Brandeins im Jammertal

Als ich diesen Aufmacher las, war ich sehr verzückt, denn ich hatte mehrere Jahre in der SPD Landesorganisation Hamburg meine Semesterferien verbracht, beim Wahlkampfmanagement mitgeholfen und irgendwann die Partei ins Web gebracht:

Die Hamburger SPD wähnte sich als ewige Regierungspartei.
Und stürzte tief.
Auf dem Boden der Tatsachen ist sie allerdings noch nicht angekommen.
Porträt einer autistischen Organisation.

Der Artikel hingegen ist langweilig und erzählt nix Neues. Wenn man ein Jammertal und eine autistische Organisation beschreiben will, dann sollte man mehr Butter bei die Fische packen als diese Aneinanderreihung von hinlänglich bekannten Merkmalen des Zustandes der Hamburger SPD. Eine Großstadtpartei steht vor großen Herausforderungen, aber die Hamburger SPD kämpft seit Jahren vor allem mit sich selber. Ich hatte auf einen knackigen Brandeins-Artikel gehofft, aber so wird das bestimmt nix mit einem Umsteuern bei der Hamburger SPD.

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6 Antworten auf „Brandeins im Jammertal“

  1. Für einen Insider vielleicht langweilig, für einen der immer auf die CDU hoffte ein wenig Labsal auf die geschundene Parteiseele.

  2. Für mich hier im wilden Süden waren durchaus Neuigkeiten und Insiderinformationen dabei. Und – wie ich finde – kompakt zusammengefasst. Was allerdings richtig ist – Auswege werden nicht wirklich skizziert. Aber das war auch nicht die Aufgabe des Artikels.
    Knackig war dafür das Psychopathen-Interview mit Lopez.

  3. Aber das ist doch kein Brandeins-Phänomen. Wenn man sich mit einer Materie ein bisschen auskennt, bieten einem einArtikel in der Presse selten etwas neues.
    Ärgerlich finde ich, wird es dann, wenn man beim Lesen über Fehler und Ungenauigkeiten stolpert.
    Das passiert mir bei der Brandeins allerdings selten (im Gegensatz z.B. zum Spiegel).

  4. ich habe auch nie behauptet, dass dies ein reines Brandeins-Phänomen ist. Ich habe auch keine Auswege aus der Krise erwartet. Mir fehlte nur etwas Schmackes. :)

  5. … kenne den artikel (noch) nicht, aber dass die partei nicht mal auf die konstruktive kritik von menschen zu hören in der lage ist, die nach ein paar engagierten, zunehmend frustigen jahren aufgeben, das habe ich auch erlebt. schon bald 8 jahre her, aber es hat sich offenbar nichts geändert

  6. Ich habe auch nicht behauptet, dass Du behauptet hättest, ich weise einfach allgemein gerne darauf hin, dass Journalismus nicht immer die Qualität hat, die er vorgibt zu besitzen.
    :-)

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