Angela Ohneland

Ein sehr lesenswerter Kommentar von Heribert Prantl:

Mit dem Wahlabend geht wohl auch die Kanzlerschaft der Angela Merkel zu Ende, noch bevor sie begonnen hat. Selten stand eine vermeintliche Wahlsiegerin so blamiert da. Der Bundeskanzler hat sich mit seinem grandiosen Finale dagegen neuen Respekt verschafft.

Nach dem Lesen darf man weiter gespannt auf das Eintrudeln der Überhangmandate warten…

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12 Antworten auf „Angela Ohneland“

  1. > Der Bundeskanzler hat sich mit seinem grandiosen Finale dagegen neuen Respekt verschafft.

    Äh, wo genau? Egal wieviel Überhangmandate es geben wird: Den eindeutigen Rückhalt in der Bevölkerung werden auch die nicht zeigen. Eher schon, dass die Leute genau so viel – oder wenig – Vertrauen in die SPD haben, wie in CDU/CSU.

    Und was war nochmal der Grund, der Gerd dazu bewegt hat, die Neuwahlen anzustoßen? Achso, ist ja jetzt egal, Hauptsache jeder darf sich selbst als Sieger küren und die Augen davor schließen, dass effektiv beide großen Parteien abgewatscht wurden.
    Zumindest eines zeigt dieser Abend aber dann doch recht schön: Egal wie es kommt, es wird wohl weiter gehen wie gehabt. In den Köpfen der Parteispitzen hat sich halt nichts geändert – wie auch nicht anders zu erwarten war.

  2. Also in der „Berliner Runde“ (ARD) hat sich Schröder alles andere als Respekt verschafft. Überheblichkeit kommt vor dem Fall. Fand ich ihn vorher sympathisch, überwiegt nun Skepsis.

  3. Auf der Spiegel-Seite hat übrigens Die SPD keine Wahlkreise erobert, sondern nur gehalten. SPD und CDU wurden abgewählt. Es gibt jetzt nur noch rot/rot/grün und große Koalition wo die SPD den Kanzler stellen könnte. Ersteres wäre ein „Projekt 18“ für die Wahl in Rheinland-Pfalz. Letzteres nich mit Schröder an der Spitze – also von welchem Lolli hat der in Elefantenrunde gelutscht?

  4. Das Ergebnis steht: Komme was wolle, die CDU/CSU ist stärkste Fraktion und stellt den Kanzler, vielleicht sogar die Kanzlerin.

    Ansonsten kommen Neuwahlen – oder rot-rot-grün. Die Ampel kommt nicht. Denn: Die eigentliche Opposition gegen die SPD war in den letzten 3 Jahren vor allem die FDP.

  5. Die Mehrheit der Deutschen ist gegen rot-grün. Das sollte dieser arrogante Typ im Brioni-Anzug einfach anerkennen. Hatte er doch selbst die Wähler darum gebeten, es ihm mitzuteilen. Alles andere ist kindisches „Meine Förmchen geb ich trotzdem nicht her“-Gehabe.

  6. Bei knapp 79% Wahlbeteiligung kann man wohl schlecht von einer Mehrheit der Deutschen reden…

    Die anglosächsischen Reaktionen find ich übrigens toll (Google Search):
    „German election closest since WWII“
    „German vote leaves parties in a standoff“
    „Compromise Decision Could Prove to Be Costly to Germany“
    „SPD elation as CDU’s party turns sour“
    „Germany in political limbo after knife-edge election“

  7. Hauptsache draufhauen, nix anderes geht in Deutschland mehr, federführend ist dabei die SPD.
    Damit geht so gar nix nach vorne, Stillstand allenthalben und ein machtgeiler Nochkanzler – armes Deutschland, was für ein Bild gibst du ab.
    Sind wir wirklich so, wie es sich gestern darstellte? Als Mehrheit?
    Ich nicht! Ich will: Aufbruch, Gute Laune, Mut zum Bewegen, Lust auf Erneuerung.

  8. @mika: Die Mehrheit der Wähler. So besser? Und 79% sind repräsentativ. Von daher würde auch eine 100% Beteiligung nicht viel am Ergebniss ändern.

    @Dave-Kay: In meinem Kommentar steht nix, dass es Angela Kanzlerin sein soll. Dort steht nur was über das momentan arrogante Verhalten des Herrn Schröder. Zum Thema Verlierer: Sowohl SPD als auch CDU haben hier einen Dämpfer bekommen. Der Unterschied zwischen den Parteien ist, dass die CDU das zu akzeptieren scheint. Die SPD – allen voran Schröder – hingegen nicht. Sie stellen das sogar noch als Sieg hin. Wie weit weg von der Realität muss man dafür sein?

    @Martina: Danke. Dem stimme ich zu.

  9. Der Auftritt in der Elefantenrunde war in der Tat überaus peinlich. Jetzt geht es nicht darum, den Wahlkampf fortzuführen. Der Wähler hat gesprochen und die Politiker haben jetzt Pflicht und Aufgabe, mit diesen Kraftverhältnissen eine tragfähige Regierung zu bauen. Das haben die „Kleinen“ offensichtlich verstanden, der Kanzler (der mir politisch viel näher steht als seine Gegnerin) nicht: Thema verfehlt, setzen, Sechs.

  10. Der Schröder hat die Simonis gemacht. Die hatte es auch nicht kapiert, dass sie abgewählt wurde.

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