Palasthotel

Vor ein paar Wochen habe ich das Buch Palasthotel von Matthias Matussek erstanden und muss sagen, dass ich die Lektüre sehr genossen habe. Matussek schreibt über seine Zeit im Berliner Palasthotel in der Wendezeit. Matussek war als Reporter des Spiegels dort und schildert eindrucksvoll, wie er Berlin und die DDR in der damaligen Zeit erlebt hat.

Obwohl ich im Zonenrandgebiet aufgewachsen bin, habe ich den Fall der Mauer aus der Ferne betrachtet, da ich als Austauschschüler in Iowa war. Daher sind mir viele Debatten und Namen aus der Wendezeit zwar geläufig, aber nie so richtig bekannt gewesen. Das Buch von Matussek hilft ein klein wenig bei der Aufarbeitung dieser Zeit, mit einem kritischen Blick auf die ost- und westdeutsche Gemütsverfassung der Zeit.

Das Schöne an dem Buch: es ist sehr persönlich geschrieben und bringt sehr viel Meinung rüber.

Eine Antwort auf „Palasthotel“

  1. Ich muss mich doch sehr wundern. Ich empfehle eine andere Darstellung des Buchinhaltes, wo die Perspektive Matusseks als eine nicht nur sehr westdeutsche, sondern eine ungerechtfertigt herablassende kommentiert wird. Die Klischees zwischen Ost und West leben wieder auf. Danke, Herr Matussek. Zudem: Warum schreibt der Herr Matussek 16 Jahre nach der Einheit ein solches Buch? Eine lange Reflexionszeit, die in wenig Lesenswertes mündete, wie unserer Autor resümiert: http://www.e-politik.de.

    Beste Grüße,

    Thomas M.

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