13. Juni 2006

Vorhin im Meeting

Heute vormittag hatten wir ein Meeting, was an sich nichts unübliches ist. Dabei sollte ein Repräsentant einer Firma sein und zwei von uns. Kurz vor dem Termin kam unsere Assistentin zu mir und sagte “Die beiden Herren sind da.” und ich war ein wenig verdutzt, da ich nur einen Teilnehmer erwartete. Auf meinem Weg zum Termin kam dann ein weiterer mir bis dato unbekannter Herr entgegen, der sich mir vorstellte und ebenfalls zum Termin wollte, denn er war der eingeladene Teilnehmer. Da noch ein Stuhl fehlte, bin ich kurz raus gegangen, um diesen zu holen, während die beiden Herren sich bereits platzierten und Teilnehmer Nr. 3 es sich auch bequem machte.

Als ich wieder im Raum war, wähnte ich die Vorstellungsrunde als bereits erledigt und wir gingen sofort auf das Thema ein. Es folgte eine kurze Präsentation unserer Firma, dann der anderen. Einer der beiden Herren stellte Zwischenfragen.

Nach einer Weile wunderte ich mich zunehmend über die beiden Herren, da sie augenscheinlich mit Teilnehmer Nr. 3 nicht bekannt waren, uns aber auch nicht. Man will ja nicht unhöflich sein und einfach “wer sind Sie denn eigentlich?” fragen, aber so ganz gehuer kam mir das nicht vor. Nach einem erzwungenen Visitenkarten-Austausch kam heraus, dass die beiden Herren von einer Gebäudereinigungsfirma waren und von der Assistentin fälschlich in unser Meeting platziert wurden. 20 Minuten lang haben die beiden immerhin durchgehalten, ohne zu murren. Einer von beiden mischte sich in das Gespräch zum Thema WEP und WPA ein, ansonsten kam kein Hinweis, dass sie das Thema vielleicht etwas weit hergeholt fanden.

Das hat man von einer Open-Door-Policy, da können Meetings auch mal etwas seltsam werden.

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Da gab es mal das Visitenkartenspiel fu00c3u00bcr die CeBit.
DO
{
Mit einer Visitenkarte ergatterst Du die eines anderen, mit der gibst Du Dich am Stand der nu00c3u00a4chsten Firma als er aus und unterzeichnest irgendwelche Auftru00c3u00a4ge.}
WHILE CeBit.

Das ist der Nico, den ich mag :-)

20 Minuten?!

... Ihr scheint leckeren Kaffee zu kochen! :)

das Problem stellt sich auch, wenn man zu spu00c3u00a4t ist und eigentlich immer auch Leute dabei sind, die man nicht kennt. Ich bin neulich auch wie immer spu00c3u00a4ter in den u00c3u00bcblichen Raum gekommen, lauter Typen, die ich nicht kannte, wenn man spu00c3u00a4t ist will man ja nicht auffallen, schaut sich nicht sooo genau um... naja, vor dem Hinsetzen hab ich dann gemerkt, dass "ober sticht unter" unser Meeting woanders stattfand und hier die hohen Herren tagten. Der Chef hatu00c2u00b4s mit Humor genommen;-)) Wu00c3u00a4r aber vermutlich auch ganz interessant geworden.

Hm, hm, das ist eine sehr deutsche und englische Auffassung von Hu00c3u00b6flichkeit, sich dem anderen nicht vorzustellen und nicht zu fragen, wer er ist. :-)

Ich habe am Wochenende Seminar in Italien (Na gut, Su00c3u00bcdtirol) gegeben, da kam keiner in den Raum ohne von einem der anderen Teilnehmer gefragt zu werden, wer er ist (und nicht ohne alle Anwesenden mit Handschlag zu begru00c3u00bcu00c3u009fen).

Grundsu00c3u00a4tzlich (und da bin ich dann deutsch und gut organisiert) denke ich, dass der der das Meeting anberaumt hat, zu Beginn sich, das Thema und die u00c3u00bcbrigen Teilnehmer vorstellen sollte oder zumindest nachfragen, ob sich alle kennen.
Nimmt zwar den u00c3u009cberraschungseffekt, aber macht alle ein bisschen glu00c3u00bccklicher.

Trotzdem: Schu00c3u00b6ne Geschichte. ;-)

Kamen Dir die blauen Overalls der beiden Herren nicht spanisch vor?

okay, ich auch noch: dachte auch an Taxi-Talker. aber ich finds interessant, dass vertreter der reinigungsfirma sich fu00c3u00bcr eure company interessieren... hat was... :->

Tatsu00c3u00a4chlich musste ich auch direkt an dieses BBC-Interview denken. So ist das - Hu00c3u00b6flichkeit verhindert manchmal, zu wissen, wer vor einem steht, wenn man nicht direkt fragt :).

sounds like the BBC to me ;)

Erinnert an den Applekenner, u00c3u00a4h Taxifahrer...

Daraus ku00c3u00b6nnte man ein schu00c3u00b6nes Spiel machen. Du gehst in eine fremde Firma, in ein fachfremdes Meeting (mit eingeschaltetem Diktiergeru00c3u00a4t) und versuchst A. so viele Kommentare wie mu00c3u00b6glich zu platzieren, B. das gesamte Meeting unentdeckt zu bleiben und C. so viele Visitenkarten wie mu00c3u00b6glich einzuheimsen. Das ganze wird hu00c3u00bcbsch aufaddiert und wir haben einen Gewinner.