Sicherheit: Deutungsversuche eines Kriminaloberrats a.D.

Nico —  6.09.2006

Elmar Salgmann, ein ehemaliger Kriminialoberrat des LKA Hamburg, darf in der Welt seine Ansichten zur Sicherheit: Tyrannei des Datenschutzes zum Besten geben:

Es beginnt mit einem Paukenschlag: Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Hans Peter Bull, veröffentlicht den ersten Prüfbericht über die Dateien des Bundeskriminalamtes. Seine vermeintliche Erkenntnis, Polizeiarbeit sei „Datensammelwut“ und „Schnüffelstaat“ legt die Axt an die Wurzeln der Kriminalistik.

Elmar Salgmann, der für die FDP Winsen-Luhe für einen Sitz im Stadtrat kandidiert, zeichnet ein Bild vom Datenschutz in Deutschland, der vor allem eins tut: stören. Und die Arbeit der Polizei wird durch den Datenschutz behindert. Aber Salgmann hat Hoffnung:

Ein Trost bleibt: Die Mehrheit der Bürger hat ein sehr viel realistischeres Bild von unserer Gesellschaft. Sie hat besser verstanden, dass der „amtliche Datenschutz“ immer die schützt, die sich in unserer Gesellschaft unsolidarisch verhalten.

Dieser Artikel ist wirklich lesenswert.

Ich habe selten so viel gequirlte Schafscheisse in einem einzigen Artikel ertragen müssen. Ich bin jetzt nicht überrascht, dass dieser Artikel in der Welt erscheinen durfte, aber wenn man dazu den Artikel Anti-Terror-Datei: Bis zu 2000 Hamburger werden erfasst liest, dann wirkt der Artikel von Salgmann wie bestellt.

3 responses to Sicherheit: Deutungsversuche eines Kriminaloberrats a.D.

  1. Naja, es muss auch ein paar Idioten bei der F.D.P. geben.
    Schließlich gibt es davon auch genug in allen anderen Parteien, ob nun SPD (Pop-Beauftragte, die jetzt Umweltminister sind), CDU/CSU (wenn ich jetzt anfangen würde, könnte ich nicht mehr aufhören), Grüne (Cem Özdemir) usw. usf.
    Denke an die SPD Kreis Herzogtum Lauenburg…

  2. Ich widerrufe „Idioten“.
    Bitte mit „diskussionswürdige Subjekte“ ersetzen.
    Wir wollen doch politisch korrekt bleiben und niemanden „Idiot“ nennen.

  3. Der Vorsitzende des Bundes der Kriminalbeamten schießt auch verbal gegen den Datenschutz, sobald er eine Kamera oder ein Mikrofon sieht. Er hat vor 14 Tagen im ARD/ZDF-Morgenmagazin sogar den Bundesdatenschutzbeauftragten dafür angegriffen, dass er über Kryptographie informiert.