service Fahrpreisnacherhebung
76518 Baden-Baden

Wir hoffen, dass diese Information Ihnen weiterhilft.

Ihren künftigen Bahnreisen wünschen wir einen angenehmen Verlauf.

Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag

Jennifer Römer
Leiterin Kundendialog

Gut, man kann nicht erwarten, dass eine Abteilung ein Schreiben an eine andere weiterleitet, das werde ich dann gerne unternehmen. Allerdings habe ich auch nach mehr als 2 Wochen noch keine Aufforderung per Post zur Zahlung der Fahrpreisnacherhebung von der Bahn bekommen.

Immerhin scheint es zu funktionieren, Hartmut Mehdorn eine Mail zu schreiben. Irgendjemand bekommt dann den Auftrag, einen Formbrief als Antwort rauszuschicken.

Es beruhigt mich auch etwas, dass wenigstens die Abteilung Kundendialog das Verhalten des Zugchefs und seiner Mitarbeiterin nicht in Ordnung findet.

18 responses to Post von Mehdorn

  1. Das Problem ist nicht das ein Brief von einer an die andere Abteilung weitergeleitet wird, es sind unterschiedliche Unternehmen ;).

    Sollte man mal schauen wie das Geflecht aus den ganzen Gesellschaften unter der AG so verstrickt ist.

    In 3 1/2 Jahren Ausbildng war ich Angestellter bei 5 unterschiedlichen Gesellschaften, meine Ausbilder waren zeitweilig wiederum bei einer anderen Gesellschaft.

    Ursprünglich eingestellt wurde ich für eine andere Gesellschaft in München …

    Die monatlichen Abrechnungen des Lehrlingswohnheim in dem ich wohnte wurde per Kuriertasche durch einen Azubi von Wuppertal nach Köln gefahren. Dafür musste dann eine Sonderfahrkarte erstellt werden.

    Und du erwartest das ein Brief weitergeleitet wird? Meine Güte, welch Verwaltungsakt das generieren würde :-)

  2. die Google AdSense Werbung ist ja köstlich: Ein grafisches Banner mit dem Inhalt „Zeigen Sie enfach Ihre BahnCard … Die Bahn“

    genial

  3. „… auch wenn die geltenden Vorschriften korrekt angewandt wurden …“ – wirklich ok find ich das aber nicht. Wer war denn ursprünglich dafür verantwortlich, dass das Ticket nicht in Ordnung war, die Bahn oder Du?
    Oder, hypothetisch argumentiert: Falls Probleme mit dem Ticket auf einen Fehler bei der Bahn zurückzuführen sind, entspricht es den Vorschriften, den Stammkunden (Bahncard!) wie einen Schwarzfahrer zu behandeln, statt wenigsten den Versuch einer Aufklärung zu unternehmen? Es hat halt nur an Kulanz gefehlt?
    Hm. Vielleicht lag es ja doch mehr an den Vorschriften und nicht (nur) am falschen Schaffner.

  4. ich bitte durchaus, die verbraucher-informationen der bahn entsprechend zu würdigen. :)

  5. ich wollte eben über google die email adresse von herrn mehdorn ausfindig machen und bin auf dieser homepage gelandet.
    ich habe ein riesending mir der bahn erlebt und mir wurde von 2 stellen (einmal schriftlich , einmal mündlich) versichert das ich 46 euro von der bahn wegen eines vergessenen fahrscheines zurück bekomme. jetzt wird mir gesagt,das waren falsche informationen, pech!sie bekommen nichts!hätte ich das damals gewusst, wäre ich allerdings ausgestiegen und nicht bahn gefahren.aber wenn herr mehdorn meine email dann an einen unfähigen bahnmitarbeiter zur bearbeitung gibt ist mir auch nicht geholfen….

  6. Wiedererstarken des Schildbürgertums in Hamburg-Altona. LIDL, die Bahn und die Betreibergruppe um das Ottenser Mercado haben jüngst den umgebauten Altonaer Bahnhof eröffnet. Leider ist ihnen ähnlich schön dilettantisch, wie ihren mittelalterlichen Vo…

  7. Wiedererstarken des Schildbürgertums in Hamburg-Altona. LIDL, die Bahn und die Betreibergruppe um das Ottenser Mercado haben jüngst den umgebauten Altonaer Bahnhof eröffnet. Leider ist ihnen ähnlich schön dilettantisch, wie ihren mittelalterlichen Vo…

  8. Wiedererstarken des Schildbürgertums in Hamburg-Altona. LIDL, die Bahn und die Betreibergruppe um das Ottenser Mercado haben jüngst den umgebauten Altonaer Bahnhof eröffnet. Leider ist ihnen ähnlich schön dilettantisch, wie ihren mittelalterlichen Vo…

  9. Ähh Leute, hat die…

    DB Personenverkehr GmbH
    DB Service Fahrpreisnacherhebung
    76518 Baden-Baden

    …auch eine Straße oder ne Hausnummer?

