29. Juni 2006

Google, CPA und nun Checkout

Vor ein paar Tagen habe ich über Google und CPA geschrieben und die Verlagerung von CPC zu CPA basierter Abrechnung der Werbemaßnahmen. Nun wurde Google Checkout veröffentlicht und das Bild wird noch klarer. Checkout ist nicht der lange angekündigte Paypal-Killer.

Mit Checkout startet Google einen Frontal-Angriff auf Amazon und Ebay, die zudem noch gute Kunden sind bei Google Adwords. Google bietet jedem Händler für 1$ Werbeumsatz kostenlose Transaktionen für bis zu $10 Umsatz an, womit Google sicherlich erreichen wird, dass viele Händler auf Checkout umschwenken werden. Damit hat Google dann massiv Daten über Produkte, deren Abverkauf sich im Web lohnt. Der große Unterschied zu Ebay und Amazon ist, dass Google dann letztendlich einen verteilten Marktplatz beherrscht, indem sowohl Werbung als auch die Abwicklung der Transaktion über Google laufen.

Interessanter Nebeneffekt bei Checkout (und natürlich auch bei Ebay): immer mehr Transaktionen gehen an den Banken vorbei und es wird quasi ein alternativer Markt für Transaktionen etabliert, der den bargeldlosen Zahlungsverkehr ganz dezent revolutioniert, ohne dass die etablierten Banken auch nur Ansatzweise etwas gegen den Verlust von Transaktionen tun können.

Google bedeutete schon immer Abverkauf, gut versteckt hinter der Idee “Don’t be evil” und einer Suchmaschine. Mit CPA und Checkout wird dieser Abverkauf für die Händler nun noch effektiver und damit für Google noch profitabler gestaltet werden.

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Bei GoogleCheckout aber nicht und um dieses Produkt ging es doch hauptsu00c3u00a4chlich, oder nicht?

Und Paypal ist in Deutschland ja nun wirklich recht weit davon entfernt, ein durchschlagender Erfolg zu sein.

@Niels: Wenn ich ein Produkt bei eBay verkaufe, der Ku00c3u00a4ufer mit Paypal bezahlt und ich anschlieu00c3u009fend mit Paypal irgendwas kaufe, geht die Transaktion durchaus an den Banken vorbei...

Naja. An den Banken vorbei geht es nicht wirklich, wie hier gestern schon in einem zwischenzeitlich verschwundenen Kommentar zu lesen war. Gezahlt wird ja auch bei GoogleCheckout u00c3u00bcber die Kreditkarte, die m. W. stets von einer Bank herausgegeben wird.

Allerdings du00c3u00bcrfte den Banken und Kreditkartenunternehmen gar nicht schmecken, welches Umsatzvolumen und damit einhergehend Verhandlungsmacht da bei Google entsteht. Fu00c3u00bcr Kartenbelastungen u00c3u00bcber Google Checkout werden die Banken wohl nur noch einen kleinen Bruchteil der sonst u00c3u00bcblichen Provision sehen.