Bundesarbeitsdienst

Nico —  27.08.2006

Urlaubszeit, Reisezeit, Zeit auch zum Ausspannen und mal neue Ideen zu denken, so handeln derzeit etliche Politiker, die auch prompt die Gunst der Stunde nutzen, und ihre halbgaren Ideen gleich mal den beglückt lauschenden Journalisten zum Aufschreiben diktieren. Ganz groß im Kurs sind natürlich mal wieder die Hartz-IV-Empfänger, aber auch die derzeit grassierende Sicherheitsmanie.

Während der CSU-Generalsekretär Söder in seiner gewohnt sysmpathischen und rücksichtsvollen Art gleich mal Stammtisch-tauglich die Streichung des Urlaubsanspruches für Hartz-IV-Empfänger empfahl, ging Verkehrsminister Tiefensee den entscheidenen Schritt weiter und sah schon ehemals letharg zuhause sitzende Hartz-IV-Horden im Patrouille-Dienst für unser aller Sicherheit.

Ich finde das im Ansatz schon mal ganz anständig, schliesslich wird es von der FDP als „populistischer Quatsch“ bezeichnet, muss also gut sein. Man sollte aber auch hier Nägel mit Köpfen machen und eine Behörde zur Regulierung des Bundesarbeitsdienstes einrichten, die dann die Kompetenzen mit den jeweiligen Landesbehörden und karitativen Einrichtungen koordinieren muß. Ohne Behörde geht schon mal gar nix, das ärgert mich immer so maßlos an diesen wenig durchdachten Forderungen. Wichtig ist, dass die Ansiedlung der Behörde bundesweit ausgeschrieben wird, damit sich noch mal überall im Land Bürgermeister zu eloquenten Reden hinreissen lassen können, warum gerade ihr Ort einen Standortvorteil für die Behördenansiedlung mit sich bringen würde.