27. April 2005

Fünf Päpste

In Paris hat Jochen seine Thesen zur deutschen Blogosphäre erläutert und wurde entsprechend auf Heise.de gewürdigt. Andere, wie z.B. Jörg Kantel gehen auf die Kritik nicht ein, sondern maulen gleich rum, dass Jochen doch bitte erst einmal länger bloggen solle, vielleicht würden seine Thesen dann besser. Bei Moe entsteht gerade eine kleine Diskussion zu dem Thema.

Wenn man sich einmal Jochens Thesen genauer anschaut und dann einen Blick auf die deutsche Blogosphäre wirft, dann sieht man, wie recht er hat. Nehmen wir doch mal das Blog, das gerne in vielen Medien zitiert wird: der Schockwellenreiter. Keine Kommentare, keine Trackbacks, selten Links zu Fundstellen sondern nur Links zu den Blogs, dazu sind kaum wirkliche Artikel zu finden sondern nur kurz kommentierte Fundstücke aus dem Netz. Impact? Nahe Null. Jetzt stellen wir dem mal DailyKos gegenüber, oder Robert Scoble, oder Instapundit, oder oder oder, dann wird deutlich, was Jochen meinte. Es gibt zwar eine Handvoll viel gelesener Blogs in Deutschland und darunter sind auch etliche, die ich gerne jeden Tag lese, aber es gibt kein einziges Blog, dass täglich wieder eine Diskussion entfacht und als Konversationstool genutzt wird. Kein deutsches Weblog hat eine Masse an Lesern. Ich nehme mich da durchaus nicht aus, auch hier findet selten eine Auseinandersetzung mit meinen Texten statt, sondern eher mit der Darbietung aktueller Döner-Fotos.

Anhand der Auseinandersetzung mit den Thesen von Jochen wird allerdings auch deutlich, was er mit mangelnder Diskussionskultur meinte. Erstmal dagegen sein und mangelnde Erfahrung mit Weblogs vorhalten, anstatt sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Die Blogosphäre, dieses komische Gebilde, von dem niemand genau weiss, was es ist, kommt nicht umhin, sich alle naslang wieder neu zu definieren, weil glücklicherweise immer wieder neue Impulse von innen und aussen dazu kommen. Blogs sind ein Konversationstool für jeden, aber gerade eine massenhafte Nutzung machen sie so interessant. Das hat nichts mit dem “Drängen in Richtung Mainstream” zu tun, sondern mit der Idee, dass viele Blogs auch viele interessante Meinungen und Kommentare hervorbringen werden, die mehr Vielfalt bieten als die derzeitige Medienlandschaft. Ich sehe hier ein enormes kreatives Potential, das über Blogs abgerufen werden kann.

Ich jedenfalls teile Jochens Einschätzung, dass zum einen in Deutschland an einem Grossereignis fehlt, das in den Blogs entsprechend thematisiert wird und dazu führt, dass sich mehr Leute in ihren Blogs mit dem Thema auseinandersetzen, zum anderen aber auch erst Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens Bloggen wirklich populär machen werden. Das Schöne an Jochens Thesen ist ja, dass sie überspitzt formuliert wurden, so dass man sich daran reiben kann. Mir jedenfalls würden 5 Päpste auch Spass bringen, Gegenpäpste waren im Mittelalter schliesslich nahezu Normalität.

Mal sehen, wer mir als erster rein kommerzielle Absichten unterstellt.

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Wir haben es ja bereits allen Bloggern AIMt, die es nicht hu00c3u00b6ren wollten, und, dankeschu00c3u00b6n, endlich bloggt es jemand: Ja, die Neuwahlen ku00c3u00b6nnten die Fu00c3u00bcnf Pu00c3u00a4pste sein. Danke, Bamblog....

Hie und da gab es erfreuliche, da oder dort auch ganz erstaunliche Debatten u00c3u00bcber mein Statement auf dem Mainstream-Media-Panel bei Les Blogs u00c3u00a2?? genauer: u00c3u00bcber jenen Teil, der sich mit der deutschen Blogosphu00c3u00a4re im internationalen Vergleich beschu00c3u00a4ftigte...

ich sehen mich zurueck nach der kohlaera. echt jetzt.

Jochen Wegener ist Journalist und Journalisten haben gern 'definitive Ansprechpartner'. Sie mu00c3u00bcssen auch wissen wer 'wichtig' ist und wer nicht. Aus dem Journalismus kommt auch die Idee der "grou00c3u009fen Zeitung" = "impact blog". Es gibt eben wichtige Zeitungen und andere und demzufolge (aus Pressesicht) auch wichtige Blogs und andere.

