Zitat der Woche

Nico —  29.09.2006

Hohn und Spott aus dem Hause Siemens:

„Wir haben bei der Veräußerung unserer Handysparte an BenQ 2005 ein Weltgeschäft abgegeben und sind sehr überrascht über die Haltung von BenQ, nun das regionale Geschäft in Deutschland nicht länger finanziell zu unterstützen und damit offensichtlich in die Insolvenz zu steuern.“

Eine Siemens-Sprecherin zur Insolvenz von Benq Deutschland. Das Siemens-Management und Herr Kleinfeld sind sicherlich total überrascht und sitzen jetzt fassungslos da, völlig ahnungslos wie das nur passieren konnte. Der Asiate an sich, das konnte man ja niemals vorraussehen, dass die so handeln würden.

[ via: Handy-Pleite: Rüttgers nennt Fall BenQ „eine große Sauerei“ – SpOn ]

4 responses to Zitat der Woche

  1. Schon total toll wie überrascht der Vorstand von Siemens noch sein kann.

    Da trennt sich der Konzern von einer Sparte die 1,000,000 EUR Verlust pro Tag generiert, zahlt sich selbst zur Belohnung 30% mehr Gehalt und ist dann total überrascht, wenn auch der Käufer keinen Bock mehr hat.

    So viel Überraschung!

  2. Siemens hat sich vor der Verantwortung gedrückt. Jetzt kann jemand anders die Leute entlassen und das dann ohne Abfindung, wegen Insolvenz. Siemens hätte die Arbeitskräfte nicht so billig entsorgen können. Zum Kotzen! Warten wir mal, welcher Konzern das bald nachmacht. Wenn wieder mal sowas wie ein Spartenverkauf droht, dann ist die Gewerkschaft gefragt, zu organisieren, dass kein Mitarbeiter zum neuen Arbeitgeber wechselt. Dagegen kann man sich schließlich wehren als Arbeitnehmer. Bei BenQ ists nun zu spät.

  3. damals gabs eine billige einjährige beschäftigungsgarantie für die betroffenen AN – ein schelm, wer (usw. …)

  4. Extra miese und wahrscheinlich durch und durch geplante Tour, denn die ganze Geschichte war abzusehen – seit dem Launch der x65-Serie im Jahre 2003/4.

    Damals musste jeder Insider erkennen, das man ein völlig verfehltes Produkt entwickelt hat und aus dem Dilemma nicht mehr rauskommt…ohne…