AIM Pages

Nico —  9.05.2006

Screenshot: AIM PagesNach dem großen Erfolg von AOL Hometown wird jetzt AIM Pages vorgestellt. Unter aim.com/username soll dann jeder User seine eigene kleine Seite haben, mit vielen Community-Features und offensichtlich auch Schnittstellen zu anderen Diensten. Das mag jetzt für einige neu klingen und für leitende AOL-Mitarbeiter aufregend sein, aber innerhalb diesen Jahres wird so etwas zum guten Ton gehören und evtl. sogar bei schnarchnasigen deutschen Portalen umgesetzt werden.

AOL versucht gerade, auf den rasenden Community-Zug aufzuspringen, denn schliesslich ist das Produkt AIM gut eingeführt. Notgedrungen öffnet sich AOL eben auch Usern, die nur am Messaging Interesse haben, nicht aber an einer Email-Adresse für DAUs und einem AOL-Portal, geschweige denn DSL. Da stellt sich mir ganz unaufdringlich die Frage des Erlösmodells hinter AIM Pages. Die User nutzen eh schon AIM, jetzt sollen sie noch bunte Seiten im Netz anlegen, die mit AIM verknüpft werden. Soll das durch Werbung finanziert werden? Sind Kosten erst mal egal, geht es um einen hoffentlich einsetzenden Coolness-Faktor?

AOL wirkt zunehmend hektisch und hinterlässt bei mir den Eindruck, dass sie unbedingt irgendetwas machen wollen, um nicht untätig zuzusehen, wie die nachwachsenden Netz-Generationen einen weiten Bogen um AOL machen.

MySpace-Killer? Was meint ihr?

[ via: AOL Buddy List’s Social Network Expands With AIM Pages, Phoneline | paidContent.org ]

3 responses to AIM Pages

  1. Also das Design ist doch durchaus ansehnlich. Bei MySpace tränen einem ja die Augen.

    Ich kann mir also schon vorstellen, dass das gut ankommen wird.
    Ob es allerding wirklich ein MySpace-Killer wird…

  2. Nunja. Wie der Kommentar von Chris zeigt, ist Access momentan nicht so ganz das richtige Geschäftsmodell um groß zu wachsen. Die Konkurrenz ist sehr hoch und andere Konzerne haben u.U. ganz andere Möglichkeiten, Access quer zu subventionieren.

    Da finde ich es eigentlich ganz natürlich, das man sich nach Alternativen umguckt. Allerdings kann ich Deinen Eindruck von Hektik nicht so ganz teilen. AOL ist sicher spät dran und die Zeiten als AOL der dicke Innovator war, sind längst vorbei (Ganz ehrlich: Ich glaube, dafür ist die Firma einfach zu groß), aber man versucht es wenigstens. Ich finde diesen AIM-Pages-Krams eigentlich ziemlich gut gemacht. Und sie haben ihre Lektionen an vielen Stellen wirklich gelernt.

    Zum Erlösmodell: Wie viele der Web2.0/Community/Blah-Vorreiter haben denn bitte ein solides Erlösmodell?

    Fragen die man sich stellen kann. Die Frage ist, wie wichtig das an dieser Stelle ist. Was für ein Erlösmodell hat denn z.B. mabber.com? Verdient ihr mit blogg.de wirklich solide Geld? Fragen die man sich stellen kann.

    (btw: Ich kann sie natürlich nicht beantworten. Dafür sind die AIM-Leute dann doch ein bisschen weit weg)

  3. na, hier man nicht ablenken. :)

    mabber wird kostenpflichtig werden, allerdings nur die mobile komponente, blogg.de trägt sich.