19. Oktober 2005

EuroOSCON – kleines Fazit

Für mich ist die EuroOSCON fast vorbei und ich bin etwas gespalten in meinem Urteil über diese Veranstaltung. Es ist schon nett, mal Leute wie Larry Wall live zu sehen, auch wenn die Zeit meiner intensiven Beschäftung mit Perl schon Jahre zurück liegt und ich auch nur write-only Code produzieren konnte.

Generell muss ich sagen, dass ich immer wieder beeindruckt bin, wie gut Leute präsentieren können, wobei natürlich viele dieser Leute recht häufig auf Konferenzen rumlaufen und ihre Sachen erzählen. Das Programm der EuroOSCON war schön breit gefächert, so dass man da genügend interessante Themen finden konnte und auch durchaus neue Sachen aufschnappen durfte. Andererseits fand ich viele Sachen störend, angefangen von der nervigen musikalischen Untermalung zwischen den Keynotes, der überwiegenden kommerziellen Ausrichtung der Keynotes (Redhat, IBM, M$, etc.) und eine generelle TopDown-Ausrichtung der Konferenz. Gerade bei OpenSource finde ich diesen Ansatz etwas seltsam. Ich vermisse Stände von OpenSource-Organisationen, oder auch eine gewisse Ausrichtung an Themen, die in Europa wichtig sind. Ich brauche allerdings auch nicht das beste Hotel der Stadt für eine Konferenz, die dann mit absurden Eintrittspreisen lockt, auch wenn es angenehm ist, auf einem Sofa in der Lobby das kostenlose und ziemlich stabile WLAN nutzen zu können.

Dennoch hat sich für mich der Ausflug gelohnt, ich habe einige interessante Leute kennengelernt, neue Ideen aufgesaugt, gute Unterhaltungen gehabt und mit Markus die politische Zukunft Deutschlands diskutuiert. Amsterdam ist eine ziemlich nette Stadt, auch wenn ich nur einen kurzen Ausschnitt täglich durchschritten habe, wobei ich bislang allen Befürchtungen zum Trotz noch nicht von einem Rad- oder Rollerfahrer umgenietet wurde. Fotos von der Veranstaltung gibt es bei Flickr: EuroOSCON, natürlich mitsamt meiner verwackelten Moblog-Pix.

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Stimmt, dass mit der kommerziellen Ausrichtung ist mir leider auch negativ aufgefallen. Auch die ganze Exhibition wirkt fu00c3u00bcr mich mehr wie eine Alibiaktion fu00c3u00bcr die Sponsoren. Hier wu00c3u00a4ren Stu00c3u00a4nde z.B. der doch stark vertretenen PHP-Community oder Ubuntu, KDE, GNOME etc. zumindest zusu00c3u00a4tzlich fu00c3u00bcr meinen Geschmack doch deutlich netter gewesen :)