Ursula Engelen-Kefer geht nach 16 Jahren

Nico —  23.05.2006

Ursula Engelen-Kefer war nicht von den Einzelgewerkschaften für den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden nominiert worden, mit dem Hinweis auf ihr Alter und dass man ein Zeichen gehen die Rente mit 67 setzen wolle. Sie trat dennoch an und verlor. Im politischen Slang heisst ja eine Abstimmung mit mehr als einem Kandidaten immer gleich Kampfabstimmung. Ich finde, es muß viel mehr Kampfabstimmungen geben, damit es wenigsten wieder spannend wird und nicht nur die vorher ausgekasperten Kandidaten abgenickt werden.

Frau Engelen-Kefer ging sicherlich nicht nur mir ziemlich auf die Nerven und ich finde es daher sehr gut, dass sie nicht erneut wiedergewählt wurde. Es geht mir hierbei aber weder um die Positionen noch um das Alter, sondern vor allem um eins: sie war 16 Jahre lang stellvertretende Vorsitzende des DGB. 16 Jahre lang! Demokratie lebt vom Wechsel, auch bei grossen Interessenverbänden wie dem DGB sollte dies beherzigt und gelebt werden.

16 Jahre sind eine verdammt lange Zeit und es ist gut, dass dieser Wechsel heute stattgefunden hat.

4 responses to Ursula Engelen-Kefer geht nach 16 Jahren

  1. Und vor allem hoffe ich, daß ihre Medienpräsenz jetzt etwas abnimmt.

    Der Nervfaktor war bei ihr in der Tat gewaltig.

  2. Vorweg: Grundsätzlich teile ich Deine Meinung zu Ursula Engelen-Kefer.

    Nichtsdestotrotz hat sie man schon etwas herausgemobbt. Das muss man daher nicht gut heißen.

  3. Komme was wolle. Frau Engelen-Kefer war und ist der Beweis dafür, dass inhaltlich gar nicht so schlechte Positionen durch miserable und enervierende Präsentationen (diese Stimme, argh!) schlecht gemacht werden können.

  4. Wäre die Aufregung nur so groß gewesen bei dem Dicken aus Oggersheim, der nun wieder bei der Karlspreis Verleihung an Jean-Claude Juncker in die Öffentlichkeit tritt.

    Haltet mal die künftigen Medien-Auftritte des DGB und seines neuen Führungs-Duos im Auge und dann auf zur Wiedervorlage.