Brenno de Winter hat seine Überlegungen zum Thema Vorratsdatenspeicherung vor allem darauf ausgerichtet, wie man anhand Nutzung anderer Kommunikationswege an der Massenspeicherung von Verbindungsdaten vorbei kommen kann. Grundtenor ist, dass die Datenmengen so riesig sind, dass es schwer wird, aussagekräftige Profile zu erzeugen, sondern dazu führen wird, dass wegen der Vorratsdatenspeicherung Leute in den Fokus der Behörden geraten, die einfach nur ihre Datenspuren hinterlassen haben, allerdings ohne kriminelle Absichten.
Nette Zahl am Rande: der holländische Provider xs4all hat mal 2 1/2 Monate lang mitgezählt, wieviele Pakete so anfallen. Zur Speicherung sind läppische 47.000.000 CDs nötig.
Nach dem Vortrag kam die Frage: “Was kann man gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung machen?” und die Antwort war: “Nix. Das ist bereits Gesetz.” Das gab durchaus lange Gesichter. Vorratsdatenspeicherung ist selbst in den USA nach 9/11 nicht durchgesetzt worden, wohl aber in der EU.
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