Verbote am Steuer

Nico —  3.05.2005

Ich bin ja ein großer Freund von Regulierungen und Verboten, da freut es mich ungemein, dass endlich ein wichtiges Thema aufgegriffen wurde: Rauchen am Steuer. Das Motorblogg berichtet:

Der SPD-Verkehrsexperte Peter Danckert sagte der „Bild“-Zeitung: „Durch das Rauchen am Steuer steigt die Unfallgefahr drastisch.“ Er sprach sich für ein absolutes Rauchverbot beim Fahren aus.

Auch die CDU- Gesundheitspolitikerin Katherina Reiche forderte ein Verbot und entsprechende Strafen. „Zigaretten am Steuer lenken genauso ab wie Telefonieren mit dem Handy“, sagte sie der Zeitung. Zustimmung fand ein Rauchverbot auch bei der CSU-Gesundheitsexpertin Gerlinde Kaupa.

Allerdings finde ich diese Regelung nicht weitgehend genug. Man sollte generell auch das Essen und Trinken am Steuer verbieten, ebenso sämtliche Unterhaltungen mit dem Fahrer. Dann sollte man sich auch überlegen, ob Radiohören am Steuer nicht auch ablenkt, teilweise trommeln Fahrer ja beim Hören auf dem Lenkrad rum, das gehört unterbunden. Lautes Mitsingen sowie Nasepopeln sollten auch unter Strafe gestellt werden.

10 responses to Verbote am Steuer

  1. Genau! Und das umherschauen wird auch verboten, weil das ganz besonders ablenkt, falls man als Mann zum Beispiel eine Frau oder ein attraktives Werbeplakat sieht. Nur noch geradeaus wird erlaubt! Am besten muss man noch vor Antritt der Fahrt die Strecke zu Fuß einmal abgehen, um die Besonderheiten der Strecke kennen zu lernen.

  2. das Sommerloch beginnt in diesem Jahr schon sehr früh vor den Ferien

  3. SPD-Verkehrsexperte Peter Danckert sagte während eines "Bild"-Zeitungs Interviews: "Durch das Rauchen am Steuer steigt die Unfallgefahr drastisch." und sprach sich für ein absolutes Rauchverbot beim Fahren aus.Allerdings finde ich d

  4. Vielleicht errichtet man einfach Schallschutzmauerröhren um jede Straße. Undurchsichtige. Dann kann man zumindest die Ablenkung von aussen schon mal ausschließen. Jeder Straßenabschnitt darf dann allerdings nur von einem Auto zur Zeit befahren werden…

  5. This is Katherina Reiche. Katherina wants to put a ban on smoking while driving because it’s a „cause of major distraction“. While I wholeheartedly agree on the factor of distraction, what about listeing to the radio, or, even worse, changing…

  6. Da sieht man mal wieder, welch dringende Probleme wir alle vernachlässigen. Bin ich froh, dass es Politiker gibt, damit die sich statt meiner einen Kopf über sowas machen.

    @elien: Umschauen beim Fahren ist doch schon längst verboten. Aktuell vorgeschrieben ist – speziell beim Spurwechsel auf der Autobahn von rechts nach links – folgende Reihenfolge:
    1) Nach links rüberziehen
    2) Blinker links setzen
    3) Kopf nach links drehen um zu sehen, was da so quietscht. Aber nur, wenn’s nicht zu viel Mühe macht.

  7. Was Langeweile so für Blüten treibt bei politikern, Respekt!
    Warum nicht eine eigene Fahrzelle für den Fahrer?
    Übrigens, 2 Unfälle hatte ich schon und bei beiden habe ich NICHT geraucht, wird zeit, dass Rauchen am Steuer zur Pflicht wird!

  8. Also man kann das Thema ja als Sommerloch-Debatte abtun. Aber in der Tat bedarf es eigentlich nur der Aufnahme in die StVO (die ja eine
    Durchführungs-Verordnung und kein Gesetz ist) bzw. der konsequenten Anwendung bestehender Gesetze/Vorschriften. Das geht auf Verwaltungsebene und ist schnell ohne den Bundestag gemacht. Beide Hände gehören ans Steuer – und wer meint das betrifft nur LKW-Fahrer, der irrt. Das Radio darf auch jetzt schon nur so laut sein, dass es ein Sondersignal nicht übertönt, was bei heutigen Fahrzeugen und den gestrigen RTK-3 auf so manchem Alt-Feuerwehrbulli einem Radioverbot gleichkommt. Wer rauchend einen Crash baut, bekommt auch jetzt schon in jedem Fall eine Teilschuld und die Vollkasko verweigert die Übernahme des Eigenschadens („grobe Fahrlässigkeit“).
    Allerdings fände ich andere Vorschriften dringender z.B. die kläglich gescheiterte Novellierung zum verkehrsgerechten Fahrrad. Da sind allerhand Reflektoren vorgeschrieben, aber die Leistung der Lampen auf 2,4W beschränkt (ein Auto-Blinker hat 21W). Fahrräder dürfen immer noch keine Hupe haben, sondern nur die weitgehend nutzlose Klingel (ich habe eine Hupe „Airzound“ und Fußgänger hören ein freundliches „Aufwachen! Aufpassen!“ [bei besonderen Fällen gefolgt von „Du Ar…!“ zu hören). Radwegzwang wäre auch noch ein Thema, denn die meisten Radwege sind einfach gefährlich.

    Im übrigen finde ich erstens ein generelles Rauchverbot in der Öffentlichkeit richtig und Raucherlaubnis in den eigenen vier Wänden nur in Abwesenheit der Kinder. Zweitens sollten die finanziellen Risiken des Rauchens nicht auf die Gemeinschaft abgewälzt werden. Sprich: wer raucht, verliert den Krankenversicherungsschutz für Lungenkrebs, Periphere-Arterielle-Verschlusskrankheit, Bronchitis, Staub-Asthma. Tritt der Schadensfall ein, darf der Raucher die ausgelegten Kosten zurückbezahlen. Die Solidargemeinschaft der Krankenkassen ist nicht dazu da, die Folgen jedes Blödsinns (Rauchen, extremes Übergewicht, Extremsport,…) zu zahlen.
    Aber soweit denkt der Bundestag (63% Raucher in dieser Legislaturperiode) ja nicht.
    Falk, Raucherhasser

  9. „Raucherhasser“, haha.
    Wenn ich mir deine Sorgen so durchlese, überkommt mich das Gefühl, dass es nicht viel gibt, gegen das du keine Aggressionen hegst.

  10. Was mir noch fehlt, um dem unflätigen verhalten am steuer endlich ein ende zu bereiten, ist der einbau einer überwachungskamera mit ständiger verbindung zum kontrollator und elektroden in sitz und lenkrad, die bei bedarf aktiviert werden.
    so, jetzt werde ich mein jetztiges zuhause aufgeben und mir endlich eine wohnung suchen…;)