Petition zum Verbot von Wahlcomputern

Nico —  20.10.2006

Der CCC ruft dazu auf die Petition zum Verbot von Wahlcomputern zu unterzeichnen.

Wahlcomputer lösen kein Problem, sie schaffen nur etliche neue. Wir sollten weiter auf Papier und Stift vertrauen, damit ist eine ordnungsgemäße Auszählung gewährleistet.

Bitte unterzeichnet die Petition zur ersatzlose Streichung des § 35 Bundeswahlgesetz (Stimmabgabe mit Wählgeräten).

10 responses to Petition zum Verbot von Wahlcomputern

  1. Ich finde Wahlmaschinen sinnvoll. Das Argument mit der Nachvollziehbarkeit zieht nicht, da man Zettel fälschen oder verschwinden lassen kann.
    Es gibt sovieles, wogegen man Petitionen einreichen: Anti-terror-Datei, Verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung, großer Lauschangriff, Face-Grabbing an Bahnhöfen und Flugplätzen. Deutschland wird zum Überwachungsstaat und „ihr“ nehmt das unwichtigste Thema.

  2. also, du findest es total unwichtig, dass man nachprüfen kann, ob bei der stimmabgabe alles korrekt verlaufen ist?

  3. @ Falk D.: Naja, natürlich kann man Zettel fälschen oder verschwinden lassen. Aber wenn ich möchte, stelle ich mich abends beim Auszählen daneben und schaue mir das an. Und mal ehrlich: in einem Wahllokal sind immer mindestens vier Wahlvorstände. Die sind in der Regel von verschiedenen Parteien und schauen sich schon gegenseitig auf die Finger.

  4. Mit einer rigorosen Ablehnung von Wahlcomputern begräbt man die Chance auf mehr direkte Demokratie, die durch Wahl vom Heim-PC finanzierbar wäre.

  5. ach, und dein traum sieht so aus, dass ale fröhlich zuhause sitzen und tolle sachen per pc abstimmen, einfach so?

  6. Warum wird mein etwas längerer Kommentar immer mit „preventing spamattacks since 2006“ abgewiesen?
    Es sind 2 URLs drin, das sollte doch kein Problem sein?

  7. Manueller Trackback (siehe Link)

  8. Etwas mehr Plebeszit ist sicher wünschenswert. Derzeit gibt es zuviele Entscheidungen in Richtung Nanny-State und Überwachungsstaat.

    Ob es gleich auf E-Voting von zu Hause aus hinauslaufen muss bleibt fraglich, da es die Leute jenseits des digital Gaps nahezu ausperren würde. Ich allerdings sehe das anders als meine Vorredner.

    Nehmen wir mal an in einem Ort ist die NPD eingefallen und hat ihn quasi übernommen. Die Wahlhelfer sind allerdings von den „alten Parteien“ und „aufm Dorf“ weiß jeder zwar alles, aber keiner sagt was und ein paar verschwundene Wahlzettel…. (Nein. Braun ist für mich keine Farbe.)

    Für mich ist die Urne ein Karton und die Zeit, dessen Weg und die Auszählung zu verfolgen hat keiner wirklich. Ich sehe es eher andersrum:
    Mit einer Wahlmaschine sind etliche Fehlerquellen ausgeschalten. Die Geschichte der gekaperten Wahlcomputer in den USA entpuppte sich als Ente.

    Wer eine EC-Karte benutzt, kann den Wahlcomputer nicht verteufeln.

  9. @ Falk:

    Du möchtest Dir noch mal den Artikel beim CCC zu den Wahlcomputern durchlesen.
    Wenn ich eine Wahl in großem Stil manipulieren möchte, muss ich in vielen Wahlkreisen die Wahlhelfer bestechen und stimmzettel so manipulieren, dass die Anzahl insgesamt wieder aufgeht mit dem Wählerverzeichnis. Stimmt etwas nicht, muss die Wahl wiederholt werden. Das wird sehr schwierig, flächendeckend Wahllokale umzudrehen, weil viele Menschen involviert sind.

    Mit den Wahlmaschinen geht es ganz einfach, weil anscheinend alles stimmt (Gesammtstimmen), aber die Stimmverteilung umgebogen werden kann. Das zeigt die Testweise Manipulation der Wahlgeräte.

  10. etwas spät meine Antwort, aber immerhin

    @Nico: \“fröhlich zuhause sitzen und tolle sachen per pc abstimmen\“, wenn du es so formulieren willst, find ich besser als nicht fröhlich in der Wahlkabine stehen und keine tollen Sachen abstimmen.