Ich seh es eher wie Klaus Eck: Jedem Blog seine Leserschaft (und Zuru00c3u00bcckschreiberschaft). Der 'demoraktische' (oder 'meritokratische' cf. Doc Searls bei den Les Blogs, ohne Link) Wert der Blogs besteht auch, wenn man kleine Cluster hat.

Was anderes: Wenn der Schockwellenreiter so blu00c3u00b6d ist, wieso lesen ihn dann so viele? Warum hat man so viele Referrer, wenn man ge-SWRt wird?
Lesen und klicken die Leute SWR aus dem selben Grund aus dem sie 9live gucken? Der SWR scheint was zu liefern, was die Leute wollen: Ein Linkblog als 'Filter' fu00c3u00bcr das, was interessant sein ku00c3u00b6nnte.
So arg was anderes macht Dave Winer auch nicht.
Und wer wirklich mal versucht durchdachte oder gar recherchierte Artikel zu tippern, der wir nach 2-3 Tagen merken, dass er sonst nicht mehr arg viel getan kriegt.

Man kann einige von Jochens Kritikpunkte auch als Wunschliste auffassen. Die Intellektuellen mu00c3u00b6gen ihre Technikfeinlichkeit mal beiseite legen und schauen wie spannend das Netz ist.
Und wenn Bloggen, wie Searls sagt, vor allem 'writing' ist, dann wu00c3u00a4r es ja auch ne Option zu u00c3u00bcberlegen wie man gute Schreiber von 'impact blogs' anzieht. Mit Jobs, zu deren Beschreibung das Bloggen dazugehu00c3u00b6rt oder [z.B. 'akademische'] Blogger gewinnen, die aus 'finanzierter Position' und in Synergie mit dem was sie eh machen, bloggen ku00c3u00b6nnen.

Ich halte das fu00c3u00bcr ein Generationsphu00c3u00a4nomen. Dieses Land u00c3u00a4chzt nach wie vor unter den Auswirkungen der Kohl-u00c3u0084ra. Diese 16 Jahre haben auch eine Generation Kohl hervorgebracht, die sich fu00c3u00bcr viele relevante Themen einfach nicht mehr interessiert - unter anderem fu00c3u00bcr ihre eigene Zukunft. Deshalb bloggt sie auch prinzipiell u00c3u00bcber eher randstu00c3u00a4ndige Themen und nimmt die Mainstream-Medien durch den Kuriositu00c3u00a4tenfilter wahr. Diese unter den Bloggern stark vertretene Generation ist einfach unpolitisch geworden, sie will ihre eigenen Angelegenheiten nicht mehr regeln, sondern fu00c3u00bcgt sich in ihr Schicksal, als sei es unvermeidlich. Statt Kohl jetzt eben Rot-Kohl Schru00c3u00b6der - who cares? Da ku00c3u00b6nnte man in der Tat von Bloggern anderer Herren Lu00c3u00a4nder lernen.

Es gibt bislang keine Impactblogs in unseren Gefilden, dennoch finde ich es erstaunlich, wie viele neue Fachblogs allein in den vergangenen Monaten entstanden sind. Die Zahl der jeweiligen Leserschaft ist dafu00c3u00bcr meines Erachtens nach eher unerheblich; hauptsache es entsteht fu00c3u00bcr die segmentierten Gruppen ein gewisser Impact, eben Content, der auf Interesse stu00c3u00b6u00c3u009ft und genau die Bedu00c3u00bcrfnisse der Leser bedient.

Blogs mu00c3u00b6gen ein Massenphu00c3u00a4nomen darstellen, weil die Zahl der Blogger in die Millionen geht. Ein Massenmedium sind sie zumindest in Deutschland dennoch nicht. Vermutlich wird es in dieser Hinsicht auch nur wenige Ausnahmen geben.

Max Zorno hat es in seinem verlinkten Blog-Beitrag sehr deutlich gemacht: Es kommt letztlich auf die Qualitu00c3u00a4t der Inhalte an und darauf, dass Blogs immer wieder ihre Leser u00c3u00bcberraschen sollten. Eine gute Voraussetzung dafu00c3u00bcr stellt ein redaktionelles Konzept dar.

ist das jetzt auf hohem Niveau jammern? oder geht das noch anders?

