Heute abend beim Warten auf den Flieger zurück nach Hamburg, konnten Fabian und ich ein interessantes Naturschauspiel beobachten. Während wir die Wartezeit mit einem Kölsch überbrückten, war der Sitzplatzinhaber neben mir noch mit Wichtigsein beschäftigt. Er telefonierte.
Gut, das kann ich auch, aber so richtig Eindruck konnte ich da bislang nicht schinden, egal ob mit einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung, einem Blackberry oder einfach so mit einem Handy, irgendwas fehlte immer bei meinem Auftritt. Seit heute weiss ich, was ich verbessern muss. Zum einen sollte ich nicht sitzen, sondern ein wenig auf und ab gehen, dabei aber auch immer mal wieder die Unterlagen konsultieren, oder das Laptop aufklappen und wilde Excel-Sheets rauf und runter scrollen.
Viel besser ist es aber, beim Telefonieren die freie Hand vor den Mund zu halten. Schliesslich hat man ja streng geheime Sachen zu erzählen und der unfreundliche Agent auf der anderen Seite der Wartehalle soll auf keinen Fall brisante Informationen wie das Datum des nächsten gemeinsamen Fernsehabends mitbekommen, indem er von den Lippen abliest. Wenn man dabei noch wichtig guckt, dann hat man eigentlich alles erreicht.
Wir haben es jedenfalls genossen, dem Handvormmundtelefonierer bei der Verrichtung seiner Aufgaben zuschauen zu dürfen.























