Schock am Abend

Nico —  24.08.2005

Ich kann kaum tippen, so zittrig sind meine Hände. Aber ich werde trotzdem versuchen, das eben gerade erlebte in Worte zu fassen, weil ich denke, dass es mir bei der Bewältigung des Geschehenen helfen wird. Ich muss es mir quasi von der Seele schreiben, um damit fertig zu werden.

Eben gerade nach dem Abendessen, wollte ich kurz meine Mails checken und auf eine Mail antworten. Dann geschah es. Plötzlich. Einfach so. Ich war wie gelähmt. Die Mail konnte nicht rausgeschickt werden. Das WLAN war weg. Der erste Restart des WLAN-Routers warerfolglos. Der zweite auch. Ebenso der Dritte. Aus purer Verzweiflung habe ich den Fernseher angemacht, das half auch nicht. Alle LEDs leuchteten, nur WLAN nicht. Mein Knäuel alter Netzwerkkabel und den gesamten Technikkrimskrams hatte ich vorgestern entsorgt. Ein Internet-loser Abend drohte, mit all den Folgeschäden, die daraus reselutieren.

Doch dann kam das Wunder von Barmbek-Uhlenhorst, in Form meiner Frau, die noch ein Netzwerkkabel gefunden hatte. Nach einem weiteren über das Web-Frontend ausgeführten Restart des WLAN-Routers ging auf einmal auch WLAN wieder.

Einmal mehr hat der alte Wundergriff der Informatik funktioniert und in einem Haus in Hamburg ist der Abend gerettet. Das war ganz schön knapp und hätte auch gut ins Auge gehen können.

10 responses to Schock am Abend

  1. hrhr und ich dachte, ich sei krank..

  2. Ich hab für derartige Notfälle einen Zweitrouter im Haus liegen, den kann ich dir auf Zuruf per ICE-Express verschicken. Die 2 Stunden müsstest du dann per UMTS überbrücken?

  3. Ich hab das Kabel nicht gefunden, ich wußte wo es lag :) Organisation ist alles ;)

  4. Dave-Kay sei froh, dass Du ihn nicht im Urlaub ohne Internetanschluss ertragen musstest …

  5. dieses wort kenne ich vom hörensagen, aber die bedeutung erschliesst sich mir nicht.

  6. Frau Sibylle, ich glaube kaum, dass der Herr ohne Internetanschluss sehr viel anders drauf ist, als ich.

  7. Vielleicht solltest Du mal schauen, dass Du beim Umzug drauf achtest, dass Du nette Nachbarn mit Wlan bekommst. Möglichst auch noch von einem anderen Provider, dann musst du uns hier nicht mit solchen Ankündigungen erschrecken. Ich hatte schon die schlimmsten Befürchtungen beim Lesen und traute mich fast nicht, den Button „Weiterlesen“ zu klicken. So was macht man doch nicht mit seinen treuen Lesern.

  8. Wirklich schlimm ist nicht die technische, sonder kulturell-psychlogisch-soziologische (oder wie auch immer) Aussage des Beitrages. Vor allem, weil ich ähnliches Verhalten bei Abwesenheit von für notwendig gehaltener Infrastruktur (Netz, Dusche, Schokoriegel) auch an mir beobachte.

    Gruselig.

  9. Na, das mit dem Entzug konnte ich gerade gut im Urlaub testen. Hatte natürlich das Notebook dabei und war ständig am Schauen, wo denn nun der nächste Hotspot ist.

    Aber es geht vorüber. Kann ich aus Erfahrung berichten. Nach ein paar Tagen Entzug wird’s besser und man kommt wieder leichter an den Schildern „Internet-Cafe“ oder so ähnlich, vorbei.

    Obwohl der Zustand im eigenen Heim sicherlich nochmal erheblich präsenter sein mag, wenn man sonst zuhause nichts zu tun hat.

    Wie ging der Witz noch von Loriot: was sind die Kinder gross geworden.

  10. Mir passiert sowas regelmäßig. Nach mehrstündigem Suchen fällt mir dann auf, dass der WLAN-Knopf an meinem Laptoop auf ‚aus‘ steht. Offensichtlich bin ich in der Hinsicht nur vermindert lernfähig.