Erst Pisa, dann auch noch das Desaster bei den Blogs. Wir mu00c3u00bcssen uns als Deutsche akzeptieren und dies daher amtlich lu00c3u00b6sen. Was wir brauchen ist ein AMTLICHES Regelwerk u00c3u00bcber Blogs und mindestens einen Staatssekretu00c3u00a4r fu00c3u00bcr Weblogs. Bloggen wird Pflichtfach, damit die Hoster was verdienen (jawoll ich unterstelle kommerzielle Gru00c3u00bcnde). Einen Sachverstu00c3u00a4ndigenrat fu00c3u00bcr Weblogs brauchen wir auch, dann sind die fu00c3u00bcnf Pu00c3u00a4pste beschu00c3u00a4ftigt und brauchen nicht mehr zu bloggen.
Wenn alle, die nach einem Impactblog Krokodilstru00c3u00a4nen greinen, selbst einen auf die Beine stellen wu00c3u00bcrden, gu00c3u00a4be es einen. (Warum auch immer so etwas exestieren muss.) Es wird zuviel u00c3u009cBER Blogs gebloggt, anstatt zu bloggen, Themen zu setzen. Ich gehe davon aus, dass es gerade bei den pu00c3u00a4pstlichen Bloggern einen signifikanten Mangel an Ideen gibt, oh sorry, heiu00c3u009ft hier wohl Content. Warum treibt dieses Thema eigentlich nur Journalisten, Werbeleute und Bloghoster um?

mikel (u00c3u00bcberlegt sich was er Blu00c3u00b6dsinniges bloggen ku00c3u00b6nnte)

aber in .de treibt die anscheinend niemanden dazu, impact blogger zu werden.

in DE gibt es keine liberale oder konservative presse?

die amerikaner mu00c3u00bcssen wahlweise gegen ihre liberale oder konservative presse, den krieg oder den terrorismus und ihre eigene langeweile anbloggern, die chinesen gegen ihre kommunisten, usw. letzendlich spricht es doch fu00c3u00bcr unser land, dass hier keiner ein impact blogger sein muss.

Mein Gott, wer kann und will schon 100 Fernsehprogramme und mehrere hundert Radioprogramme 24h lang am Tage sehen/hu00c3u00b6ren?! Ganz zu schweigen von den tausenden von Zeitungen und Zeitschrift!

Einmal die Woche der KICKER sollte reichen.

...und schon so lange...

was soll das alles? hintergrund: deutschland blog entwicklungsland bei moe, fu00c3u00bcnf pu00c3u00a4pste im lummaland. irgendwie versteh ich was falsch. wozu qualitu00c3u00a4t in blogs? wozu stu00c3u00a4ndige diskussionen in blogs? muss man immer diskussionswu00c3u00bcrdige...

Nachdem diese RSS-Ads von Google bereits vor ein paar Tagen in den Longhorn Blogs aufgetaucht sind, ist es nun auch bei Engadget so weit - siehe Screenshot in Bloglines. Das ganze ist zwar vorherzusehen gewesen, aber bei mir bleiben...

Nachdem diese RSS-Ads von Google bereits vor ein paar Tagen in den Longhorn Blogs aufgetaucht sind, ist es nun auch bei Engadget so weit - siehe Screenshot in Bloglines. Das ganze ist zwar vorherzusehen gewesen, aber bei mir bleiben...

...ist doch ne schu00c3u00b6ne diskussion hier...!

Wie sagte der Polizeichef in "Casablanca" so treffend: "Round up the usual suspects."

Es gibt ein soziales Leben ohne Internet?

Schu00c3u00b6n wenn die Deutschen mal wieder an ihren Internetaktivitu00c3u00a4ten gemessen werden. Schon mal auf die Idee gekommen das es ein (soziales) Leben ohne Internet/Blog gibt?
Wenn ich diese endlose Diskussion um Blogqualitu00c3u00a4t so verfolge, u00c3u00bcberkommt mich der Eindruck das der Rest der Welt tausendmal besser informiert und sozial vernetzt ist nur weil sie mehr (und bessere) Blogs haben.
Zum informellen Notstand der so fleissig bloggenden Amerikaner muss man nicht mehr viel sagen, oder!?

Na ja ... Deutsche Gru00c3u00bcnden einen Verein um einen Vorstand wu00c3u00a4hlen zu ku00c3u00b6nnen. Andere Vu00c3u00b6lker gru00c3u00bcnden Vereine um zusammen Spau00c3u009f zu haben.
Muss irgendwas im Trinkwasser sein. Oder an/in den Genen.

mir macht deutsche sinnfindung spass. mehr oder weniger.

