Internet-Startups und die Kellerkinder

Nico —  22.10.2006

In der aktuellen Wirtschaftswoche nimmt man sich des plötzlichen Trendthemas Internet wieder an, der Aufhänger war natürlich der Youtube-Deal. Peter Turi hat sich passend zum Themenkomplex mal mit dem Comeback der Kellerkinder auseinandergesetzt und kommt zu dem Fazit, wie ich es mir gerade in der Wirtschaftswoche nicht anders hätte vorstellen können:

Investitionen in Internet-Startups lohnen wieder – auch und gerade in Deutschland.

Turis Beitrag ist recht lesenswert und schreibt ein klein wenig eine Aufbruchsstimmung herbei, indem, kurioserweise, gerade Vertreter der sog. Old Media, also der Verlage befragt wurden. Kann man machen, muß man aber nicht. Ich sehe derzeit nicht wirklich Projekte aus oder im Verlagsumfeld, die erwähnenswert sind, und von Prolo7Sat1 und Myvideo/Lokalisten will ich gar nicht erst anfangen, da wächst zusammen, was zusammen gehört.

So, wir sind wieder wer, hier kann man investieren. Ich freue mich auf die kommenden Projekte der WiWo-Leserschaft, die sicherlich die User-Generated-Content-Revolution total in sich aufgesogen haben.

Aber, wie immer versöhnlich zum Schluß, ich finde, dass Peter Turi recht gut zusammengefasst hat, was derzeit passiert. Ob nun wirklich die Investitionswelle kommt, bezweifle ich erst mal, da vor allem die Copycats mit den Hufen scharen und dafür würde ich kein Geld investieren. Aber ich habe auch nix zum investieren. Ideen hätte ich ohne Ende, wo ich gerade reingehen würde, aber derartige Firmen tauchen in dem Artikel nicht auf. Weil es sie noch nicht gibt.

3 responses to Internet-Startups und die Kellerkinder

  1. Das Fernsehen und die OldMedia-mopels sollen sich bitte einfach mit ihrem absehbaren Ende abfinden und nicht irgendwie ins Internet quellen.
    Shareholdervalue, Quartalszahlen und Innovation schließen sich aus. Vor allem würde man wieder versuchen Inhalt zu akkumulieren, anstatt zu generieren.

  2. Focus und Spiegel auch. Auf einmal dreht sich alles um die neue Webgeneration 2.0. Tja…

    Ist jetzt alles 2.0? Und überhaupt. Wieso bloggt die ganze Welt. Süchtig nach Publikum? Wann stürzt sich die Presse darauf? Die neue Sucht nach Aufmerksamkeit… Das wär‘ doch ‚Geschichte!!!

  3. Ich habe den Bericht von Herrn Turi zwar nicht gelesen, aber ich finde es klasse, dass es eine weitere Internetgeneration nach der ersten Euphorie im Jahr 2000 gibt. Die Branche ist sicherlich erwachsen geworden und alte Fehler werden nicht wiederholt. Tatsache ist, dass die Zukunft im Internet liegt. Und wer das ignoriert, ist irgendwann außen vor und verdammt allein.