Alles halb so wild

Nico —  17.10.2006

Der CDU-Berichterstatter will Verbindungsdaten gegen Urheberrechtsverletzer einsetzen schreibt heise.de ins Internet und zitiert dabei den Focus:

„Wenn beim Provider die Daten vorhanden sind, kann man sie auch für die Verfolgung von Copyright-Verstößen nutzen.“

Nun ist natürlich die Aufregung groß, insbesondere bei den Politikern der Opposition. Aber warum? Es macht doch Sinn. Wenn wir schon Vorratsdatenspeicherung betreiben, dann sollten wir die erfassten Daten möglichst effizient nutzen. Ich würde es begrüßen, wenn wir diese Daten auch noch mit den Mautbrücken und den Nummernschildern verknüpfen könnten, ebenso mit Kreditkartenausgaben, Abhebungen von Geldautomaten oder Bestellungen beim Chinesen an der Ecke.

Ein bisschen Überwachung hat noch nie jemandem geschadet. Krings denkt konsequent zu Ende, was viele erwartet, aber nicht zu hoffen gewagt haben. Mehr Sicherheit für alle durch eine lückenlose Überwachung, wer kann da noch widerstehen?

One response to Alles halb so wild

  1. Ich frage mich immer wieder, warum niemandem „da Oben“ auffällt, das Überwachung alleine nichts bringt. Denn selbst wenn ich Kenntnis von einer bevorstehenden Straftat/Terrorakt habe, nutzt das nichts ohne entsprechende Möglichkeiten einzugreifen. Also muß hier vermehrt Personal zum Eingreifen bereit gehalten werden. Zusätzliche Polizeieinheiten würden aber bei Streifengängen tatsächlich die Sicherheit erhöhen, aber das ginge natürlich auch ohne vorherige Überwachung. Und der Personalaufwand zur Auswertung der gesammelten Informationen wird ebenfalls ignoriert.