Wir Deutschen haben das Streiten und Diskutieren verlernt und da Blogs nur ein Werkzeug sind, u00c3u00a4ndert sich das nicht u00c3u00bcber Nacht.

Vielleicht hilft das gegenseitige Bashen ein wenig dies zu fu00c3u00b6rdern. Ein wenig Dissen hier und ein bischen Prollen mit den eigenen Statistiken dort. Was fehlt ist imho Persu00c3u00b6nlichkeit in den meisten Blogs, dafu00c3u00bcr gibts zuviel Bloggin' for Blogstats.

Na, wenn es noch nicht mal bei Autoblogs abgeht ...

Generalisierungen u00c3u00bcber Deutsche, Frauen, Techniker, Franzosen, Blogger usw. sind natu00c3u00bcrlich eigentlich immer tendenziell falsch und oberflu00c3u00a4chlich. Trotzdem.
Mit Su00c3u00bcdlu00c3u00a4ndern incl. Nordafrika hatte ich oft interessante politische Diskussionen die, im nachhinein betrachtet, sich von germanischen Streitgespru00c3u00a4chen durch den Spau00c3u009f an der Diskussion selbts unterschieden. Es ging nicht so angestrengt um richtig oder falsch, eine Ergebnis, eine Entscheidung pro/contra. Die Zielorientierung bei allen Aktivitu00c3u00a4ten incl. Freizeit behindert in Deutschland vielleicht auch die Enwicklung von Diskussionsblogs. Mit dem konzentrierten Blick auf Zugriffszahlen und div. Geschu00c3u00a4ftsmodelle wird an entsprechend optimierten Blogkunstwerken gebaut und anschliessend gibts "Metablogging".

insgeheim hatte ich sowas immer vermutet. das heise-forum als deutsche reperaturzahlungen fu00c3u00bcr reinhard mey, deckname "frederick mey".

> der franzose an und fu00c3u00bcr sich ist ein schwu00c3u00a4tzer.

Da sind dann aber viele Franzosen im Heise-Forum.

Die Verbreitung von Minitel hatte auch "ku00c3u00bcnstliche" Gru00c3u00bcnde: die Terminals wurden fu00c3u00bcr lau ausgegeben, damit sich die PTT/france telecom die druck- und verteilungskosten von telefonbu00c3u00bcchern sparen konnten.

vor einigen jahren hieu00c3u009f noch, dass "minitel" eine bu00c3u00bcrde sei, weil es die verbreitung des internets behindern wu00c3u00bcrde, schlieu00c3u009flich seien diverse bedu00c3u00bcrfnisse schon mit minitel abgedeckt.

aber im prinzip stimmt es schon: der franzose an und fu00c3u00bcr sich ist ein schwu00c3u00a4tzer.

Bloggen ist die preiswerte Fortfu00c3u00bchrung von Chatten - und Minitel und Chatten waren in Frankreich massiv verbreitet und bekannt.

Ich habe keine Zahlen daru00c3u00bcber, aber der Neid, mit dem schon zu BTW-Zeiten nach Frankreich geschaut wurde u00c3u00bcber Minitel-Zahlen setzt sich vielleicht einfach weiter vorwu00c3u00a4rts in der Nutzung durch die heutige Bloggeneration?

Nico, Du warst doch da dru00c3u00bcben. Erzu00c3u00a4hl' doch mal.

Jetzt bringt der Herr Lumma mal Elite-Content, und ihr Kinders zeigt euch gegenseitig Kantel-Kriegsnarben, das ist nicht fair, so wird das nix mit der Bedeutungssteigerung von Blogs in D :-)))

