Blogs sind der Wilde Westen

Nico —  11.05.2005

USA Today erklärt, warum CEOs refuse to get tangled up in messy blogs:

The blogosphere is today’s Wild West, where people post indelicate responses and react with incivility, known as „flaming.“ Blog readers can be counted on to hurl insults that insulated CEOs are not accustomed to hearing. Even more civilized blog readers are impatient with executives who are uninteresting or inauthentic.

Der Artikel geht weiter und schreibt über die real praktizierenden Businessblogger und deren Erfahrungen.

Schön finde ich aber den Wild-West-Vergleich. Nicht wegen Cowboy und Indianer und Peng-Peng, sondern weil hier der amerikanische Frontier-Gedanke wiederzufinden ist, der Teil der amerikanischen Kultur ist. Das Vorantreiben der Grenze, also der Frontier, gen Westen, dann in den Weltraum, dann ins Virtuelle und so weiter, dieses Thema findet man häufig. Nun also Blogs als New Frontier. Gute Idee.

Wenn man Blogs als New Frontier ansieht, dann versteht man auch, wieso dieses Thema in den USA so gross ist, wieso so viele verwandte Themen jetzt nach oben gepusht werden und warum dort immer mehr aus einer Schneeflocke eine fette Lawine wird. Wenn die Grenze nach Vorne getrieben wird, dann will man dabei sein, um die Claims abzustecken.

Gut, die Analogie mit dem Vorantreiben der Grenze passt in Deutschland irgendwie nicht mehr so gut, aber man muss das eben als virtuelle Grenze begreifen. Blogs als New Frontier. Das passt.

One response to Blogs sind der Wilde Westen

  1. Flaming in Blogs? Gegen das, was im Usenet abgeht, ist das bestenfals ein laues Lüftchen.