bwin-Vorstände wurden in Frankreich festgenommen

Nico —  15.09.2006

Interessant, wie die europäische Harmonisierung im Bereich Wetten und Glücksspiel voranschreitet:

Die beiden Vorstände des österreichischen Sportwettenanbieters bwin sind am Freitag in Monaco wegen des Verdachts auf illegales Glücksspiel festgenommen worden.

Die beiden Vorstände Manfred Bodner und Norbert Teufelberger seien während der Bekanntgabe einer Partnerschaft mit dem französischen Fußball- Erstligisten AS Monaco „zur Befragung hinsichtlich angeblicher Verletzungen des französischen Glücksspielrechts heute Nachmittag in Gewahrsam genommen“, teilte das börsennotierte Unternehmen in Wien in einer Ad-hoc-Mitteilung mit.

Irgendwie acuh merkwürdig, dass auf der einen Seite Bwin gerne sponsern darf (Reit-WM in Aachen, CDU Media-Night in Berlin, etc.), aber dennoch die Firma auf dem Radar der Polizei in Deutschland und dem benachbarten Ausland gelandet ist.

[ via: Spektakulär – „bwin“-Vorstände in Frankreich festgenommen – EXPRESS online – Deutschland & Welt ]

5 responses to bwin-Vorstände wurden in Frankreich festgenommen

  1. Menno, Du hast Werder vergessen!

  2. ignorieren ist nicht vergessen. :)

  3. Ich hätte ja gar nichts dagegen, wenn das Wettspielzeugs ausnahmsweise mal nicht liberalisiert wird. Ich würde denken, das wäre eine gute Idee (ich finde Glücksspiel nicht gerade heilbringend).

    Wenn das blos nicht alles so durchsichtig wäre und man nicht ganz genau wüsste, dass die Länder nur darauf aus sind, ihre Einnahmen durch den Oddset-Verein zu sichern und ihnen das Schicksal der Glücksspielabhängigen im Prinzip völlig schnuppe ist – Vorausgesetzt sie sind von Oddset und nicht von bwin abhängig.

    Scheinheiligenpolitik at its best.

  4. Alles PR. Spektakulär war es nicht. Damit hat man gerechnet. Eigentlich dachten alle, die das mit etwas Ahnung verfolgen, dass die Franzosen schon früher zugreifen.

  5. Zitat:

    „irgendwie auch merkwürdig, dass auf der einen Seite Bwin gerne sponsern darf (Reit-WM in Aachen, CDU Media-Night in Berlin, etc.), aber dennoch die Firma auf dem Radar der Polizei in Deutschland und dem benachbarten Ausland gelandet ist.“
    Das ist überhaupt nicht merkwürdig ! Über den Sponsor entscheidet nicht der Staat , sondern der, der gesponsert werden will.
    Im übrigen gibt es die Gewaltenteilung. Es sind die Justizapparate ( Legislative ) , die gegen bwin und andere vorgehen.