Schon frühzeitig hat die angebliche Linkspartei verlautbaren lassen, dass sie nach der Wahl als eine Oppositionspartei weiterhin fröhlich Maximalforderungen aufstellen will. Eine Koalition mit der SPD und auch mit den Grünen wird ausgeschlossen. Dafür gibt es gute Gründe, dann muß man wenigstens keinerlei Verantwortung übernehmen und kann immer behaupten, dass nur die eigene Politik alles besser machen würde.
Derzeit passiert aber eine andere Sache. Jeder halbwegs begabte Journalist geht jetzt auf die Suche nach Mitgliedern von SPD und Grünen, damit einfach mal nachgehakt werden kann, ob nicht doch ein Bündnis nach der Wahl möglich wäre. Hier wird, wie so oft in Wahlkämpfen, ganz bewusst Stimmung gemacht. Da wird die 4. Reihe befragt, damit man dann verkünden kann: “Nach der Wahl ist eine Linksfront möglich!” da wird fröhlich auf Bündnisse in Ländern hingewiesen, da wird die frühere Ablehnung der Grünen durch die SPD und das spätere Zusammengehen mit der aktuellen Situation verglichen, da wird einfach mal suggeriert, dass das Wort eines SPD-Politikers eh nichts gilt.
Es wird nach der Wahl nur 3 Konstellationen geben: rot-grün, schwarz-gelb oder eine Große Koalition. Da lohnt auch alles Herbeischreiben anderer Farbgebungen nichts. Es wird hier nur wieder mal versucht, stimmung gegen rot-grün zu machen. Plump, aber durch die massive Diskussion auch effektiv. Mich kotzt es an, wie hier viele Journalisten sich nicht zu schade sind, sich vor den Anti-Linksfront-Karren von schwarz-gelb spannen zu lassen und ein Szenario herbeischreiben, das überhaupt nicht zur Debatte steht. Aber das kennt man leider nicht anders in Deutschland vor den Wahlen. Da wird das Schreckgespenst einer fiesen linken Sau durch das Dorf getrieben, obwohl die Realität von rot-grün ganz anders aussieht.
Jens will 