Grundsu00c3u00a4tzlich, zum Thema, sach ich mal so:
Blogs ist ein Gattungsbegriff wie z.B. "Gemu00c3u00bcse". Nicht jedes Gemu00c3u00bcse ist eine Zuchini, auch wenn jede Zuchini ein Gemu00c3u00bcse ist. Wenn es Tomaten gibt, die neben ihrer kulinarischen Funktion auch dazu angetan sind, sie in einer Funbktion zur u00c3u00b6ffentlichen Kenntlichmachung von Umstu00c3u00a4nden (schlecht gesungen, z.B.) zu nutzen, so fu00c3u00a4llt dies mit Zuchini schwerer.
Dennoch hat Zuchini wunderbare Eigenschaften, die sie in vielfu00c3u00a4ltiger Art ausspielen kann und eben auf anderer Ebene Genuss bringen kann - neben dem kulinarischen.
Und dann gibt es noch Gemu00c3u00bcseku00c3u00b6rbe, in denen Blumenkohl und Zuchini und Tomaten in trauter Gemeinsamkeit ihre verschiedenen Qualitu00c3u00a4ten ausspielen ku00c3u00b6nnen.
Somit macht der eine halt hauptsu00c3u00a4chlich Tomatensalat, der andere macht Blumenkohl und der dritte Zuchini, oder eben eine ganze Gemu00c3u00bcseplatte, und solange keiner sagt "Hey, jedes Gemu00c3u00bcse sollte wenigstens aussehen und schmecken wie Tomate" wird die Blogosphu00c3u00a4re auch hierzulande, mit deutscher gru00c3u00bcndlicher Bedu00c3u00a4chtigkeit, wachsen, gedeihen und fu00c3u00bcr jeden Geschmack etwas anbieten ku00c3u00b6nnen...

Solange 'endlich ausreichende Beschu00c3u00a4ftigung mit gesellschafts(politisch) relevanten Themen' das als gut beschriebene Ziel ist klinke ich mich aus der Debatte aus.

Die interessieren mich weder in deutsch noch in international.

Ein Blog muu00c3u009f mir auch nicht jeden Tag anregende Kost servieren - von Deinen drei beschriebenen Blogs lese ich zum Beipsiel nur Robert - und das auch eher, weil es ein Microsoftblog ist.

Die Anzugskraft auf die Massen in seinem Blog kommen auch unter anderem daher, dau00c3u009f er 'quasi Mr. Microsoft' darstellt - andere Blogs von MS-Mitarbeitern haben nicht diese Verbreitung.

Wenn es eine vergleichbar verwertbare Information in Jochens Aussage gibt, dann hu00c3u00b6chsten dau00c3u009f man den Vergleich mit Lu00c3u00a4ndern wie Frankreich fahren muu00c3u009f, die besonders hervorragen - wieso gibt es dort eine begeisterte Jugendschar von Bloggern (die zum Teil in den Beruf u00c3u00bcbergewandert sind) und das weiterragen?

Die Zahnspangenblogs von heute sind (sofern sich die Betreiberinnen nicht vorher umgebracht haben) das mainstreambloggende Volk von morgen.

Auch ich kann die Kritik an Jochens Thesen nicht nachvollziehen. Allerdings macht es vielleicht einen Unterschied, ob man die Thesen "nackt" betrachtet oder ob man dazu Jochens Pru00c3u00a4sentation sieht & hu00c3u00b6rt.

Das schu00c3u00b6ne an der Blogosphu00c3u00a4re ist die Vielfalt. Da aber Weblogs im deutschen Sprachraum noch keine grou00c3u009fe Verbreitung haben (verglichen mit Franzu00c3u00b6sich oder Englisch), ist leider auch die Vielfalt noch relativ begrenzt. Dabei sind die viel zitierten Spreeblicks oder Bildblogs nicht zwangslu00c3u00a4ufig repru00c3u00a4sentativ.

Auch ich wu00c3u00bcrde mich daru00c3u00bcber freuen, wenn Weblogs tatsu00c3u00a4chlich etwas bewegen wu00c3u00bcrden. Warum? Weil sich in Deutschland auch sonst nicht viel bewegt. Anscheinend gucken sich 6 Millionen Zuschauer lieber 12 Stunden Fischer-Verhu00c3u00b6r an als selbst aktiv zu werden. Nicht jedes Weblog muss dabei politisch sein. Nicht jeder Kommentar muss dabei in Word vorformuliert sein. Aber ein oder zwei neue ambitionierte Weblogs wu00c3u00bcrde ich durchaus begru00c3u00bcssen. Es du00c3u00bcrfen auch drei sein ;)
Was dabei "gut" ist oder "schlecht", das wird auch weiterhin jeder Leser selbst entscheiden.

nico, pass auf wenn du am schockenwellenreiter rummu00c3u00a4kelst. sonst stehst du ruckzuck als ironieresitenter dummkopf inner ecke. und vielleicht solltest du mal ein paar mehr blogsysteme ausprobieren und kaputtreiten, bevor du hier so das maul aufreisst.