13. September 2005

Wahlkampftelefonie

Vielerorts fürchten unbescholtene Bürger, dass ihr Telefon klingelt und sie mitanhören müssen, wie Edmund Stoiber eine Botschaft ins Ohr stammelt. Das ist der moderne CSU-Wahlkampf 2005.

Eigentlich schade, denn das Telefon eignet sich ganz hervorragend, um mit den Wählerinnen und Wählern ins Gespräch zu kommen. Die Hamburger SPD macht seit gut 10 Jahren vor den Wahlen immer eine groß angelegte Telefon-Aktion. Nun mag man meinen, dass hätte auch nichts genützt, aber die Reaktionen waren durchaus anders.

Die SPD hat ihre Mitglieder und vor allem die Kandidaten motivieren können, Telefon-Schichten zu übernehmen, um dann gezielt in Wahlbezirken anzurufen, bei denen die Wahlbeteiligung schlecht war. Bei den Anruf geht es dann nicht primär darum, für die SPD zu werben, sondern die Leute daran zu erinnern, dass Wahl ist und dass es prima wäre, wenn sie dort hingingen. Die Resonanz ist stets positiv, abgesehen von den üblichen Pöblern. Viele Angerufene haben sich über die Kontaktaufnahme gefreut, sind Fragen losgeworden und haben ggf. Termine vereinbart oder Infomaterial angefordert. Natürlich waren viele auch ungläubig, wenn der Bürgermeister plötzlich am Telefon war…

So eine Aktion halte ich für sinnvoll. Die Leute bekommen keine stumpfe Bandansage, sondern reden mit echten Menschen.

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Hmm Jubelperser waren doch Claqueure beim Besuch des Schars? Finde ich bedenklich den Ausdruck ... Lassen wir das.
Also ich reagiere auf Telefon- und Fax-Spamming immer nach Schema F. Bei Tonbandansagen wird so lange mitgehu00c3u00b6rt bis der Absender klar ist und dann der T5F losgeschickt - gleiches fu00c3u00bcr Faxe. Bei Telefonaquise gibt es das Counterskript; egal ob ehrenamtlich oder am Hungertuch nagender Teilzeit-Jobber.
Falk

Nachdem die Jubelperser (Ein wundervoller Ausdruck fu00c3u00bcr Leute aus der Union von Lummaland) von der CSU neulich wohl auf Klassenfahrt waren, drohen sie heute in ihrem Blog der ganzen deutschen Nation. Und das nicht gerade mit weichen Bandagen: Die CSU...

Nachdem die Jubelperser (Ein wundervoller Ausdruck fu00c3u00bcr Leute aus der Union von Lummaland) von der CSU neulich wohl auf Klassenfahrt waren, drohen sie heute in ihrem Blog der ganzen deutschen Nation. Und das nicht gerade mit weichen Bandagen: Die CSU...

Ob Tonband oder Mensch, vom Nervfaktor sehe ich da keinen grou00c3u009fen Unterschied. Vielleicht doch, den Tonband-Stoiber dru00c3u00bcckt man leichter weg als einen ehrenamtlich wahlku00c3u00a4mpfenden Sozialdemokraten. Wg. Mitleidseffekt, Sie verstehen :-)

Es gibt einige Handyprovider, die besonders nicht "angekommene" Anrufe mit einer besonderen Gebu00c3u00bchr belasten, da diese dann auf die Mailbox umgeleitet werden. Meines Wissen gehu00c3u00b6rt u.a. Vodafon dazu.

Es bleibt auch in diesem Fall ein Anruf, der mich belu00c3u00a4stigt. Wie jeder andere Telefonspam auch.

Bei mir haben sie angerufen. Eine nette junge Dmae, die mich an die Wahl erinnerte. So ist das schon eine andere Nummer als ein Band, das mich mit "Hallo, hier ist Spitzenpolitiker X" nervt.

Und irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Herr Stoiber persu00c3u00b6nlich bei den potenziellen Wu00c3u00a4hlern anruft. Ginge ja auch gar nicht. Der Mann ist zu eine ruhigen Diskussion nicht fu00c3u00a4hig. Ich habe den bisher immer nur schreien und hetzen gesehen.

ja, schu00c3u00b6ne sache. aber ich wu00c3u00bcrd mir als politiker nicht das ganze gepu00c3u00b6bel anhu00c3u00b6ren wollen ...

Hu00c3u00b6rt sich wirklich garnicht schlecht an. Mich hat keiner angerufen. Und trotzdem denke ich, dass es Zeit ist auch mal wu00c3u00a4hlen zu gehen.
Natu00c3u00bcrlich kann der Einzelne nichts veru00c3u00a4ndern. Wir haben eine Demokratie. Wenn der Einzelne was veru00c3u00a4ndern ku00c3u00b6nnte, wu00c3u00a4re das eine Diktatur. Aber viele Einzelne ku00c3u00b6nnen was veru00c3u00a4ndern und deswegen gehe ich wu00c3u00a4hlen! (nach Dieter Nuhr)

Es wird Zeit was zu bewegen. Und den Wechsel zu verhindern! (nach Sebastian Wendler)