Neues Geschäftsmodell für Weblogs

Nico —  27.02.2006

Nicht nur ich denke öfter mal darüber nach, wie man Weblogs besser kommerziell ausbeuten kann. Werbung ist eine Sache, Sponsoring eine andere, Product Placement eine weitere, aber irgendwie ist das alles nichts halbes und nichts ganzes. Letztendlich muss es darum gehen, die Stickyness eines Blogs zu erhöhen, so dass bei dem User-gedrivenen Content der Eyeball-Faktor verbessert wird. Ein Micropaymentsystem für Kommentare erscheint mir immer angebrachter.

Bei der Kommentarlawine auf meinem Blog, derzeit mit mehr als 2300 Kommentaren, hätte sich ein Preis von 10 Cent schon halbwegs gelohnt. Ich denke jetzt eher an höherpreisige Kommentare, schliesslich ist die Zielgruppe auch anspruchsloser in diesem Fall. Auch Incentive-Massnahmen wie „Comment 10, get one free“ erscheinen lohnenswert. Wenn man das Ganze dann noch als Prepaid-Angebot platziert und die CommentCoin an den Markt bringt, profitiert man noch von den Einzahlungen und kann die Gelder vor dem Ausschütten an den Blogger noch ein wenig für sich nutzen. Danach kommt die Verknüpfung mit Payback und Miles&More, was letztendlich zu einer besseren Nutzung der Kommentare führen wird. Die Rechte an den Kommentaren hat der Betreiber des Blogs und kann dieser wiederum als 3rd-Party Content an Web-Portale per RSS-Feed verkaufen.

Wenn das hier so weiter geht, dann werde ich nicht nur ein Top100 Businessblog, sondern noch ein Top100 Visionärsblog.

10 responses to Neues Geschäftsmodell für Weblogs

  1. Wäre dieses Weblog nicht im Internet sonder Teil eines „mobilen Portals“… dann wären 20 Cent pro Kommentar durchaus angebracht. Alternativ: Das Kommentar-Abo für 3 Euro / Monat.

  2. Na? – Auch zuviel Karneval gefeiert? 8)

  3. Ich sehe schon die nächste New Economy aufsteigen und fallen.

  4. Marcnesium 28.02.2006 at 0:25

    Zahlungsbereitschaft für Kommentare? Also ich habe persönlich keine.
    Wüsste auch nicht, ob der Anreiz so gross ist, unbedingt mitdiskutieren zu wollen.
    Ausserdem würde sich so die z.B. 2300 Kommentare deutlich reduzieren.

    Und: wie bitte willst Du solch einen Content noch an 3rd Parties verkaufen ;)?

  5. ich würde es drehen: Du zahlst, ich lese. Ich kommentiere, Du legst dreifach drauf. Ich kommentiere und trackbacke, Du legst das fünffache dazu. Faires Modell, doch, hat was.

  6. :-). Also zahlen würde ich nix, um kommentieren zu dürfen. Wo kommen wir denn da hin…

  7. Also, für jemanden, der technorati.de administriert hört sich das sehr zynisch und verbittert an…oder vielleicht Karneval-verkatert? Obwohl, an dem „Bier“ kann es ja wohl nicht liegen, für jemanden, der aus dem Land der Hoizonte kommt (das Leben an der Küste ist hart und wir haben zwei davon in S.-H.!), und sonst nur Flensburger und Jever gewohnt ist, ist das doch gerade mal buntes Mineralwasser ;o)

  8. Für deinen Eintrag gibt es zwei Gründe:

    1. Du verträgst das Kölsch nicht.
    2. Du hast das Datum verwechselt, der 1. April ist erst nächsten Monat.

  9. *lol* Wir sehen wieder mal: Karneval schadet ihrer Gesundheit. ;-) Sich für’s Kommentieren registrieren zu müssen ist ja schon ein Unding in Tüten. Bezahlen?! *gg*

    Aber gut: Es gibt ja immer auch Leute, die meinen, ein AOL- oder t-offline-Portal wäre eine geldwerte Sache? Zur ingroup, die sich dann gegenseitig abonniert, kämen die also ggf. dazu.

    Im Übrigen finde ich Roberts Idee eigentlich ganz pfiffig. Nur die Preise für trackbacks sollte man noch mal überdenken. :-P

  10. Na dann viel Glück bei den Top 100 Visionärsblog!

    Oder den Eintrag vielleicht wirklich noch mal in einem Monat wiederholen.