Anti-Terror-Zentrum für 86 mio EUR?

Ich hatte ja ganz vergessen, mich ordnungsgemäß über die Einrichtung einer Internet Monitoring und Analysestelle (IMAS) aufzuregen. Laut heise.de sind dafür 50 Beamte und ein Finanzbedarf von 86 mio EUR vorgesehen. Hallo? 1,72 mio pro Beamten? Was machen die Bitte? Speichern die das Internet auf vergoldeten Festplatten ab? Ist das für Mitgliedsbeiträge bei Social Communities, in denen islamistische Aktivitäten vermutet werden? Was bitte wird da eingerichtet für schlappe 86 mio EUR? Die NSA hat doch schon eindrucksvoll bewiesen, dass sie die gesammelten Daten nicht mehr wirklich auswerten kann, daher will jetzt die IMAS auch selber sammeln und dann gucken, was passiert?

Auch hier wird wieder ein handlungsfähiger Staat simuliert, bei den Kosten muß das ja gut sein und wir leben alle sicherer.

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Eine Antwort auf „Anti-Terror-Zentrum für 86 mio EUR?“

  1. Och, erstmal wird gespeichert und irgendwann haben sich die Datamining-Tools und die Rechenleistung (und natürlich Straftatsdefinitionen) soweit entwickelt, dass man rückwirkend Leute belangen kann. Ähnlich wie bei Dopingproben, die nach Jahren aufgetaut und mit neuen Verfahren getestet werden und siehe da – XY war doch gedopt damals. Wie war das noch mit dem Verfallsdatum von (digitaler) Daten?

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