  10. ich war auch gerade am googlen für die adresse vom mehdorn um ihm eine defftige email zu schicken. ja ich wollte mit meinem wutausbruch direkt zum chef. da bin ich hier auf diese seite gestoßen und fand es richtig spannend die geschichte zu ende zu lesen… ich habe mein beschwerde weggeschickt und angedeutet das sie in der werbung leere versprechungen bieten usw.

    Hartmut.Mehdorn@bahn.de

    dank nico habe ich die e-mail bekommen.

    im übrigen:
    selbst in dem schreiben von Frau römer steht \“kostengünstig\“

    hauptsache der kunde hört diese wort.

  11. Hi, danke…nun konnte ich auch eine Beschwerde an Mehdorn zwecks unfähiger, unfreundlicher Mitarbeiter senden. Ich hoffe, daß ich nun an mein Geld komme. ;-)

  12. hatte gültiges onlineticket und konnte die seit 10 monaten abgelaufene kreditkarte zur legitimation nicht vorlegen. amtl. lichtbildausweis + bahncard50 mit lichtbild sind für die bahn scheints wertlose dokumente…
    zu meiner entlastung ging ich, wie auf der rückseite des formulars zur fahrpreisnacherhebung zum db reisezentrum, um die angelegenheit zu klären. auskunft: \“das können wir hier nicht, da wir kein lesegerät für den onlineticketcode haben. wenden sie sich an hamburg (wieder ne tochtergesellschft) an den online-ticket service.
    habe jetzt an hr. mehdorn und diverse konzerngesellschaften vorab gemailt, montag per einschreiben /rückschein unterlagen in die post.
    jaja, an die börse wollen und die kundenschnittstellen mit chaos und teuren 01805-nr. abfertigen.

  13. Der Herr Mehdorn soll mal von seinem all zu hohen Roß heruntersteigen und seine Leute ordentlich bezahlen. Es kann nicht sein, daß nur einer die Millionen kassiert (aber nicht verdient)und das arbeitende volk wird mit Almosen abgespeist! Aufpassen, Herr Mehdorn, wer hoch steigt fällt auch tief!!!

  14. Der Herr Mehdorn soll mal endlich frei machen siei post ,gesamt mit seiner Personalschefin ,und mit siner
    Verkersminister,So wie so schon zu viel schaden gemacht für Deutschland
    und die steuerzahler.

  15. Hallo,
    ich hatte ebenso großen Ärger mit einem Prüfer.Mittlerweile frägt man sich als Fahrgast von welchen Stellen dieses Personal zusammengekarrt wird.Dies soll nicht überheblich klingen.
    Ich habe sämtlich Infos an WISO weitergeleitet,wo man sich sehr interessiert zeigt.

  16. MarieLuise 13.04.2008 at 12:06

    Wer mit nem falschen Fahrschein in den falschen Zug sdteigt, ist selber schuld. Wer mit oder ohne Fahrschein in ein öffentliches Verkehrsmittel steigt, hat mit dem Schritt über die \“Schwelle\“ die geltenden Tqrife akzeptiert und muss sich nicht wundern, wenn Bahnangestellte, deren Hmdeln tariflich gebunden ist, tariflich nachbessern müssen. Mein Komentar: ganz einfach dumm gelaufen!

  17. Hatte auch gerade Ärger mit denen und hab heute einen Brief bekommen,in dem steht, ich sollte die 40 Euro zahlen aufgrund der \“fairen Gleichbehandlung\“ der anderen Kunden, obwohl ich nur wegen einer Fehlinformation unwissentlich schwarzgefahren bin. Wiso scheint ne gute Idee zu sein. Da wären wir ja zeitgleich dabei. Verbraucherzentrale war auch noch so eine Idee.
    Dabei planen die doch den Börsengang, da sollten die besser negative Reputation vermeiden, aber selbst dazu scheint das Unternehemen zu blöd…

  18. Sehr geehrter Herr Mehdorn,

    leider sehe ich mich gezwungen Ihnen diese Beschwerde-Email zu schreiben.

