Berliner Runde: alle auf einmal.

Also die Sendung „Berliner Runde“ im ZDF war eine Sendung, wie es schlimmer nicht mehr geht. 5 Politiker halten Monologe und dreschen aufeinander ein. Kein Wettstreit um die besten Konzepte und Argumente, sondern einfach nur Phrasendrescherei und gegenseitiges Unterbrechen. Alle reden gleichzeitig, keiner hört dem anderen zu und mittendrin Edmund Stoiber, der nach seinen Ähs sucht.

Fürchterlich. Wenn man diese Sendung sieht, dann weiss man auch, warum das Ansehen von PolitikerInnen so schlecht ist.

Wenn ständig vom Einfluß der Spin-Doctors auf die Politiker die Rede ist: wieso bitte sehen dann Clement und Fischer so völlig ausgelaugt aus? Sicher, Wahlkampf schlaucht, aber die beiden sahen so müde aus und faselten so viel rum, dass ich mich frage, was das mit Wahlkampf zu tun hat. Ich erwarte 3 Wochen vor der Wahl Spritzigkeit und Elan, nicht so eine müde Nummer.

Klaus Kleber beim verspäteten Beginn des Heute-Journals: „Wir werden uns an die Zeit halten und beide immer schön abwechselnd reden.“ Treffend formuliert.

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10 Antworten auf „Berliner Runde: alle auf einmal.“

  1. Eine totale Katastrophe. Vor allem: Fischer und Clement haben sich super unzivilisiert verhalten. Wie im Kindergarten. Wenn was böses gesagt wird, wird einfach zwischengerufen. So unsympathisch und schlecht sind die noch selten rübergekommen.

  2. Hm, also bei mir lösen solche Sendung schon seit mindestens drei bis vier Jahren nur noch den Zapp-Reflex aus, denn der Sinngehalt dieser „Diskussionsrunden“ ist für mich weit unter Null, der Nervfaktor dagegen liegt um ein Vielfaches über dem ansatzweise erträglichen Maß. Und ja, ich glaube, dass das in den letzten Jahren schlimmer geworden ist.

  3. zum glück habe ich keinen fernseher. mal ehrlich, da finde ich doch blogs interessanter. man nehme zb „mein parteibuch“ und „statler und waldorf“. herrlich, jeden tag gibts was zu lachen und jeden kann aus reden. richtige argumente gibts auch. und auf den gegner wird auch ab und zu mal eingedroschen.

    Das der wahlkampf schlaucht hat der münti ja selbst erfahren müssen. da sind alle politiker gleich.

  4. Ganz Deiner Meinung.
    Der Clement hat mit der Merkel ja teilweise Blicke getauscht, man könnte meinen die haben was miteinander. Ansonsten habe ich den Eindruck, die stehen alle etwas neben sich.

  5. Und zwar am 10.9. ab 16:00. Komm schon, Gerhard. Gib mir ‘nen Grund, deine Farbentruppe wiederzuwählen. Die kam in der gestrigen Phoenix-Runde reichlich monochrom und einfallslos rüber.
    Mal ehrlich: rein vom Auftreten, der Wortwahl usw. kam Gu…

  6. Zum Glück schau ich kein Fernsehen mehr. Ist mir also erspart geblieben.

    Aber ich versteh trotzdem nicht so ganz, warum Erwachsene sich so verhalten müssen. Schlimm war das ja schon immer, aber dass man es jetzt auch noch in den Blogs lesen kann, das sollte den Damen und Herrn doch zu Denken geben. Denn Google ist in dieser Hinsicht ein ziemlicher Elefant.

  7. Herr Schröder auf unterstem Niveau. Als Kanzler solche Entgleisung, eine Zumutung für alle Wähler. Eigentlich hätte ich mehr Kreuz erwartet. Eine große Koalition in der beide Parteien die Aufgaben anpacken wäre schon nicht schlecht. Jetzt stehen beide wir bockige Kinder und schmollen. Erfahrene Eltern stellen solche Kinder in eine ruhige Ecke, damit sie sich fangen. Dies sollte man mit den beiden „Gewinnverlierern“ auch tun.

  8. bzgl. des gestrigen Abends hat sich nur einer daneben benommen; Herr Brender.
    An Schröders Stelle hätte ich das Studio verlassen. Schon vor Wochen fiel mir auf, wie parteiisch die Medien berichtet haben. Insbesonder n-tv und N 24. Leider auch ARD und ZDF! Journalisten sollten unparteiisch moderieren und berichten. Ich habe Schröder nicht gewählt, seit gestern würde ich es sofort tun. Herr Brender war unterhalb der Gürtellinie und gab Statements, die ihm nicht zustanden!

  9. Hallo Anna Welters,
    ich glaube, Sie waren gestern im falschen Film. Wenn sich jemand in der Berliner Runde daneben benommen hat, dann war das Gerhard Schröder; das bestätigen ja zum Teil sogar SPD-Anhänger.

  10. Mal ganz objektiv betrachtet. Nach einer „verlorenen“ Wahl, wie es für Rot-Grün definitiv der Fall ist, kann sich ein „abgewählter“ Kanzler nicht mit seinem arrogantesten und vor Selbstüberschätzung gardezu strotzenden Lächeln hinsetzten und meinen dem Paltzhirsch raushängen lassen zu müssen. Was zum Teufel hat der liebe Gerd vor dieser Sendung zu sich genommen? Ich habe noch nie erlebt, dass sich ein Journalist das Recht herausgenommen hat einen noch amtierenden Kanzler in seine Schranken zu weisen. Aber in diesem Falle tat er das einzig richtige. Ich kann mir Schröders Auftritt nur damit erklären, dass er seine maßlose Enttäuschung zu überspielen versuchte, was ihm jedoch leider vollkommen misslungen ist.

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