Patent für Emoticon-Buttons

Cingular versucht gerade, ein Patent zu bekommen:

A method and system for generating a displayable icon or emoticon form that indicates the mood or emotion of a user of the mobile station. A user of a device, such as a mobile phone, is provided with a dedicated key or shared dedicated key option that the user may select to insert an emoticon onto a display or other medium. The selection of the key or shared dedicated key may result in the insertion of the emoticon, or may also result in the display of a collection of emoticons that the user may then select from using, for example, a key mapping or navigation technique.

Derartig bahnbrechende Ideen müssen natürlich sofort patentiert werden, schliesslich wurden da jahrzehntelang enorme Gelder in Forschung und Entwicklung gesteckt. Ein Button, mit dem man ein Emoticon in einen Text packen kann, das ist wahre Innovation.

Was kommt als nächstes? Ein Patent auf das Einfügen von Zeilenumbrüchen?

[ via: MocoNews.net: mobile content news ]

Digitaler Lebensstiltag revisited

Der Digital Lifestyle Day 2006 ist vorbei und ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst. Zu wenig Schlaf und dann noch eine ordentliche Erkältung lassen mich gerade ordentlich auf die Tastatur niesen. Zusammenfassungen zum DLD 06 gab es vielerorts zu lesen, daher hier nur ein paar Eindrücke.

Die Veranstaltung war ziemlich gut organisiert, es gab viele interessante Redner und viele verschiedene Themen, die im Laufe der zwei Tage angesprochen wurden. Burda hat es wirklich verstanden, hier viele grosse Namen zusammenzubringen, und einige kleine noch dazu (auf einem Panel z.B. Thomas Middelhoff und Thomas Madsen-Mygdal, klasse Kombination). Allerdings hatte man den Eindruck, dass noch nicht alle das digitale Lebensgefühl bereits verinnerlichen wollten. Nicht nur gab es von Veranstalterseite jede Menge nett gemeintes Altpapier (u.a. ein Büchlein mit allen Rednern, Fotos, und wasweissichnichtnochalles), dafür aber ein kaum benutzbares WLAN und nur vereinzelt einige Steckdosen, sondern auch das Publikum wirkte überwiegend eher so, als wolle man sich vorsichtig diesem neumodischen digitalen Krams nähern. Das sind allerdings auch eher nur die Rahmenbedingungen bei so einem Event, viel wichtiger sind die Leute, die man in Gespräche verwickeln kann. Ich habe viele gute Gespräche geführt, einigen Leuten mabber gezeigt, sehr gute Anregungen bekommen, und wurde einmal im Vorbeigehen mit “mehr Dönerstage!” angesprochen. So lernt man seine Leser kennen und wird gleichzeitig über das Alleinstellungsmerkmal des Blogs informiert.

Zu den Vorträgen und Panels kann ich nicht wirklich so richtig viel sagen, da ich viel Zeit genutzt habe zum networken, wie man das so schön sagt, oder um ein wenig im Fatboy Beanbag zu lümmeln und die Daheimgebliebenen im Büro per mabber auf Trab zu halten. Interessant war für mich der Gegensatz zwischen dem Panel zu Innovation und dem zu The Next Big Thing. Einmal eine Handvoll angestellter Germanen, einmal zwei Amerikanerinnen und ein argentinischer Unternehmer. Erstere waren sich überaus einig, dass Innovation gut sei, viel mehr habe ich da nicht mitbekommen. Letztere haben einige Ideen in den Raum geworfen, wo denn in den nächsten Jahren noch viel Neues und das nächste grosse Ding zu finden sein könnte. Dazu gehörte das Handy (nicht jeder kann sich ein Computer kaufen) und der Gesundheitsbereich. Grundsätzlich habe ich da einen Gegensatz gesehen, dass nämlich bei letzteren durchaus eine Vision zu spüren war, während erstere nur fröhlichen Platitüdensalat von sich gaben.

Ansonsten herrschte Friedefreudeeierkuchen und alle waren glücklich und zufrieden und es wurde nicht allzu viel hinterfragt oder kritisiert. Ausnahme war hier Anina (deren Rolle als bloggendes von Nokia gesponsertes Model, die ich jedenfalls noch nie in einer der in dieser Wohnung zu lesenden Frauenzeitschriften, und das sind mehr Titel als ich mir merken könnte, wiedererkannt habe, durchaus auch mal von einigen Leuten hinterfragt werden könnte, zumal sie ständig auf irgendwelchen Konferenzen mit Floskeln glänzt), die Frau Meyer von Google die Frage stellte, wieso man als User nicht in der Lage ist, selber die Inhalte zu bestimmen, die über die eigene Person zu finden sind. Interessante Frage, aber eine Antwort gab es nicht wirklich, der Google Avatar in Aktion.

Angenehm fand ich Herrn Burda, der ziemlich begeistert schien von dem, was an diesen beiden Tagen so ablief und ein ehrliches Interesse an den Teilnehmern und den Ideen an den Tag legte. Merkwürdig fand ich, wie jemand auf die Idee kommen konnte, einen Hörbuchdienst “claudio” nennen zu können, garniert mit dem selten dämlichen Spruch “ich les audio – mit claudio”. Nett waren die Actimel-Kühlschränke, aber geholfen hat mir die Einnahme dieser Drinks auch nicht. Cool fand ich die Visitenkarte vom XBOX-Pr-Chef, der neben seinem Namen auch gleich noch seinen Nickname gesetzt hatte. Lässig war der Spa-Bereich im Bayerischen Hof, wo die Party stattfand, nur draussen auf der Dachterasse war es ein klein wenig zu kalt für mich. Dafür entschädigte der Blick über die Dächer Münchens hin zu dieser einen Kirche schon ziemlich.

Die DLD Karawane ist jetzt nach Davos weitergezogen. Bleibt abzuwarten, wieviel von den Ideen und dem Schwung, der von diesen Tagen ausgehen sollte, in den Köpfen der Besucher hängen bleibt und in diesem Jahr umgesetzt werden wird. Mal sehen, wieviel Burda im Sinne von pratice what you preach auch selber umsetzen mag oder kann.

Der DLD 06 war ein gelungener Start in das Jahr 2006. Es wird noch einiges passieren.

Aibo wird eingestellt

Nach diesem Bericht sieht es so aus, als sei Botterhund einer der letzten seiner Art:

Continuing the restructuring in its electronics business, the company said it would end its Aibo robot line, stop development of its Qrio robot, stop development and manufacturing of plasma televisions, and stop selling in-car entertainment products in Japan. It will also kill its Qualia line of pricey, high-specification products.

Merkwürdig, wo Sony doch gerade das Produkt überall werbemässig platziert hat und momentan Roboter in fast jeder Zeitschrift präsentiert werden, die etwas mit IT zu tun haben.

St. Pauli kegelt Bremen aus dem Pokal

Wenn die Lieblingsvereine 2 und 3 gegeneinander spielen, dann dann kann es schon mal sein, dass Bremen weggeschossen wird:

Der FC St. Pauli hat es tatsächlich geschafft! Auf Schneeboden gab der Regionalligist dem großen SV Werder mit 3:1 das Nachsehen und zog erstmals ins Halbfinale ein.

Dann werde ich wohl heute mal meinen braunen Anzug anziehen, mitsamt Trikot, muss ja stilvoll sein. Hach, das wird meine Bremer Jungs sicherlich erfreuen.