    Ich musste in den letzten Wochen immer wieder Verspätungen und Enttäuschungen auf meinen Bahnreisen erleben an die ich mich inzwischen teilweise gewöhnt habe oder die durch den Ausfall der ICEs teilweise zu entschuldigen sind. Meine heutigen Erlebnisse sind in meinen Augen allerdings nicht zu entschuldigen und ich würde mich sehr über eine Stellungnahme freuen:

    Das Vorgeschehen:

    Vor meiner Reise von Weimar nach Frankfurt/ Main am Freitag, den 28.11.2008 wollte ich an dem einzigen(!) Automaten im Bahnhof Weimar ein entsprechendes Ticket kaufen. Leider war die von mir geplante Zugfahrt nicht am Automaten zu buchen (laut späterer Aussage des Schaffners „gibt's das öfters mal“). Ich bestieg den Zug ohne Karte und meldete mich beim Schaffner um ein Ticket nachzulösen. Da ich die Tickets am Automaten immer mit EC-Karte bezahle, wollte ich dies auch beim Schaffner tun – nur hatte ich weder Kreditkarte noch ausreichend Bargeld bei mir. Dass die EC-Zahlung beim Schaffner nicht möglich ist, erfuhr ich erst im Zug. Nun musste ich ein Ticket „nachlösen“. Zum Kartenpreis kam eine Gebühr von 40€. Der Schaffner versicherte mir, dass ich nach der Schilderung der Tatsachen bei jedem Reisezentum der DB die „Nachlösung“ ohne die Gebühr von 40€ problemlos durchführen konnte.

    Der Vorfall:

    Heute (Sonntag, 30.11.2008) wollte ich nun die Rückreise Frankfurt/Main nach Weimar antreten und die oben beschriebene Nachlösung durchführen. Ich begab mich hierzu ins Reisezentrum im HBF Frankfurt an dem mich die leider auch übliche Schlange erwartete. Nach der bereits einkalkulierten Wartezeit (mein Zug sollte nach der Wartezeit in über 20 Minuten abfahren!) gelangte ich an Frau Heinze. Ich schilderte dieser Dame den oben beschriebenen Sachverhalt und verwies auf die Worte des Schaffners. Frau Heinze sagte mir, dass eine Nachlösung ohne die Gebühr von 40€ leider nicht möglich sei. Frau Heinze fehlte dabei jegliches Fingerspitzengefühl – leider wie so vielen Angestellten der DB! Ich verwies Frau Heinze mehrfach auf die Aussage des Schaffners, dass ich die Gebühr nicht zahlen müsse. Nachdem ich mir Frau Heinzes Namen notierte (Aussage: „mein Vorname geht sie nichts an!“…) ging ich zum anwesenden Vorgesetzten. Dieser buchte mir ohne eine einzige Nachfrage in wenigen Sekunden das Ticket OHNE Gebühr nach (was ja laut der Aussage von Frau Heinze absolut unmöglich sei). Leider war die Zeit durch die davor geführte Diskussion bereits so fortgeschritten, dass ich mich nicht länger mit dem Vorgesetzten über das Verhalten der Mitarbeiter auseinandersetzen konnte. Trotz großer Beeilung konnte ich meinen Zug nichtmehr erreichen, was wiederum natürlich nicht die direkte Schuld der DB ist. Während meiner anschließenden zweistündigen Wartezeit am Frankfurter Hauptbahnhof ging ich nochmals zu Frau Heinze um sie mit dem Sachverhalt zu konfrontieren. Statt einer Entschuldigung schlug mir ein überaus unhöfliches „na, wenn der (gemeint ist ihr Vorgesetzter) das macht…“ entgegen.

    Dieser Verhalten, also die fehlende Einsicht eines Fehlers und die daraus resultierende fehlende Entschuldigung mit dem offensichtlichen Wissen, dass die beschriebene und gewünschte Buchung doch möglich ist, verärgerten mich zusätzlich sehr.

    Ich würde mich sehr über eine Stellungnahme zu diesem Problem freuen und weiterhin frage ich Sie, wie solche Angestellten für die DB tragbar sind!