iKauder reloaded

Volker Kauder, der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, podcastet wieder als iKauder. Der aktuelle Beitrag ist eher ein Beiträgchen, dennoch ist man sich aber bei der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sicher, dass man nur dann Wähler in allen Landesteilen erreichen kann, wenn man auch eine Abschrift des Tondokuments präsentiert. Dort heisst es dann u.a.:

Das war eine Erfahrung in dieser Woche. Daraus entnehme ich, wir Politiker brauchen nicht immer vor die Kameras, wenn wir nicht was wirklich Wichtiges zu sagen haben.

Nicht nur nicht vor die Kameras, auch nicht vor die Miktofone, lieber Herr Kauder.

Wenn es um den Einsatz im Nahen Osten geht, dann würde mich durchaus interessieren, warum die Bundesregierung wochenlang wartet bis eine offizielle Anfrage kommt, anstatt schon mal vorher zu sagen: „also, möglich wäre folgendes, alles andere wäre schwer durchsetzbar: …“, anstatt dass man immer wieder betont, man würde ja, könnte durchaus, aber müsse noch warten bis eine Anfrage kommt. Andere Länder haben doch auch gleich gesagt, was sie zu tun gedenken. Das, Herr Kauder, hätten Sie durchaus mal erklären können in Ihrem Podcast. „Und wir sind einfach darauf angewiesen, dass Anforderungen aus dem Libanon und von der UNO kommen.“ erklärt irgendwie gar nix.

Ansonsten: schön, dass der Podcast so kurz ist, aber ein paar mehr Sätze dürfen es schon noch sein, oder? Sonst lassen Politiker doch auch keine Gelegenheit aus, mal was zu erzählen, vor allem, wenn sie nicht unterbrochen werden können.

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4 Antworten auf „iKauder reloaded“

  1. Das Kreuz rechts oder links oben unterbricht jeden Politiker – hundertprozentig und andauernd. Einer der großen Vorteile des Internets. Sollte vielleicht auch im realen Leben und für andere Personenkreise eingeführt werden….

  2. Was mir im Herzen weh tut: Weder die Genossen noch die Grünen kriegen so was auf die Reihe. Vielleicht solltest Du denen den „Sozi-Cast“ verkaufen?

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