Anonymität und Qualität

Nico —  3.10.2005

Russel Beattie erläutert in einem längeren Artikel das Konzept hinter der japanischen Foren-Site 2ch, auf die er über einen Wikipedia-Artikel gestolpert ist. Das Konzept ist spannend, um es mal positiv auszudrücken. Schreiben kann jeder, Anonymität wird vorausgesetzt, Zuwiderhandlungen werden mit IP-Sperrungen sanktioniert. Angeblich hat 2ch täglich 10 Mio Visitors, was mehr als nur ganz ordentlich ist.

Da mein japanisch recht rudimentär ist und über das obligatorische Sushi-Bestellen nicht herausgeht, überlasse ich die Qualitäts-Diskussion anderen. Bemerkenswert ist allerdings die Philosophie hinter dieser Art Forum, die davon ausgeht, dass eine Registrierung gute Inhalte verhindert und Trolle erst möglich macht. Ich kann mir vorstellen, wie schnell ein derartiges Forum in Deutschland zu einem nicht mehr lesbaren Wortmüll verkommt.

Ich fühle mich wohler, wenn User kommentieren und dabei Vorname/Nachname sowie Email-Adresse hinterlassen. Ich hoffe natürlich, dass hier niemand mit verschiedenen Identitäten rumtrollt. Aber mehr Aufwand möchte ich bei mir nicht betreiben wollen, vorerst nicht. Für politische Weblogs wie das Wahlblog hätte ich allerdings gerne eine bessere Lösung, die die Trolle draussen hält und dennoch eine Diskussion zulässt.

Manchmal denke ich, dass ein reiner Backlink immer noch das einfachste wäre, also keine Kommentare, kein Trackback. Soll doch jeder bloggen, was er meint, das kann dann unterhalb des Artikels zusammengeführt werden.

One response to Anonymität und Qualität

  1. Hi!!!
    Adjustable Bed Part,

    :-) :-) :-)