Werbeblocker-Geschäftsidee

Ich finde Werbung prima, oftmals führt sie dazu, dass man als Konsument ein paar Verbraucherinformationen bekommt im Austausch gegen den kostenlosen Konsum von Inhalten. Wenn die Werbung gut und zielgerichtet ist, dann haben beide Seiten etwas davon.

Dann wache ich auf und bin genervt von der absoluten Penetranz von Werbung, nein, nicht auf Blogg.de, sondern in TV und Radio. Vom Metro-Konzern. Von Saturn und Media-Markt. Mit einer nicht mehr zu überbietenden Nervigkeit und Penetranz wird auf den Konsumenten mit den allerplattesten Botschaften eingeprügelt.

Kann mal jemand einen Werbeblocker entwickeln, der mir diesen Müll aus allen Kanälen rausfiltert? Ich kann es nicht mehr hören und sehen, geschweige denn will ich in diesen Läden noch freiwillig etwas einkaufen.

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10 Antworten auf „Werbeblocker-Geschäftsidee“

  1. Spätestens wenn TV übers Netz gestreamt wird, wird sich wohl auch jemand mit einem personalisierten Werbeblocker beschäftigen. Die EU hat ja leider zuletzt noch mehr Werbung im TV zugelassen…

  2. Gibt es schon zuhauf auf analoger Basis und per Web. Bei der analogen Lösung werden die Bildecken nach Konstanten weißen Pixeln überwacht (Senderlogo) und bei Nichtvorhandensein wird ausgeblendet. Leider torpedieren immer mehr Sender das, indem sie erstens Werbung als Streifen im Programm einblenden (Sat1Pro7Media -AG), das Logo animieren (RTL Group) oder 20 Sekunden Spots _mit_ Senderlogo reinschieben (ARD). Die andere Lösung beruht auf einer Art Web-Frühwarndienst – dabei werden IR-Sender ans Netz angeschlossen, die ein beliebiges RC5-Signal senden, wenn auf dem Sender dessen Kanal sie überwachen Werbung kommt – die Dienstleistung dahinter kostet einen Obulus.
    Allerdings gibt es noch Timeshift-fähige Receiver zu kaufen. Die Sender (allen voran seltsamerweise die Öffentlich-Rechtlichen) liefen schon mal Sturm gegen die Geräte. Der einfachste Weg keine Werbung zu schauen ist, der seine Geräte abzuschaffen und von den gesparten 17 Euro die Filme zu kaufen, die man schauen will. Ab 1.1.2007 allerdings fällt der PC mit internetzugang auch unter Gebührenpflicht, also noch mehr Geld gespart (weil Telefon&DSL ist dann auch nicht mehr).

  3. Die schlimmste Radiowerbung aller Zeiten war für mich übrigens Heidepark Soltau. Dagegen sind Saturn und Mediamarkit die Wiener Sängerknaben.

  4. Auch die ständige, penetrante und völlig sinnfreie Werbung (auch Eigenwerbung bei den Privaten!!) ist für mich ein Grund mittlerweile praktisch kein Radio mehr zu hören. Was ich immer wieder nicht fasse, ist die Tatsache, dass es scheinbar so etwas wie „Fans“ oder „Stammhörer“ von Sendern wie FFH gibt…

  5. Eine weitere Möglichkeit wäre doch Bei Time Shift automatisch eine Markierung am Anfang und Ende des Werbeblocks zu setzen,dann kann ich den Block ganz einfach herauslöschen, und meinen Film zwar ein andermal als in der Programmzeitschrift,aber ungestört ansehen.
    mfg
    Hermann Schwarz

  6. Hallo,
    ich bin Elektroniker und habe mich mit dem Thema Werbeblocker schon seit einem Jahr beschäftigt. Die Werbung im Radio nervt wirklich. Zur zeit habe ich ein Gerät entwickelt, dass ich in den Markt bringen möchte und in meiner Anlage seit Mitte 2009 mit Erfolg teste. (Einfachversion). Dieses Gerät ist mit einem MP3 Player ausgestattet, der die Werbezeit überbrückt. Der Werbeblocker wird zwischen Tuner und Receiver geschaltet. Es ist schon komisch, denn dieser Sender hört sich auf einmal ganz anders an. Eine weitere Entwicklung, die noch etwas Zeit braucht und zu 99% Effektiv ist misst über einen Prozessor den Komprimierungsgrad einer Werbung (Werbung ist immer komprimiert) und entscheidet die Umschaltung auf MP3. Noch eine hilfreiche Sache ist der Ton oder die Ankündigung einer Werbung (oft durch das Wort Werbung) welcher in einem Sprachprozessor ausgewertet weden kann. In diesem Bereich habe ich schon positive Ergebnisse erzielt. Ich werde mal mit einem Chefredakteur meiner hiesigen Zeitung sprechen umd die Webetrommel zu drehen, denn die Zeitungen liegen sowieso mit Werbeeinnahmen an letzter Stelle. Siehe die Fa.Gruner und Jahr die ohne dieser Einnahmen kurz vor der Insolvens steht. Bei einer Zeitung habe ich die Möglichkeit das Blatt mit der Werbung wegzulegen, aber beim Radio muss ich mir diesen Mist anhören, denn ich kann nicht jedesmal hinlaufen und es ausschalten.
    Mit freundlichem Gruß
    Klaus Müller

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